Mit einer Mala meditieren…

Daß Meditationen unglaublich viel bringen können, haben wir ja bereits im Blogbeitrag Meditation als Workout für den Geist festgestellt. Es ist aber nicht immer einfach, sich ganz auf die Meditation einzulassen – das weiß ich aus Erfahrung. Wenn auch du in deiner Meditation (noch) keine Ruhe findest und deine Gedanken immer wieder abschweifen, dann könnte die Meditation mit einer Mala genau das Richtige für dich sein… 

Was ist eigentlich eine Mala?

Eine Mala ist eine traditionelle Meditationskette aus dem Buddhismus bzw. Hinduismus. Der Begriff „Mala“ ist Sanskrit und bedeutet so viel wie „Meditationskranz“. Sie wird seit Jahrtausenden von Hindus, Buddhisten und Yogis getragen und zur Meditation genutzt. Mit der Verbreitung des Yoga in der westlichen Welt wird sie aber auch bei uns immer beliebter. 

Wie sieht eine Mala aus?

Eine Mala besteht aus 108 Perlen und einer sogenannten Guru-Perle.

Die Perlen sind traditonell aus Materialien wie Sandelholz oder Rudrakhsa-Perlen hergestellt. Heute gibt es aber auch viele Malas aus Edelsteinen, die den Träger durch ihre energetischen Eigenschaften zusätzlich unterstützen sollen.

Die Guru-Perle ist etwas größer als die anderen und besteht oft aus einem besonderen Material. Außerdem besitzt sie meist eine Verzierung, zum Beispiel eine Quaste als Symbol für den tausendblättrigen Lotus. 

Wieso genau 108?

Die 108 ist im Hinduismus, Buddhismus und anderen asiatischen Religionen eine heilige Zahl. Warum?

Indische Gottheiten haben 108 Namen. Nach der hinduistischen Tradition werden 108 Upanishaden (die wichtigsten der uralten Schriften Indiens) anerkannt. Im Buddhismus existieren 108 Bände der gesammelten Lehren Buddhas. Aber auch religionsunabhängig spielt diese Zahl immer wieder eine Rolle: Der Durchmesser der Sonne hat den 108-fachen Durchmesser der Erde. Der Abstand von der Sonne zur Erde beträgt 108 mal dem Durchmesser der Sonne. 108 Energielinien laufen zusammen um das Herz-Chakra zu bilden. Es gibt unglaublich viele Beispiele für die Besonderheit dieser Zahl.

Wie meditiert man mit einer Mala?

Die Meditation mit einer Malakette nennt man „Japa Meditation“. Bei dieser Form der Meditation wird ein bestimmtes Mantra oder eine Affirmation immer wieder wiederholt. Mantras können beispielsweise Laute wie „OM“, aber auch Sätze in Sanskrit oder Affirmationen (einfache, klare, positiv formulierte Sätze, z.B. „Ich bin dazu fähig, wunderbare Dinge zu tun.“) sein.

Gemäß Überlieferung entfaltet ein Mantra seine volle Wirkung erst nach 108 Wiederholungen. Daher hat eine Mala genau 108  Perlen – für jede Wiederholung eine. Der Medititerende lässt sie nach und nach durch seine Finger gleiten. So kann er sich voll und ganz auf sein Mantra konzentrieren und wird nicht durch das Zählen der Wiederholungen abgelenkt. Dies ermöglicht eine tiefere Meditation und die entstehende Energie wird dabei direkt in der Kette „gespeichert“.

Die Guru-Perle markiert den Start und Endpunkt der Meditation. Außerdem dient sie dazu, den Fluss der Energie durch die restlichen Perlen zu beruhigen und einen zyklischen Energiefluss durch die Mala zu verhindern.

Für wen ist eine Mala geeignet?

Grundsätzlich kann jeder eine Malakette tragen – unabhängig davon, ob er sie für die Meditation oder nur als schönes Schmuckstück nutzt. Man kann sie als Kette um den Hals tragen oder auch mehrfach um das Handgelenk wickeln.

Unabhängig von der Art des Tragens wirst du schon nach ein paar Tagen merken, dass sich zwischen dir und deiner Mala eine ganz besondere Beziehung entwickelt. Durch das Tragen entsteht eine Wechselwirkung zwischen euch: Die Perlen nehmen Energie von dir auf und speichern sie in sich. Zeitgleich geben sie aber auch ein Stück ihrer Energie an dich ab. So wird deine Malakette durch das Tragen zu einem sehr persönlichen Gegenstand. Außerdem wird sie dir durch ihre energetischen Eigenschaften selbst ohne Meditation als Begleiter auf dem Weg zu mehr Ruhe, Gelassenheit und einem positiven Leben dienen. 

Woher bekomme ich eine Mala?

Natürlich kann man fertige Malas in Läden, auf Märkten oder im Internet kaufen. In dem Fall sollte man sich am besten ganz von seiner Intuition leiten lassen, um eine Mala zu bekommen, die zu einem passt. Abhängig vom verwendeten Material haben Malas ganz unterschiedliche Eigenschaften. Du hast bestimmt schon mitbekommen, dass  verschiedene Edelsteine unterschiedlich auf den Menschen wirken.

Es besteht aber auch die Möglichkeit sich von einem Spezialisten eine ganz persönliche Mala anfertigen zu lassen. Diese wird dann vollkommen auf ihren zukünftigen Träger abgestimmt. Es wird geschaut welche Eigenschaften der Träger hat und welche Perlen ihn auf seinem persönlichen Weg am besten unterstützen.

Mit ein wenig Ahnung von Edelsteinen, einer seriösen Bezugsquelle für Edelsteinperlen mit guten energetischen Eigenschaften und ein wenig Geschick kann man sich eine Mala auch selbst erstellen.

Wenn du dir das nicht zutraust, aber dennoch eine ganz individuelle und persönliche Mala haben möchtest, kann ich dir einen entsprechenden Workshop ans Herz legen. In diesen Workshops werden verschiedenste Edelsteinperlen zur Verfügung gestellt und man erhält Informationen zu den energetischen Eigenschaften der verschiedenen Edelsteine. Zusätzlich gibt es Unterstützung beim Knüpfen (sodass man am Ende auch eine wirklich schöne Mala hat) und eine Einführung in die Japa Meditation.

Ein Mala Workshop im Westerwald?

Leider muss man als Westerwälder im Normalfall relativ weit fahren, um einen Mala Workshop besuchen zu können. Da es aber bestimmt auch hier viele Yogis mit Interesse an einer ganz persönlichen Mala gibt, habe ich für euch zwei Spezialistinnen ins Studio nach Rennerod eingeladen.

Und so findet am 17.08.2019 von 12:00 bis ca. 16:30 Uhr der erste Mala Workshop im Westerwald Yoga Studio statt.

Genauere Informationen zum Workshop findest du in den Kursbeschreibungen.

 


Foto: Herzstücke mit Om