High Intensity Interval Training

Fett verbrennen mit HIIT

Nachdem wir uns schon vor einiger Zeit mit dem Konzept des LISS Cardio-Trainings beschäftigt haben, möchte ich euch heute mal das Gegenstück dazu vorstellen: das HIIT.

Das LISS-Training ist insbesondere für Leute geeignet, die bisher keinen oder sehr wenig Sport getrieben haben und ihren Körper zunächst einmal sanft an ein gewisses Trainingspensum heranführen möchten. Es hat zudem den Vorteil, dass die Ausdauer aufgebaut wird, sodass Nährstoffe und Sauerstoff besser in die Muskulatur befördert werden. Obwohl dieses Training sehr schonend ist, sollte man beachten, dass der Körper immer wieder Ruhephasen benötigt und mindestens einen Ruhetag pro Woche einhalten. Wer bereits regelmäßig trainiert und sehr effektiv Kalorien verbrennen möchte, der kann sich auch an das HIIT wagen.

Was ist HIIT?

HIIT ist die Abkürzung für High Intensity Interval Training. Es steht also für ein Training, in dem sich hochintensive Phasen mit mehreren Ruhephasen abwechseln. In den hochintensiven Phasen trainiert man bei ca. 85-100 {4b5a1efddd1131e9264afc9ccb9772ccfd0f2110e65c4acc83c087e70caaf1e7} der maximalen Herzfrequenz, während die Ruhephasen bei ca. 40-50 {4b5a1efddd1131e9264afc9ccb9772ccfd0f2110e65c4acc83c087e70caaf1e7} der maximalen Herzfrequenz liegen. Nach einer kurzen Aufwärmphase steigt man in die Intervalle ein. Ein Intervall besteht immer aus einer Belastungsphase und einer Ruhephase. Die Belastungsphase dauert je nach Trainingszustand zwischen 15 und 60 Sekunden, in denen man einfach alles gibt, was irgendwie geht. Dann folgt eine Ruhephase und man gönnt dem Körper ein klein wenig Erholung, bevor das nächste Intervall beginnt. Insgesamt trainiert man maximal 20 bis 30 Minuten.

Welches Training eignet sich für HIIT?

Es gibt für HIIT die verschiedensten Trainingsvarianten. Ob man nun Fahrrad fährt, läuft, „Hampelmänner“ macht, Seil springt, schwimmt oder etwas ganz anderes macht. Wichtig ist das Training in Intervallen mit unterschiedlicher Intensität, wobei eine Phase innerhalb eines Intervalls bis zur Belastungsgrenze geht und darauf eine Ruhephase folgt.

Ich bin beispielsweise ein leidenschaftlicher Läufer – sowohl für LISS als auch für HIIT.

Die bekanntesten HIIT-Methoden: Tabata und Little

Bei der Tabata-Methode dauert die Belastungsphase 20 Sekunden, auf die eine Ruhephase von 10 Sekunden folgt. Insgesamt werden 8 Intervalle ausgeführt, wodurch man auf eine Trainingsdauer von 4 Minuten kommt. Nach 60 Sekunden Pause kann ein zweiter Durchlauf erfolgen.

Die Little Methode ist etwas „einfacher“, da man hier eine längere Ruhephase hat. Hier arbeitet man mit 60 Sekunde Belastung und 75 Sekunden Ruhe. Es werden insgesamt 12 Intervalle durchgeführt, wodurch man auf eine Trainingsdauer von 27 Minuten kommt.

Meine HIIT-Variation

Da ich persönlich diese beiden Methoden als extrem intensiv empfinde, würde ich gerade für Anfänger des HIIT eine Variation der Little Methode (lange Ruhephase nach hochintensiver Belastung) empfehlen. Selbst in meinen trainingsintensivsten Zeiten habe ich eine Variation genutzt und trotzdem reichlich von meinem Training profitiert.

Nach 5minütigen Aufwärmen (Joggen) sah ein Intervall bei mir folgendermaßen aus:

  • 30 Sekunden – hohe Intensität (85-100 {4b5a1efddd1131e9264afc9ccb9772ccfd0f2110e65c4acc83c087e70caaf1e7} der maximalen Herzfrequenz) – Rennen
  • 60 Sekunden – niedrige Intensität (40-50{4b5a1efddd1131e9264afc9ccb9772ccfd0f2110e65c4acc83c087e70caaf1e7} der maximalen Herzfrequenz) – Gehen
  • 90 Sekunden – moderate Intensität (50-85{4b5a1efddd1131e9264afc9ccb9772ccfd0f2110e65c4acc83c087e70caaf1e7} der maximalen Herzfrequenz) – Joggen

Ich habe immer mit 6 Intervallen und 5 Minuten genütlichem Joggen zum „Runterfahren“ gearbeitet.

Wie errechnet man die maximale Herzfrequenz und die dazugehörigen Werte für HIIT?

Wie schon in dem Blogbeitrag zu LISS geschildert, gibt es verschiedene Formeln für die Berechnung der maximalen Herzfrequenz. Da sie abhängig von Geschlecht und Alter ist, gelten unterschiedliche Ausgangswerte für die Berechnung. Ich habe mich immer an die folgende Formel gehalten:

Ausgangswert Frauen 226 bzw.  Männer 220 MINUS Lebensalter

Für mich als 37jährige bedeutet das 226 – 37 = 189 maximale Herzfrequenz.

Davon ausgehend liegt mein Wert für die hochintensiven Phasen des HIIT zwischen 161 und 189. In den Ruhephasen sollte die Herzfrequenz zwischen 76 und 95 liegen. Für meine moderaten Phasen habe ich entsprechend eine Herzfrequenz zwischen 95 und 161 angepeilt.

Was sind die Vorteile von HIIT?

Es ist ein sehr effektives Training, das aber trotzdem relativ kurz ist und sich somit gut in den Alltag integrieren lässt.

HIIT kann mit einer Vielzahl von Sportarten ausgeübt werden.

Es ist ein Training, bei dem man sehr viele Kalorien verbrennt – sowohl während des Trainings als auch noch danach. Da man den Körper an seine Belastungsgrenze bringt, benötigt er mehr Sauerstoff als ihm in diesem Moment zur Verfügung steht. Und so muss der Stoffwechsel sehr stark angeregt werden, um den Bedarf zu decken. Je größer der Unterschied des Stoffwechsels zwischen dem Ruhezustand und dem Training ist, umso länger benötigt der Körper, um nach dem Training wieder in den Normalzustand zu kommen. Und während dieser Zeit verbrennt er weiterhin mehr Kalorien. Dieser Effekt wird Nachbrenneffekt genannt und dauert zwischen 24 und 72 Stunden nach dem Training an.

Was sollte man beachten?

Im Gegensatz zu LISS ist HIIT ein Training, das man nicht zu oft durchführen sollte. Die Standardempfehlung liegt bei maximal 2-3 mal pro Woche.

Da dieses Training den Körper sehr stark beansprucht, sollte man auf jeden Fall vorher mit seinem Arzt über das geplante HIIT sprechen, um keine körperlichen Schäden davonzutragen.

 


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Sind meine Yogastunden was für dich?

Meine Yogalehrer-Ausbildung

Findest du nicht auch, dass Teilnehmer eines Kurses ihrem Lehrer vertrauen können sollten? Sie wissen im Normalfall nicht so viel wie ihr Kursleiter und das ist vollkommen in Ordnung. Sie legen aber ihre Gesundheit in die Hände dieser Person. Und meiner Meinung nach dürfen sie dann auch erwarten, so trainiert zu werden, dass ihnen möglichst nichts passieren kann. (Hier findest du ein paar Informationen dazu, wann Yoga auch gefährlich sein kann.) Einige von euch verfolgen schon seit einer Weile meinen Blog. Und ganz sicher habt ihrschon mitbekommen, dass mir sehr an der Gesundheit aller gelegen ist. Ich versuche, euch vor meinen eigenen Fehlern zu bewahren und Tips zu geben, wie man es besser machen kann.

Ich habe mich für eine sehr hochwertige Yogalehrer-Ausbildung entschieden.

Da ich mir der Verantwortung eines Yogalehrers sehr bewusst bin, war für mich von Anfang an eine hochwertige Ausbildung wichtig. Nach einigen Recherchen entschied ich mich für eine international anerkannte und zertifizierte Yogalehrer-Ausbildung bei einem von der American Yoga Alliance (AYA) anerkannten Ausbildungsinstitut. Die AYA erstellt Richtlinien, die einen hochwertigen internationalen Qualitätsstandard für Yogalehrer-Ausbildungen gewährleisten. Zudem erfolgt der Unterricht nach den Richtlinien des BDY, dem Berufsverband der Yogalehrenden in Deutschland. Daher erfüllt die Ausbildung national wie auch international einen hohen Ausbildungsstandard. Neben der Zertifizierung bietet sie mir außerdem die Grundlage für eine zukünftige Krankenkassenzulassung. Auch das verdeutlicht meiner Meinung nach noch einmal die Wertigkeit der Ausbildung.

Was habe ich in meiner Ausbildung gelernt?

Zunächst einmal habe ich natürlich sehr viel über die verschiedenen Elemente von Yogastunden gelernt: Asanas (Körperhaltungen), Pranayama (Atmung) und Meditation / Entspannung. Hier haben wir sowohl praktisch gearbeitet, als auch ergänzendes theoretisches Wissen erhalten.

Asanas

Gerade für die Asanas (Körperhaltungen) hatten wir einen wahnsinnig guten Lehrer, der sehr viel Wert auf eine korrekte Ausführung gelegt hat. Er hat uns extrem detailliert vermittelt, wie die einzelnen Posen auszuführen sind, worauf bei Teilnehmern zu achten ist und vor allem auch, wie man seine Teilnehmer korrigieren und ggf. auch mit Hilfsmitteln unterstützen kann. Besonders wertvoll empfand ich in diesem Zusammenhang auch die Auseinandersetzung mit der Anatomie und Physiologie. Nur wer weiß, wie der Körper aufgebaut ist und wie er arbeitet, versteht auch wie die Asanas wirken, wann man sie nicht ausführen sollte, welche Auswirkungen eine falsche Ausführung hat oder wie man Menschen mit körperlichen Beschwerden unterstützen kann.

Pranayama

Bestimmt hat der ein oder andere von euch schon einmal Pranayama in einem Yogakurs kennengelernt. Hierbei handelt es sich um verschiedene Atemübungen, die uns helfen unseren Atem bewusst wahrzunehmen und zu steuern. In der Ausbildung haben wir uns mit verschiedenen Pranayama-Techniken mit jeweils unterschiedlichen Wirkungen beschäftigt. Zusätzlich haben wir einiges über Atemphysiologie  und Atemmechanik, also „Wie funktioniert die Atmung?“gelernt.

Wie sehr sich die Atmung auf Körper und Psyche auswirkt, kann jeder in einem einfachen Test selbst erfahren: In Stresssituationen neigen wir dazu sehr schnell und flach zu atmen. Wenn du das nächste Mal in eine solche Situation gerätst und auf deinen Atem achtest, wirst du das schnell bemerken. Versuche dann bewusst tief ein- und auszuatmen und du wirst sicherlich feststellen, dass du insgesamt ruhiger wirst und wieder klarer denken kannst.

Meditation / Entspannung

Im Bereich Meditation / Entspannung beschäftigten wir uns beispielsweise mit verschiedenen Meditationen, Meditationsformen, sowie Entspannungstechniken und Entspannungsphysiologie.

Ergänzt wurde dies durch die Energielehre. Im Yoga geht man davon aus, dass neben dem physischen Körper auch ein feinstoffliches (nicht messbares) Energiesystem besteht. Es ist also ein eher in die spirituelle Richtung gehendes Thema. Doch auch hier konnte ich insbesondere durch praktische „Experimente“ wertvolle und teils extrem überraschende Erfahrungen sammeln. Wenn euch das Thema interessiert, lasst es mich ruhig wissen – dann schreibe ich auch mal etwas darüber!

Weiterführende Theorie

Zusätzlich zu der praktisch-theoretischen Arbeit kamen viele ergänzende Themen und Hintergrundinformationen zur Vorbereitung auf eine künftige Lehrtätigkeit hinzu. So beschäftigten wir uns beispielsweise mit  Yoga und Kommunikation, Yoga und Coaching, Yoga und Ayurveda, Yoga und Ernährung, Psychologie für Yogalehrer und Yoga-Therapie (mit Fokus auf psychischen Erkrankungen, wie Burnout und Depression, und auf körperlichen Einschränkungen).

Zudem haben wir sehr viel über die Geschichte und Philosophie des Yoga gelernt. Für mich gab hier sogar ein ganz tolles AHA-Erlebnis:  Als ich mich intensiver mit der Philosophie beschäftigte, habe ich erst einmal festgestellt, wie sehr ich Yoga tatsächlich schon lebe. Und das allein schon durch die Werte, die mir wichtig sind und die Prinzipien nach denen ich versuche zu handeln!

Das hat mich noch einmal mehr darin bestärkt, dass Yogalehrer für mich mehr als nur ein Job, sondern vielmehr eine echte Berufung ist, da es mein Leben total widerspiegelt. <3

Meine Yogastunden

Was unterrichte ich?

Ich wurde in Hatha Yoga und Vinyasa Yoga ausgebildet (eine Übersicht der verschiedenen Yogastile findest du hier). Da ich ein eher ruhiger Typ bin und es auch im Yoga gerne etwas ruhiger mag, spiegelt sich das auch in meinen Stunden wider. Ich möchte, dass sich jeder auf die Stunde und das wundervolle Gefühl danach freut, statt sich „zum Sport zu quälen“.  Wir stärken den Körper, powern ihn aber nicht aus. Letztlich sollte jeder nach einer Stunde ganz entspannt nach Hause gehen, in dem Wissen seinem Körper und auch seinem Geist etwas Gutes getan zu haben.

Wie läuft eine Yogastunde bei mir ab?

Um zunächst einmal ganz in der Stunde anzukommen, beginnen wir mit einer kleinen Entspannungsphase und bringen anschließend mit Hilfe bewusster Atmung noch ein wenig mehr Ruhe in den Körper (keine Angst, keiner muss hecheln und sich blöd vorkommen 😉 ). Danach wärmen wir uns ein wenig auf, um dann in die Asanas einzusteigen. Die Asanas sind grundsätzlich für Anfänger wie auch für Fortgeschrittene geeignet und ich biete immer wieder Variationen an, sodass jeder die optimale Ausführung für sich findet. Zudem passe ich die Auswahl der Asanas der Grupppe und dem Fokus des Kurses entsprechend an. So hat beispielsweise eine sehr dynamische Gruppe natürlich andere Bedürfnisse als eine 60+ Gruppe. Zum Ende der Stunde kommt noch einmal eine Entspannungsphase, sodass jeder ganz entspannt aus der Stunde geht.

Warum mache ich in den Yogastunden nicht selbst mit?

In meinen Stunden zeige ich die Asanas, mache aber nicht durchgängig mit. Ich denke, auf diesem Weg besonders hochwertige Yogastunden anbieten zu können. Das ist vielleicht für den ein oder anderen etwas befremdlich. Ich war selbst zunächst etwas verwundert, als mir in der Ausbildung nahegelegt wurde nicht mitzumachen. Das hat aber einen wirklich guten Grund:

Wenn ich eine Stunde gebe, mache ich diese Stunde ganz allein für meine Teilnehmer und nicht für mich. Das heißt, ich bin mit meiner vollen Konzentration bei den Teilnehmern. Ich achte auf eine korrekte Haltung, wenn nötig korrigiere ich oder unterstütze ggf. dabei noch mehr aus einer Pose herauszuholen. In meiner Prüfung  bekam ich von einer lieben Kollegin ein ganz wundervolles Feedback: Sie sagte, sie fühlte sich in meiner Stunde durchgängig sicher und geborgen, da ich die ganze Zeit auf meine Teilnehmer aufgepasst und sofort sanft eingegriffen habe, wenn eine Pose nicht ganz korrekt ausgeführt wurde. Ist das nicht schön?

Letztlich führt es also dazu, den Nutzen und Wert der Yogastunde für jeden einzelnen zu erhöhen und zugleich das Verletzungsrisiko aller Teilnehmer zu minimieren.


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SabrinaGarre Yoga

Yoga KANN gefährlich sein…worauf man achten sollte

Warum kann Yoga gefährlich sein?

Yoga hat extrem viele Vorteile

Das wisst ihr bereits, denn davon habe ich ja schon in meinem letzten Artikel erzählt. Wer es nochmal nachlesen möchte, findet hier mehr Informationen zu den Vorurteilen gegen Yoga und den Vorteilen von Yoga.

Doch jeder Sport birgt auch Risiken

So wie bei allen anderen Sportarten gibt es natürlich auch im Yoga ein gewisses Verletzungsrisiko. Führt man Asanas (Körperhaltungen) nicht korrekt aus oder überschätzt man sich und geht über seine Grenzen können gezerrte Muskeln, gereizte Gelenke, entzündete Nerven, gerissene Bänder oder aber auch Verletzungen an Wirbelsäule, Schulter-, Knie- und Hüftgelenken die Folge sein.

Da ein Großteil der Schmerzen erst zeitverzögert aufkommt, haben viele Yoga-Praktizierende Beschwerden, die sie gar nicht mit Yoga in Verbindung bringen.

Die Gefahr ist besonders hoch, wenn schlecht ausgebildete Lehrer auf übereifrige Schüler treffen.

William J. Broad, ein Wissenschaftsjournalist der „New York Times“ hat sich über 5 Jahre mit Yoga und seinen Risiken beschäftigt und sieht einen Hauptgrund für Yoga-Verletzungen in den Lehrern:

Immer mehr Anbieter drängen in den Markt. Und zu viele sind nicht dafür ausgebildet, Schüler umsichtig und achtsam, auch unter Berücksichtigung körperlicher Einschränkungen, zu unterweisen. […] Gute Yogalehrer drosseln das Tempo ehrgeiziger Schüler eher, als sie anzutreiben.

Es kann gefährlich werden, wenn schlecht ausgebildete Yogalehrer oder auch andere Trainer grundlegende Dinge falsch machen. Wenn beispielsweise die Grundhaltungen nicht stimmen und ein Fuß falsch steht, wirkt sich das auf den kompletten Körper aus (in meinem Artikel zum Barfußlaufen habe ich diese Kettenreaktion beschrieben). Trainieren diese Leute selbst,  sind Verletzungen an ihren Fußgelenken, Knien und Hüfte vorprogrammiert. Da ist es fraglich, ob sie genau diese Fehler bei ihren Teilnehmern sehen und entsprechend korrigieren können.

Sind sich die Teilnehmer zusätzlich nicht ihrer Grenzen bewusst oder übergehen körperliche Einschränkungen und werden nicht entsprechend betreut, ist das ebenso gefährlich. Eine Kombination von schlecht ausgebildeten Lehrern und übereifrigen Schülern führt folglich zu  einem besonders hohen Verletzungsrisiko.

Yogalehrer/in ist kein geschützter Beruf

Was bedeutet das? Jeder, wirklich jeder kann sich als Yogalehrer/in bezeichnen und Yogaunterricht anbieten.

Ein Beruf ist reglementiert, wenn Sie einen bestimmten Abschluss haben, besondere Prüfungen ablegen oder sich bei einer Berufsorganisation registrieren lassen müssen, bevor Sie ihn ausüben dürfen.

Nach der deutschen Handwerkszeitung sind in Deutschland 152 Berufe reglementiert / geschützt. Alle anderen Berufsbezeichnungen können mehr oder weniger „einfach so“ geführt werden. Ich hätte also durchaus schon vor einiger Zeit einfach loslegen können. Und das wußte ich schon, als ich entschied Yogalehrerin zu werden. Ich hatte bereits einige Jahre Yogaerfahrung auf dem Buckel und konnte für mich gut trainieren. Aber die Verantwortung für andere zu übernehmen ist dann doch nochmal eine ganz andere Hausnummer! …und wenn ich etwas mache, dann möchte ich es auch wirklich gut machen!

Dasselbe gilt übrigens auch für Trainer

Auch die Berufsbezeichnung Trainer ist nicht geschützt. Daher variiert auch hier die Qualität des Trainings abhängig von der Person, die es leitet. Etwas gruselig finde ich, dass es Unternehmen gibt, die Lizenzen an Fitnessstudios verkaufen und dann deren Leute innerhalb von 2 Tagen zu Trainern bestimmter Kurse „ausbilden“. Da gibt es also Leute, die eine Art Yoga-Workout unterrichten – aber keine Yogalehrer sind. Oder aber auch Leute, die eine Art Ballett-Workout unterrichten – aber keinerlei Balletterfahrung haben…also von den zwei Tagen mal abgesehen. 😉

Mit dem richtigen Lehrer ist Yoga eine sichere Sportart

Mediziner der University of Alabama beschäftigten sich mit der Frage „Wie gefährlich ist Yoga?
Dazu werteten sie Krankenhausmeldungen aus den Jahren 2001 bis 2014 aus, in denen erwähnt wurde, dass die Patienten vor den Beschwerden Yoga praktiziert haben. Dabei kamen sie unter anderem zu folgendem Ergebnis:

„Yoga ist eine sichere Sportart“, schlussfolgern die Forscher. Natürlich solle man sich, besonders im Alter, ein wenig vorsehen, die eigenen Grenzen kennen, Yogalehrer sollten qualifiziert sein und auf die richtige Ausführung der Übungen achten. Noch gefährlicher als ein Stolpern auf der Yogamatte ist ja leider, zu viel herumzusitzen.

Angelika Beßler, die Chefin des Berufsverbands der Yogalehrenden in Deutschland, bestätigt noch einmal die Wichtigkeit einer guten Ausbildung:

Gut ausgebildete Yogalehrer wissen um das Risiko, sich zu überfordern.

Ein gut ausgebildeter Lehrer kann seine Schüler einschätzen und die Übungen an die Bedürfnisse seiner Schüler anpassen. Dabei ist es immer möglich mit entsprechenden Hilfsmitteln zu unterstützen. Um einzuschätzen, welche Variante sich für bestimmte körperliche Einschränkungen eignet, sind aber beispielsweise Kenntnisse über die menschliche Anatomie und Physiologie unumgänglich.

Achtet man auf eine gute Ausbildung des Yogalehrers, muss man nicht mit seiner Gesundheit bezahlen

Eine gute Ausbildung und ständige Weiterbildung bekommt leider niemand geschenkt. Wie in jedem anderen Beruf wirkt sich das verständlicher Weise auch bei Yogalehrern aus. Und wie bei allem ist auch hier nicht unbedingt der günstigste Preis der beste! Zu wissen, wie eine Pose ausgeführt wird ist etwas ganz anderes als zu wissen, wofür sie gut ist, unter welchen Umständen man sie nicht ausführen darf, wie man Fehler korrigiert, wie man bei körperlichen Einschränkungen unterstützt, welche Hilfsmittel sich eignen und welche Prozesse körperlich wie auch psychisch durch die Pose ausgelöst werden.

Daher möchte ich euch ans Herz legen, auf  euch aufzupassen und auf die Qualifikation eurer Yogalehrer und Trainer zu achten.

Sonst spart ihr vielleicht am falschen Ende und bezahlt letztlich mit eurer Gesundheit.
…und das ist dann doch sehr viel teurer 😉

 


Foto & Bearbeitung: Nerd Hexe


 

SabrinaGarreYoga

Vorurteile gegen Yoga – und warum sie nicht wahr sind

Yoga ist kein richtiger Sport

Nein, Yoga ist eigentlich sogar noch viel mehr als „nur“ Sport – es ist eine Philosophie und wirkt auf Körper, Geist und Seele.

Trotzdem denken viele, dass Yoga unter sportlichen Gesichtspunkten nichts wert ist, weil es so einfach aussieht. Tatsächlich erfordert Yoga aber ein gewisses Maß an Koordination und beansprucht sogar tief liegende Muskeln, die wir bei anderen Sportarten nicht erreichen und die in unserem Alltag oft verkümmern. Man kann es eigentlich als Ganzkörperworkout bezeichnen, da man alle Muskeln trainiert und zusätzlich Herz und Lunge, das vegetative Nervensystem, den Hormonhaushalt und die Konzentrationsfähigkeit stärkt.

Yoga ist nur was für Frauen

Wie eben schon gesagt, kräftigt Yoga den gesamten Körper…und den haben auch Männer! Tatsächlich wurde Yoga sogar von Männern entwickelt und in Indien für eine lange Zeit nur von Männern an Männer weitergegeben.

Und wem das noch nicht männlich genug ist: Sogar die Fussballnationalmannschaft hat einen eigenen Yogatrainer und selbst Bodybuilder wissen inzwischen den Nutzen von Yoga zu schätzen, da es die Muskulatur dehnt, die sich beim „Pumpen“ auf Dauer verkürzt und damit die Beweglichkeit einschränkt.

Ich bin zu unbeweglich – beim Yoga muss man sich verbiegen können

Man muss nicht extrem beweglich sein, um Yoga zu machen. Man macht Yoga, um beweglicher zu werden.

Die Unbeweglichkeit kommt oft von verkürzten Muskeln, die entweder durch zu viel oder zu wenig Beanspruchung der Muskulatur entstehen. Yoga wirkt dem entgegen, da neben der Kräftigung auch eine Dehnung der Muskulatur vorgenommen wird. (Hier findest du weitere Informationen zu Ursachen, Folgen und Vorbeugemaßnahmen verkürzter Muskeln)

Ich blamiere mich dort

Nein, das tust du ganz sicher nicht! Im Yoga bleibt jeder auf seiner Matte – mit seinem Körper aber auch mit seiner Aufmerksamkeit. Jeder macht Yoga ganz allein für sich und aus eigener Erfahrung kann ich berichten: Beim Yoga hat jeder genug mit sich selbst zu tun und kommt gar nicht dazu, andere zu beobachten und / oder zu bewerten.

Ich bin zu gestresst

Wer zu gestresst für Yoga ist, der ist auch zu müde zum Schlafen und zu dreckig zum Duschen 😉

Yoga bringt Körper, Geist und Seele in Einklang und führt nachweislich zu einer Stressreduktion. Das Nervensystem wird durch Yoga beruhigt und man hat dadurch sogar einen besseren Schlaf. In einer Studie der Yale University konnten Patienten mit Bluthochdruck durch diese Stressreduktion ihre Werte in einen Normalbereich bringen und auf Medikamente verzichten.

Ich bin zu dick

Yoga hilft beim Abnehmen und stärkt den ganzen Körper. Zum einen erhöht sich durch den Muskelaufbau der Grundumsatz, sodass der Körper selbst im Ruhezustand mehr Kalorien verbrennt. (In meinem Beitrag „Hunger ist das Dienstmädchen des Genies“ findest du weitere Informationen zu Grundumsatz, Leistungsumsatz und Gesamtumsatz.) Zum anderen sorgt Yoga für einen gesunden Stoffwechsel und hilft gegen Atembeschwerden.

Ich bin zu alt

Für Yoga ist man nie zu alt! Yoga lindert viele Beschwerden und hält jung. Viele wissenschaftliche Studien belegen, dass Yoga z.B. Beschwerden wie Rückenschmerzen und Migräne nachhaltig lindern kann (Hier findest du einen Überblick wie und warum Yoga wirkt.)

Ich habe körperliche oder gesundheitliche Einschränkungen

Bei gesundheitlichen Einschränkungen sollte man immer zuerst mit dem behandelnden Arzt sprechen und sich von ihm das OK für Yoga geben lassen.

Nach der ärztlichen Abklärung solltest du mich auf deine Einschränkungen ansprechen, damit wir gemeinsam eine Lösung finden. In meiner Ausbildung zur Yogalehrerin wurde sehr viel Wert auf eine korrekte Ausführung der Asanas (Körperstellungen) gelegt. So wurde ich darauf geschult, auch bei körperlichen Einschränkungen Hilfestellung zu geben und entsprechende Hilfsmittel einzusetzen.

…und wenn dich das alles noch nicht überzeugt hat:
Yoga verbessert durch die Stimulation und verstärkte Durchblutung der Unterleibsorgane sogar das Sexualleben 😉

 


Foto: Nerd Hexe

Bearbeitung: Trash-Art by Dionisio Martena


 

Ernährung – Infos und Experimente

Vorab ein paar Hintergrundinfos zur Ernährung

Wir unterscheiden Makro- und Mikronährstoffe

Unsere Ernährung besteht aus unterschiedlichen Nährstoffen, die wir wiederum in Makro- und Mikronährstoffe unterscheiden. Zu den Makronährstoffen zählen Kohlenhydrate, Proteine (also Eiweiße) und Fette. Die Mikronährstoffe werden in Vitamine und Mineralstoffe eingeteilt. Sie alle sind für unseren Körper notwendig, da sie unterschiedliche Aufgaben erfüllen.

Kohlenhydrate werden von unserem Körper in Glukose umgewandelt und versorgen uns mit Energie. Diese benötigen wir zur Bewältigung unseres Alltags, aber auch für die Körperfunktionen, die unbewusst ablaufen (beispielsweise das Atmen).

Proteine spaltet der Körper in Aminosäuren auf, die zur Reparatur und dem Aufbau der Muskulatur benötigt werden und Fette unterstützen den Körper in Form von Fettsäuren bei der Aufnahme der Mikronährstoffe.

Vitamine werden zur Regelung von Stoffwechselabläufen benötigt. Mineralstoffe hingegen werden zusätzlich noch für den Aufbau und Erhalt des Körpers eingesetzt .

Die (Sonnen-)Energie in unserer Nahrung – Wir essen die Sonne

Ja genau, das tun wir… Aber wir setzen uns jetzt natürlich nicht in den (Winter-)Garten, brutzeln in der Sonne und glauben, dass wir davon satt werden!  😉
Tatsächlich essen wir Energie der Sonne insofern, dass die Energie und Nährstoffe in unserer Nahrung durch sie entstehen. Pflanzen nehmen Kohlendioxid aus der Luft und Wasser aus dem Boden auf. Sobald beide die Oberfläche ihrer Blätter erreichen, werden sie der Sonnenenergie ausgesetzt. Es erfolgt eine chemische Reaktion, die beides spaltet und neu zusammen setzt. Das Produkt: Kohlenhydrate (Glukose) und Sauerstoff – wobei der Sauerstoff über die Blätter abgegeben wird. Die gebildete Glucose ist Grundlage für die Bildung weiterer organischer Stoffe in den Pflanzenzellen (andere Kohlenhydrate, aber auch Fette, Eiweiße, Vitamine und viele mehr).

Seit den 1920er Jahren haben wir die  Energie in unserer Nahrung in Kalorien – oder besser gesagt: in Kilokalorien – gemessen. Diese Maßeinheit ist mittlerweile veraltet und Wissenschaftler messen heute mit Joule. Trotzdem ist sie noch im allgemeinen Gebrauch und ich denke, die meisten von uns können mit Kalorien mehr anfangen. (Mehr Informationen über den Energieverbrauch des Körpers.)

Die verschiedenen Makronährstoffe bieten unterschiedlich viel Energie:

  • Kohlenhydrate liefern 4 Kalorien pro Gramm
  • Proteine liefern 4 Kalorien pro Gramm und
  • Fette liefern 9 Kalorien pro Gramm (wir kommen also vergleichsweise länger mit der Energie eines Gramms Fett aus).

Die Kalorienangaben sagen aus, mit wieviel Energie ein Nahrungsmittel uns beim Verzehr versorgt. ABER Kalorien allein sind kein angemessenes Maß für eine vernünftige, gesunde Ernährung – dafür müssen wir auch noch die Mikronährstoffe in unserer Nahrung betrachten!

Wir leben in einer Welt, in der Nahrung voller Chemie – aber Kosmetik voller natürlicher Stoffe ist.

Mikronährstoffe, also Vitamine und Mineralien, sagen etwas über die Qualität unserer Nahrung aus (zeigen uns wie hochwertig sie ist). Natürliche Lebensmittel  enthalten eine Vielzahl von Mikronährstoffen. Im Gegensatz dazu enthalten industriell verarbeitete Lebensmittel gelegentlich hinzugefügte Vitamine und Mineralstoffe, da ihnen im Zuge der Verarbeitung die natürlichen Nährstoffe verloren gingen. Je weiter ein natürliches Lebensmittel verarbeitet wurde, desto weniger hochwertige Nährstoffe sind darin enthalten. (Von ungesunden Zusatzstoffen wie Geschmacksverstärkern, Aromastoffen, Farbstoffen, Stabilisatoren und Emulgatoren mal ganz zu schweigen…)

Es ist daher problemlos möglich, den gesamten Kalorienbedarf eines Tages in einer Mahlzeit zu sich zu nehmen, ohne dem Körper die benötigten Nährstoffe zu geben. Daher macht es einen riesigen Unterschied, ob wir „leere Kalorien“ in Form von beispielsweise Limo und FastFood zu uns nehmen oder aber Früchte, Gemüse etc. essen, die uns mit sowohl Kalorien als auch mit wertvollen Nährstoffen versorgen!

Transportmittel Wasser

Wasser zählt nicht wirklich zu Nährstoffen. Trotzdem ist es superwichtig, um unseren Körper mit den durch die Nahrung aufgenommenen Nährstoffen zu versorgen. Es sorgt dafür, dass wir über ausreichend Flüssigkeit verfügen. Diese wiederum transportiert die Nährstoffe dahin, wo sie gebraucht werden. Hier findest du weitere  Hintergrundinformationen und Trinkempfehlungen.

Experimente mit verschiedenen Ernährungsstilen

Ich habe ja schon erzählt, dass es einen Zeitpunkt in meinem Leben gab, an dem ich dringend abnehmen wollte. Ganz klar musste Sport herbei und ich habe mich  HalsüberKopf in „Hardcore“-Trainings gestürzt (meine ersten Erfahrungen mit Sport zum Abnehmen). Blöderweise hat mir das ganze Abrackern zunächst einmal so gut wie nichts gebracht, weil ich meine Ernährungsgewohnheiten beibehalten hatte. Also…eigentlich nicht ganz: ich habe sogar mehr gegessen als zuvor und ich durfte das auch, schließlich hatte ich ja Sport gemacht!

So richtig sinnvoll und zufriedenstellend war das alles also nicht. Ich recherchierte und stellte fest: Mist, ich muss mich jetzt auch noch mit Ernährung auseinandersetzen! Also habe ich nach und nach verschiedene Ernährungskonzepte ausprobiert. Da der Körper immer einige Zeit benötigt, um sich auf einen neuen Ernährungstil einzustellen, habe ich diese immer für ein paar Monate beibehalten. Außerdem habe ich in der Zeit immer sehr regelmäßig weitertrainiert. Daher denke ich, meine Ergebnisse der verschiedenen Ernährungsstile vergleichen zu können.

Low Carb – No Carb – Paleo

Der Klassiker ist sicherlich die „Low Carb“-Diät, bei der zu einem Großteil auf Kohlenhydrate verzichtet wird und entsprechend mehr Proteine (Eiweiße) und Fette gegessen werden. Ich bin mir fast sicher, dass jeder von euch jemanden kennt, der genau auf diesen Ernährungsstil schwört!

Mir hat er leider überhaupt nichts gebracht und so habe ich mich auf „No Carb“ gesteigert. Es gab also überhaupt keine kohlenhydratlastigen Lebensmittel mehr für mich, weil ich Kohlenhydrate weitestgehend vermeiden wollte. Ganz lässt sich das natürlich nicht umsetzen, da ein gewisses Maß an Kohlenhydraten ja in jedem Gemüse und Obst zu finden ist. So *bildete ich mir ein* müsste es mit dem Abnehmen ja sicherlich funktionieren. Tat es aber nicht!

Also ging es weiter auf die nächste Stufe: die Paleo-Diät, die sich an der ursprünglichen Ernährung derJäger und Sammler orientiert. Hier werden unverarbeitete, nährstoffreiche Lebensmittel in Form von Gemüse, Obst, Nüsse & Samen, Fleisch, Fisch und Eiern gegessen. Das klingt ja schon einleuchtend und ergebnisversprechend! Doch davon abgesehen, daß ich diesen Ernährungsstil als extrem mühsam und schwer umsetzbar empfand, habe ich auch nach ein paar Monaten Paleo keine wirklichen Ergebnisse erzielen können.

High Carb – Kalorienzählen

Also Umschwung auf das komplette Gegenteil: High Carb – viele Kohlenhydrate und wenig Fett. Interessanter Weise begann ich nach dieser Umstellung dann doch endlich abzunehmen. Das klappte aber auch nur bis zu einem gewissen Punkt und dann ging es plötzlich nicht mehr weiter. Und so wirklich zufrieden war ich mit den Ergebnissen auch noch nicht.

Dann habe ich wieder weitergesucht und „des Rätsels Lösung“ gefunden: Kalorien zählen und schauen, dass man mehr verbrennt als man zu sich nimmt. Ich habe  weiterhin „High Carb“ gegessen und dazu Kalorien gezählt und ein großes Defizit eingerechnet – was dazu führte, dass ich im Endeffekt viiiel zu wenig gegessen hatte. Das fand der Körper auch nicht gut und ließ kein Grämmchen Fett mehr gehen – wir waren ja schließlich in einer Hungersnot!!! (Wie genau der Körper reagiert, kannst du  hier nachlesen.) Aber das muss man auch erst einmal verstehen und einsehen!

Ausgewogene, gesunde Ernährung

Irgendwann stolperte ich bei meinen Recherchen über Ernährungsempfehlungen von u. a. der Weltgesundheitsorganisation. Und so habe ich festgestellt, dass ich mich scheinbar unterernährte und es kein Wunder war, dass ich meinem Traumkörper nicht näher kam. Nachdem also alle Versuche mit „Wunder-Diäten“ bei mir gescheitert waren, begann ich dann endlich, mich ausgewogen und gesund zu ernähren. Ich achtete darauf, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Getreide (möglichst Vollkorn), Gemüse, Früchten, Milchprodukten, Fleisch bzw. Eiern und ungesättigten Fetten zu mir zu nehmen. Außerdem passte ich darauf auf, ausreichend zu trinken.

Anfangs habe ich mich extrem schwer damit getan, die notwendigen Essensmengen irgendwie runter zu bekommen. Gefühlt war ich den ganzen Tag mit essen beschäftigt. Und auf einmal war es gar nicht mehr so schwierig, meinen Körper mit Hilfe von Ernährung und Sport so zu formen, wie ich es wollte.

Was ich gelernt habe…

Ich möchte keinen der verschiedenen Ernährungsstile verteufeln und weiß auch sehr genau, dass jeder Körper anders ist und anders reagiert. Für mich hat vieles nicht funktioniert, was für andere eine „Wunderwaffe gegen den Speck“ ist. Nach meinen Erfahrungen und mit meinem heutigen Wissen tut man sich aber mit radikalen Diäten wirklich keinen Gefallen (man beruhigt nur seine Ungeduld 😉 ). Außerdem war mein Ziel nicht die Teilnahme an irgendwelchen Bodybuilder-Meisterschaften oder ähnliches. Ich wollte mich wieder wohl fühlen und mir selbst gefallen – und ich denke, euch geht es sicher ähnlich (sofern ihr überhaupt etwas ändern möchtet)!

Ich habe die geläufigsten Dinge ausprobiert und viel über meinen Körper und im Allgemeinen über Ernährung gelernt. Im Nachhinein muss ich gestehen, dass ein Großteil meiner „Experimente“ gar nicht gut für meinen Körper war. Und ich bin heilfroh, dass ich zumindest nicht auf die Idee gekommen bin, auch noch mit irgendwelchen Diätshakes rumzuprobieren (bitte, bitte lasst so einen Quatsch!)!

Nach der ganzen Odysee und mit meinen körperlichen und geistigen Fortschritten im Gebiet der Ernährung bin ich der festen Überzeugung, dass keine Diät dafür geeignet ist, für einen langen Zeitraum durchgeführt zu werden. Der Körper braucht die verschiedenen Nährstoffe nicht ohne Grund und es ist einfach nicht gesund, ihm langfristig einen davon vorzuenthalten.

Das Geheimnis:
Es gibt kein Geheimnis – mit einem bisschen Disziplin für Ernährung und Bewegung kannst du alles erreichen!

Aus meiner Sicht hilft nur eine dauerhafte Umstellung auf eine ausgewogene, gesunde Ernährung. Damit bekommt der Körper alles, was er benötigt, um optimal funktionieren zu können. Wenn man ihm dann noch die notwendige Bewegung ermöglicht (hier steht warum), dankt er es einem, indem er sich von seiner besten Seite zeigt.

Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass man bei diesem Lebensstil übergewichtig wird oder bleibt 😉

 


Mich interessieren deinen Gedanken zu meinem Beitrag…

Hast auch du schon einen dieser Ernährungsstile ausprobiert? Oder vielleicht einen anderen?
Welche Erfahrungen hast du damit gemacht?

Dir hat der Artikel gefallen? Dann sei doch so nett und teile ihn 🙂


 


Foto & Bearbeitung: Trash-Art by Dionisio Martena



Sportfinden

Finde den richtigen Sport für dich

Der erste Schritt…

Du hast nun also die Entscheidung getroffen, dich zukünftig mehr zu bewegen. Herzlichen Glückwunsch, diese Entscheidung war schon der erste Schritt zu einem aktiveren Leben 🙂

Für eine Entscheidung gibt es in der Regel einen Grund oder ein Ziel. Ob du nun deine Form verändern, stärker werden oder deine Gesundheit verbessern möchtest – es war der Grund für deine Entscheidung, dich mehr zu bewegen, und ist daher extrem wichtig!

Was hat dich motiviert?

„Nature has placed mankind under the governance of two sovereign masters, pain and pleasure. It is for them alone to point out what we ought to do, as well as to determine what we should do […]. They govern us in all we do, in all we say, in all we think.” Bentham

Der Mensch hat also zwei wesentliche Antriebe: Schmerz und Vergnügen. Er kommt somit ins Handeln, wenn entweder das Ziel ausreichend Vergnügen verspricht oder aber der Leidensdruck in der aktuellen Situation groß genug ist. Es ist ganz egal, welches Ziel dich zu der Entscheidung motiviert hat. Bitte behalte es im Hinterkopf, schreibe es auf, male es, denke daran, wenn es schwierig wird! Dein Ziel wird dir helfen, durchzuhalten. Denn es gibt auch blöde Tage…und das blöderweise gerade am Anfang…und da ist es oft hilfreich, sich das Ziel immer wieder vor Augen zu führen.

Die Entscheidung für Sport ist gefallen, das Ziel ist definiert, wir sind hochmotiviert!!! Jetzt macht es Sinn, die ganze Motivation zu nutzen und…. Als ich an diesem Punkt angekommen war, wusste ich erst einmal nicht so richtig, was ich tun wollte.

Diese Fragen solltest du dir stellen

Was schränkt mich ein?

Abgesehen von wenigen Ausnahmen kann sich jeder in irgendeiner Form sportlich betätigen, wenn er es wirklich, wirklich möchte. Gesundheitliche Einschränkungen sind „Einschränkungen„, weil man aufgrund seiner Verfassung im Vergleich zu gesunden Menschen in seinen Möglichkeiten eingeschränkt ist. Man kann nicht alles tun. Das heißt aber nicht, dass man überhaupt nichts tun kann.  Ganz im Gegenteil: Vermutlich freut sich jeder Arzt darüber, wenn ihm sein Patient eröffnet, dass er sich zukünftig sportlich betätigen möchte. Der Mensch ist ja schließlich dafür gemacht, sich zu bewegen! (Warum? Schau hier…)

ABER: Jeder muss seine ganz persönlichen Besonderheiten bei der Wahl seines Sports berücksichtigen – und sei es lediglich, dass er in sportlicher Hinsicht ein absoluter Anfänger ist. Außerdem lohnt sich eine ärztliche Abklärung (Hausarzt, Orthopäde, etc.), da sie der Vermeidung folgenschwerer Fehler dienen kann.

Für mich bedeutet das: Dank ärztlicher Abklärung verpasste mir mein Orthopäde zum Start gleich ein Paar Kniebandagen, um meine Knie beim Laufen zu stabilisieren und zu schützen. Meine letzte Untersuchung zeigte, dass sich meine Knie durch den Sport sehr verbessert und stabilisiert haben. Ich brauche die Bandagen zwar noch immer, aber hey…es ist ein toller Fortschritt und ich hab mich wirklich wahnsinnig darüber gefreut! Mal sehen, wie lange sie überhaupt noch nötig sind… 🙂

Wann und wo?

Jeder kennt den inneren Schweinehund, unseren Teil des Gehirns, der unsere „gemütliche“ Routine so sehr liebt und der so überhaupt keine Lust hat, sich auf ein aktives Leben umzustellen. Tatsächlich dauert es Wochen, bis man eine Gewohnheit abgelegt oder sich eine neue aneignet. Um unserem Ziel näher zu kommen, brauchen wir wiederum Routine…Regelmäßigkeit!

Gibt es Zeiten, die ich regelmäßig für Sport nutzen kann? Zu welcher Tageszeit fällt mir Sport am leichtesten…oder ist die Überwindung am geringsten? Nachdem ich meine Zeiten gefunden hatte, habe ich bestimmte Tage für Trainingseinheiten festgelegt. So habe ich einen regelmäßigen Termin, eine Verpflichtung und die Wahrscheinlichkeit, dass das Training „auf morgen“ verschoben wird sinkt rapide!

Neben der Zeit ist der Ort bei der Wahl eines Sportes nicht zu vernachlässigen. Ist es möglich, regelmäßig an einem bestimmten Ort zu sein oder brauche ich einen Sport, der überall ausgeführt werden kann?

Die Einschätzung sollte möglichst realistisch sein, sonst wird aus der freudigen Motivation nur traurige Frustration. Ein Beispiel: Als Nachteule werde ich ganz, ganz sicher nie auf die Idee kommen, morgens eine Stunde früher aufzustehen, um vor der Arbeit zu sporteln. Ich bewundere Leute, die das schaffen und sehe auch die Vorteile davon…es wird vermutlich trotzdem nie passieren und den täglichen Frust, es mal wieder nicht geschafft zu haben, den spare ich mir und habe dafür länger Spass am Sport! 🙂

Allein oder in der Gruppe?

Brauche ich zeitliche und / oder örtliche Unabhängigkeit? Ist unangenehm, wenn mich andere beim Sport sehen oder könnten die anderen vielleicht zu schnell für mich sein? Dann macht es Sinn, lieber allein zu trainieren und Sachen wie Fitnessprogramme (per Internet / App) und  Laufen oder Schwimmen könnten was für mich sein. Das kann man ja auch zusätzlich in Gruppen machen, und selbst für die Fitnessprogramme per App gibt es mittlerweile in vielen Städten Gruppen, die sich irgendwo zum Training treffen.

Brauche ich Motivation durch andere, halte Verabredungen besser ein als „Dates mit mir selbst“ oder macht es einfach mehr Spass, wenn viele Leute dabei sind? Dann können  Gruppensportarten wie Tanz, Yoga, Ballsport, Reitsport, Kampfsport oder ähnliches in Frage kommen. Neben den typischen Gruppensportarten gibt es ja auch noch ganz viele andere Sachen, die in Gruppen Spaß machen…spontan fallen mir Gassi-/Spazier-/Lauftreffs, Wandergruppen oder  Schwimmkurse ein.

Meine ursprüngliche Motivation für mehr Bewegung lag darin, dass ich mich in meinem Körper nicht mehr wohl gefühlt hatte. Nachdem ich seit ewigen Zeiten keinen Sport getrieben hatte, fühlte ich mich zusätzlich unsicher. Ich wollte mich auf gar keinen Fall in dem Zustand irgendwelchen Sportkanonen präsentieren. Mal ganz abgesehen davon, dass ich als Unternehmensberaterin ohnehin auf absolute zeitliche und örtliche Unabhängigkeit angewiesen war, kann ich es also total verstehen, wenn man erst einmal lieber für sich allein trainieren möchte. Der Rest kommt dann über die Zeit von selbst 🙂

Drinnen oder Draußen?

Im Winter ist es drinnen warm und trocken…im Sommer liebe ich die frische Luft und die Sonnenstrahlen auf der Haut..

Für Leute, die sich beim Sport gerne drinnen aufhalten möchten, könnten ein Fitnessstudio, eine Tanz-, Yoga- oder Kampfsportschule oder eine Turnhalle des Turnvereins der Ort der Wahl sein. Viele fühlen sich aber nicht wohl dabei, wenn andere sie beim Sport sehen und möchten erstmal in den eigenen vier Wänden sporteln – was der Markt mit einer Vielzahl von Fitnessvideos und -programmen per DVD, Internet oder App beantwortet. Sofern ein Crosstrainer oder Laufband vorhanden ist, kann man außerdem auch drinnen prima laufen.

Ist man gern draußen in der Natur könnten Wandern oder Radsport genau das Richtige sein.

Außerdem lassen sich viele Sportarten sowohl drinnen als auch draussen ausführen, wie beispielsweise Laufen, Ballsport oder Reitsport – aber auch Klettern und Yoga.

Unglaublich, ich mach Sport…und das fast jeden Tag!

Meine Entscheidung zu mehr Bewegung und Sport fiel mit dem Ziel, meine Form zu verändern – die Motivation dahinter: Leidensdruck. Es sollte ein regelmäßiges, abendliches Training an festen Wochentagen sein und ich entschied mich für den Anfang für 5 Trainingstage, an denen ich für ca. 30 Minuten trainieren wollte. Jobbedingt kommt es selten vor, dass ich 5 Abende hintereinander an einem Ort bin – nicht einmal zuhause – und so war für mich klar, dass mein Sport überall durchführbar sein musste…am liebsten drinnen.

Ich suchte stundenlang im Internet, bis ich etwas Interessantes fand und startete letzlich mit einem Fitnessprogramm, mit dem ich erst einmal die ganzen Haltungen, Übungen und ihre Namen kennenlernte (z.B. „Was zum Teufel ist ein Burpee?“) und erste Hinweise erhielt, worauf ich achten musste. Parallel dazu recherchierte und recherchiere ich noch immer weiter und probiere alles aus, was mir irgendwie interessant und sinnvoll erscheint. Dabei habe ich festgestellt, dass sich verschiedene Übungen in allen möglichen Sportarten/-programmen immer wieder finden.

Ich habe aber auch festgestellt, dass das Prinzip „Viel bringt viel“ hier einfach nicht gilt und, dass ich ziemlich unverantwortlich mit meinen Körper umgegangen war. Damit du meine anfänglichen Fehler nicht wiederholst, möchte ich an dieser Stelle noch einmal auf meinen Artikel zu LISS (hier) verweisen. Gerade für Anfänger ist LISS sehr gut für den sportlichen Einstieg geeignet!

Jetzt du!

Hast du erst ein paar Ideen gesammelt, welche Sportarten dir gefallen könnten und mit dem Doc gesprochen, musst du eigentlich nur noch eines tun: Ausprobieren!

Um dauerhaft am Ball zu bleiben, sollte ein Sport richtig viel Spaß machen und nicht zu schwierig sein. Über die Zeit eröffnen sich dank verbesserter Ausdauer, Kraft, Balance etc. immer mehr sportliche Möglichkeiten und mit einem bisschen Kreativität fallen einem immer wieder neue Dinge zum Ausprobieren ein. Es gibt wahnsinnig viele Sportarten und es kommen nicht grundlos immer wieder Trendsportarten auf, die sich dann auch teilweise langfristig etablieren.

Jeder hat mal „keinen Bock“ und gerade solange der Schweinehund noch gegen die neue Gewohnheit kämpft, hat jeder harte Tage und zweifelt. Wenn dir aber der Sport grundsätzlich gefällt, du dir deine ursprüngliche Motivation immer wieder bewusst machst und dich durchkämpfst, wirst du irgendwann dafür belohnt! Ganz sicher! Hätte man mir früher gesagt, dass die Aussage mal von mir kommen wird, hätte ich lauthals gelacht, aber:

Irgendwann macht Sport tatsächlich wahnsinnig viel Spass. Man sieht und spürt die positiven Veränderungen im Körper, wird stärker, fühlt den Körper bewusster und VERMISST den Sport, wenn man nicht dazu kommt!…ohne Scheiß 😉



Ganz bestimmt sind hier superviele tolle Sportarten durch mein Raster gefallen…wenn du also was ergänzen oder uns einen tollen Sport vorstellen möchtest, freue ich mich auf deinen Kommentar! 😉


 


Foto & Bearbeitung: Trash-Art by Dionisio Martena



Hunger ist das Dienstmädchen des Genies

Hunger ist das Dienstmädchen des Genies

Immer wieder bekomme ich in meinem Umfeld mit, dass gerade etwas kräftigere Leute sehr wenig essen. Andere nutzen FdH (Friss die Hälfte) oder die berühmt-berüchtigte Nulldiät, um abzunehmen und hungern still vor sich hin. Im ersten Moment klingt das ja auch schlüssig: ich esse weniger, dann nehme ich automatisch ab. Doch leider stimmt das nur bedingt…

Was ist Hunger überhaupt?

Hunger ist ein absolut wichtiges Kommunikationsmittel unseres Körpers. Schon in Beitrag „Du bist, was du isst“ haben wir festgestellt, dass der Körper Nährstoffe als Bausubstanz für das Erschaffen neuer Zellen und Strukturen benötigt. Da sich der Körper permanent erneuert, braucht er immer wieder neues Baumaterial. Zudem kosten alle Aktivitäten Energie und auch die erhält er über die Nahrung. Hunger ist also das Signal deines Körpers, dass ihm Nährstoffe oder Energie fehlen und du ihn doch bitte wieder damit versorgen möchtest.

Nur so bleibt er leistungsfähig – nicht umsonst sagte Mark Twain bereits „Hunger ist das Dienstmädchen des Genies“ 😉

A propos Energieverbrauch…

Wenn ich davon schreibe, dass alle Aktivitäten Energie kosten, meine ich damit nicht nur die bewusst ausgeführten Aktivitäten wie beispielsweise Sport oder Hausarbeit. Unser gesamter Energieverbrauch (Gesamtumsatz) besteht aus zwei Komponenten:

Grundumsatz

Unter dem Begriff „Grundumsatz“ versteht man die Energie, die der Körper zum Funktionieren benötigt. Selbst im Schlaf, wenn wir quasi nichts tun, verbrennen wir Energie für Herzschlag, Atmung, Blutdruck, Gehirnaktivitäten etc.. Der Grundumsatz pro Tag ist also die Menge an Energie (gemessen in Kalorien), die wir benötigen, wenn wir uns überhaupt nicht aktiv bewegen.

Eine kleine Motivation für Sport: Je größer Muskeln sind, umso mehr Kalorien verbrauchen sie auch im Ruhezustand. Muskelaufbau erhöht also den Grundumsatz 🙂

Leistungsumsatz

Bei dem Leistungsumsatz kommt die Bewegung mit ins Spiel. Hierzu zählen alle Aktivitäten des Bewegungsapparates wie Umherlaufen, Sport, Tippen auf der Tastatur und so weiter. Jede einzige Bewegung kostet den Körper Energie. Und so wie ein Motor Benzin verbrennt, verbrennt der Körper die Energie aus der Nahrung.

Die gute Nachricht: Wenn man gerne mehr Kalorien zu sich nehmen möchte, kann man den Leistungsumsatz durch sportliche Betätigung erhöhen. Das war übrigens gaaanz zu Anfang meine größte Motivation…Schwitzen für mehr Essen 😀

Grundumsatz + Leistungsumsatz = Gesamtumsatz

Als Summe von Grundumsatz und Leistungsumsatz erhalten wir also den Gesamtumsatz. Das ist die Menge an Kalorien, die unser Körper am Tag insgesamt verbraucht. Geben wir ihm mehr als er benötigt, freut er sich und lagert Reserven für schlechte Zeiten an. Möchte man abnehmen, kann man die Energiezufuhr leicht (!) reduzieren (mit ganz großem Ausrufezeichen hinter dem „leicht“!). Viele Diäten arbeiten nach dem Motto „viel bringt viel“ und verlangen ein großes Kaloriendefizit. Das ist auf Dauer sehr ungesund und teilweise sogar sehr schädlich!

Kurz noch ein paar Worte zum Sport: Wir halten an dieser Stelle mal fest, dass regelmäßiger Sport zum einen den Grundumsatz durch Muskelaufbau und zum anderen den Leistungsumsatz durch Bewegung erhöht. Man dreht mit Hilfe von sportlicher Betätigung gleich an zwei Schräubchen , die den Gesamtverbrauch erhöhen. Wer nicht abnehmen möchte, freut sich über die zusätzlichen Kalorien, die er damit problemlos essen darf ohne seine Figur zu riskieren.
Wer abnehmen möchte, muss oft schon gar nicht weniger essen als sonst – das durch Sport entstehende Defizit von Kalorienzufuhr und verbrannten Kalorien ist groß genug. Wird dieses Defizit zu groß, führt das zu Hunger  😉

Was passiert, wenn man den Hunger dauerhaft ignoriert?

Bei Hunger fehlen dem Körper Nährstoffe und Energie, die „Bitte Tanken-Leuchte“ geht an. Hält der Zustand nur für kurze Zeit an, nimmt man erst einmal ab. Wird der Hunger weiterhin ignoriert, bekommt man irgendwann Heisshunger-Attacken. Das ist schon nicht  mehr nur ein dezentes Signal des Körpers, nein, er „schreit“ förmlich nach Nahrung. Vermutlich hat keiner von euch schon einmal Heisshunger auf einen Salat oder Apfel gehabt, oder? Meist greift man in dem Zustand doch eher nach schnell verfügbaren hohen Kalorienmengen in Form von Pizza, Kuchen oder ähnlichem, um die Speicher schnell wieder aufzufüllen.

Widersteht man dem Heisshunger und isst weiterhin zu wenig, stellt sich der Körper nach einiger Zeit auf die reduzierte Energiemenge ein, um das weitere Überleben in der aktuellen „Hungersnot“ zu sichern.

[Anmerkung: Wir reden hier nicht von vernünftig durchgeführem Fasten, sondern von Diäten und Unterernährung – also bitte keine Fastendiskussion lostreten :* ]

Wie reagiert der Körper?

Der Stoffwechsel wird auf Sparflamme gesetzt und ein Notprogramm gestartet. Der Grundumsatz wird gesenkt, indem sich beispielsweise Herzschlag und Atmung verlangsamen und die Körpertemperatur leicht gesenkt wird. Darüber hinaus nutzt der Körper weitere Maßnahmen, um so wenig Energie wie möglich zu verbrauchen. Dazu gehört unter anderem der Abbau von Muskelmasse. Das hat aus Sicht des Körpers zwei Vorteile: je kleiner die Muskeln sind, desto weniger Energie verbrauchen sie im Ruhezustand. Außerdem hat der Mensch weniger Kraft und verschwendet keine Energie durch unnötig viel Bewegung. Zur Kraftlosigkeit kommen oft weitere Symptome wie beispielsweise Konzentrationsschwierigkeiten, Stimmungsschwankungen, Depressionen, Schwindel oder Ohnmachtsanfälle.

Das heißt, die Zahl auf der Waage ändert sich und man nimmt ab, nur halt kein Fett. 😉

Der Jojo-Effekt

Das Fett bleibt, die Muskeln verschwinden und sobald die „Hungersnot“ vorbei ist, lagert der Körper *verständlicherweise* so viele Reserven wie möglich für den nächsten Notfall an. Das ist dann der allseits bekannte „Jojo-Effekt“, der oft nach Diäten eintritt. Der Grundumsatz ist durch den Abbau von Muskelmasse dauerhaft niedriger, bis die Muskulatur mühsam wieder bis auf das Niveau vor der Hungersnot aufgebaut wurde. Der Körper braucht also nach der Diät weniger Kalorien als zuvor. Wer abnehmen wollte, hat mehr oder weniger das Gegenteil erreicht. Wer gar nicht erst abnehmen wollte, hat sich sogar grundlos geschädigt.

Also ist Hunger eigentlich eine feine Sache!

Nahrungsaufnahme ist überlebenswichtig und Hunger ein wichtiges Signal unseres Körpers, das wir schätzen lernen und auf das wir hören sollten. Statt die Nahrungsmenge an sich zu reduzieren, ist es wichtig auf die Qualität zu achten. Wenn wir ehrlich sind, wissen wir doch eigentlich alle wie gesunde Ernährung funktioniert. Oder? 😉

Reagieren wir auf unseren Hunger und laden unsere Akkus immer rechtzeitig mit hochwertiger Energie auf, sind wir den ganzen Tag über leistungsfähig! Kombinieren wir das mit regelmäßiger Bewegung, müssen wir uns im Normalfall auch keine Gedanken über unser Gewicht machen.

Bei Alltagsgegenständen wie Auto oder Handy achten wir ja auch darauf, nicht ohne genügend Energie unterwegs zu sein und wählen dafür möglichst die richtige Energiequelle. Warum also nicht auch bei unserem wertvollsten Besitz, unserem Körper? 🙂


Foto & Bearbeitung: Trash-Art by Dionisio Martena


 

Vorteile von Sport

Du kannst Ergebnisse oder Entschuldigungen haben…niemals beides! Die Vorteile von Sport

Man hört immer wieder, dass regelmäßiger Sport wichtig für die Gesundheit ist. Schon der römische Dichter Juvenal wußte, dass in einem gesunden Körper ein gesunder Geist wohnt. Trotzdem treibt heutzutage jeder zweite Deutsche kaum oder keinen Sport!

So wie ich es früher auch gemacht habe…

Ich hatte mich nie für Ernährung oder Sport interessiert, weil es aus meiner Sicht schlichtweg nicht notwendig war. Ich hatte auch keine Lust darauf, schließlich „… hab ich besseres zu tun, wenn ich denn einmal Zeit hab! Auf der Couch liegen zum Beispiel! Ich muss mich erholen! Außerdem hab ich keine Zeit, um irgendwo regelmäßig teilzunehmen und überhaupt: Sich anstrengen und schwitzen ist blöd, das KANN ja überhaupt keinen Spaß machen! Ich bin mit mir zufrieden und ich brauche das nicht…SO!“

Ok…dann wollen wir uns mal anschauen, welche Vorteile wir durch Sport erhalten und überlegen uns noch einmal, ob Sport wirklich so doof ist 😉

Die Vorteile von Sport

Innerhalb von Sekunden…

  • Die Herzfrequenz steigt und Blut wird in die Muskeln gepumpt.
  • Die Atmung wird schneller und tiefer, sodass die Muskeln mehr Sauerstoff bekommen.
  • Du beginnst Kohlenhydrate und Fette zu verbrennen.
  • Die Stimmung wird verbessert.

 Eine Stunde später…

  • Du hast dein Immunsystem durch den Sport gestärkt.
  • Die verbesserte Stimmung hält noch immer an.
  • Darüber hinaus verbrennt der Körper weiterhin Kalorien mit einer höheren Verbrennungsrate.

Abends…

  • Die Muskeln erholen sich und wachsen (mit größeren Muskeln verbrennt der Körper ganz nebenbei selbst im Ruhezustand mehr Kalorien).
  • Der Blutzuckerspiegel sinkt und es wird weniger Insulin benötigt, da die Glukose während der Belastung mit Hilfe entsprechender Proteine schneller aus dem Blut in die Muskelfasern transportiert wird. Dies hilft bei Herzproblemen wie auch bei Diabetes.
  • Du fühlst dich wacher.

Eine Woche später…

  • Die Ausdauer wird verbessert und du spürst, dass dein Körper stärker wird – im Vergleich zu vorher hältst du nun schon länger durch.
  • Auch die aerobe Fitness (Verbrennung von Kohlenhydraten und Fetten unter dem Verbrauch von Sauerstoff) wird verbessert.
  • Du profitierst von einem stärkeren Immunsystem, besserer Stimmung und niedrigerem Blutdruck.

Drei bis sechs Monate später…

  • Die Fitness von Herz und Lungen hat sich verbessert. Deine Herzfrequenz ist im Ruhezustand niedriger und erholt sich nach dem Training schneller.
  • Deine Muskeln sind größer und stärker, wodurch du dauerhaft mehr Kalorien verbrennst. Daher hast du auch dein Körperfett reduziert.
  • Das Risiko von Diabetes, Herzproblemen, Krebs und Osteoporose, aber auch von Depression, Angstzuständen und Stress hat sich reduziert.
  • Du hast also insgesamt deine Lebensqualität erhöht.

Also?

Mit Blick auf diese vielen Vorteile scheint sich Sport doch wirklich zu lohnen, oder?  Man muss nicht gleich von 0 auf 100 durchstarten! Drei bis viermal pro Woche eine gute halbe Stunde Sport sollte jeder gesunde Mensch schaffen (im Zweifelsfall solltet ihr bitte euren Arzt ansprechen). Dass es nicht gleich Hochleistungssport sein muss und moderates Training absolut ausreichend ist, haben wir ja schon vor ein paar Tagen festgestellt, als ich euch das Konzept des LISS vorgestellt habe. 🙂

Rückblickend muss ich sagen, dass meine vielen „Gründe“ gegen Sport dann wohl doch eher Ausreden als wirkliche Gründe waren und ich wette, vielen von euch geht es genauso 😉 Nach meiner Erfahrung lohnt sich aber wirklich, die Komfortzone zu verlassen und ich kann sagen, dass Sport zu einem meiner liebsten Hobbies geworden ist. Ja, es macht tatsächlich richtig viel Spaß…auch wenn ich das als ehemalige Couchpotatoe früher niemals geglaubt hätte!

Ich bin gespannt, ob es euch auch so geht oder gehen wird! 🙂


Kamen dir die Argumente gegen Sport und Bewegung bekannt vor? Würdest du auch gerne mehr für dich tun und kannst dich nicht überwinden?

Ich hoffe, mein Blog kann dich in Zukunft mit wertvollen Informationen und Denkanstössen dabei unterstützen und  freue mich auf deine Erfahrungen und Gedanken zu dem Thema 🙂




Foto & Bearbeitung: Nerd Hexe



 

 

SabrinaGarre LISS

Ran an den Speck…mit LISS

Ich glaube so ziemlich jeder kennt das Gefühl, wenn sich dank leckerem Essen und einem bisschen Bequemlichkeit hier und da kleine Fettpölsterchen zeigen und man mit seinem Körper nicht mehr ganz so zufrieden ist. Was dann zu tun ist, ist wohl auch jedem klar…Bewegung muss her!

Ein falscher Anfang kann böse Konsequenzen haben

So habe ich angefangen

Bitte macht jetzt aber nicht denselben Fehler wie ich! Als es bei mir so weit war, dass ich definitiv etwas tun musste, habe ich im Internet recherchiert und ein Trainingsprogramm für mich gesucht. Ganz nach dem Motto: Von viel kommt viel! Und so habe ich mich gleich auf Workouts konzentriert, die mit sagenhaften Versprechen gelockt haben. „In 4 Wochen zum Traumkörper“, „In 12 Wochen zum Traumkörper“…diese Aussagen und fantastische Vorher-Nachher-Vergleichsbilder findet man immer wieder und wer möchte das denn nicht? Zu diesem Zeitpunkt hatte ich weder Kenntnisse über die Funktionsweise meines Körpers, noch über gesunde Ernährung oder ähnliches. So bin ich sofort darauf angesprungen und habe mich gleich in „Hardcore“-Trainings gestürzt.

Erst einmal ging es noch relativ sachte mit „Ripped in 30“ von Jillian Michaels los. Das ist ein vierwöchiges Programm, bei dem man täglich 30 Minuten nach einem Video trainiert. Nach den vier Wochen sah ich aber irgendwie gar nicht so aus, wie die vielen hübschen Leute auf den Nachher-Bildern… Also muss natürlich etwas anstrengenderes her und ich habe mir den Drei-Monats-Coach von Freeletics „gegönnt“. Hierbei wird zu Beginn ein Einstufungstest durchgeführt. Basierend auf den Ergebnissen werden individuelle Kombinationen aus vordefinierten Workouts durchgeführt. Dabei wird zusätzlich auf Zeit trainiert, sodass man motiviert ist, immer wieder seine eigene Zeit zu schlagen.

Warum war das nicht gut?

Wenn ich heute daran denke, was ich mir damit angetan habe und wie verantwortungslos das war, kommt mir ehrlich gesagt das Grauen! Ein untrainierter Körper ohne Kondition wird zu hochintensivem Training und das teilweise auf Schnelligkeit gezwungen. Von dem Verletzungsrisiko mal ganz abgesehen, denn so richtig viel Ahnung und Erfahrung hinsichtlich der korrekten Durchführung der Übungen war ja gar nicht vorhanden. Versteht mich nicht falsch, die Trainings sind wirklich, wirklich gut. Sie waren einfach nur zu dem Zeitpunkt und in meinem damaligen Zustand so gar keine gute Idee! Außerdem haben sie auch nicht die gewünschten Ergebnisse gebracht, weil ich nicht wusste worauf ich achten musste. Hier kommt mal wieder das Thema Achtsamkeit ins Spiel (auch das habe ich leider erst sehr viel später gelernt). Es macht einen riesigen Unterschied, ob man „gedankenlos“ vor sich hin hampelt oder die Muskeln gezielt anspannt und damit arbeitet!

Wie sollte man denn dann anfangen?

Wer sich in einer ähnlichen Ausgangssituation befindet, dem sei geraten es langsam angehen zu lassen und in seinen Körper hineinzulauschen. Das fällt schwer, ich weiß! Aber auf lange Sicht ist das der bessere und gesündere Weg, auch wenn er etwas länger ist! Dass Laufen als Sport (auch für Anfänger) eine grundsätzlich gute Idee ist, haben wir schon im Beitrag „Willkommen im Experiment!“ festgestellt. Aber Laufen und Laufen ist nicht immer dasselbe 😉

Daher möchte ich euch heute mal das Konzept des LISS Cardio-Trainings vorstellen

LISS kommt aus dem englischen und ist die Abkürzung für Low Intensity Steady State (stetiges Training bei niedriger Intensität). Es eignet sich hervorragend zum Laufen, aber auch für Yoga, Schwimmen oder Radfahren! Wichtig ist, dass für eine Dauer von 30 bis 60 Minuten mit niedriger Herzfrequenz trainiert wird. Bei diesem Training bewegen wir uns zwischen 60 und 70{4b5a1efddd1131e9264afc9ccb9772ccfd0f2110e65c4acc83c087e70caaf1e7} der maximalen Herzfrequenz. Dieser Bereich ist die sogenannte Fettverbrennungszone, in der der Körper die meisten Kalorien aus Fett verbrennt.

Für diejenigen, die einen Herzfrequenzmesser besitzen

Die maximale Herzfrequenz ist abhängig von Geschlecht und Alter. Um sie zu berechnen, gibt es mehrere Formeln, die aber zu ähnliche Ergebnissen führen. Ich halte mich bei der Berechnung an die folgende Faustformel: Als Ausgangswert nehmen Frauen 226 / Männer 220 und ziehen davon ihr Lebensalter ab. Da ich 36 Jahre alt bin, rechne ich also 226 – 36 = 190 maximale Herzfrequenz. Davon ausgehend errechne ich 60 bzw. 70{4b5a1efddd1131e9264afc9ccb9772ccfd0f2110e65c4acc83c087e70caaf1e7}, um meine Fettverbrennungszone zu erhalten (114 – 133). Bei meinem LISS Training versuche ich also durchgängig einen Wert um die 120 zu halten. Wer nicht selbst rechnen möchte, findet auf dieser Seite ein Tool, das nach dieser Formel arbeitet: http://www.bikegalerie.de/de/berechnungstools/herzfrequenzzonen

Ein Herzfrequenzmesser ist aber kein Muss

Wer keinen Herzfrequenzmesser besitzt kann sich daran orientieren, dass man sich bei dem LISS Training noch gemütlich unterhalten können sollte. Auf einem Laufband oder beim Laufen mit einer App wie beispielsweise Runtastic sollte man damit durchgängig bei einer Geschwindigkeit von ca. 6,5 km/h liegen (zügiges Gehen).

Mache dein Training zu einer Routine

Um Ergebnisse zu erzielen muss natürlich eine gewisse Regelmäßigkeit her und dafür ist LISS prima geeignet. Wichtig ist nur, dass man sich auch hiermit nicht übernehmen darf und den Körper Ruhepausen gönnt. Mindestens ein Ruhetag pro Woche ist absolute Pflicht, aber auch zwei oder drei Tage sind für den Anfang vollkommen ok. Da dürfen es lieber mehr Ruhetage sein, wenn man dafür konsequent bei seinem Training bleibt. Das ist sehr viel besser als mit 100{4b5a1efddd1131e9264afc9ccb9772ccfd0f2110e65c4acc83c087e70caaf1e7} loszulegen und nach ein oder zwei Wochen keine Freude mehr daran zu haben und alles hinzuschmeißen!

Welche Vorteile habe ich davon?

Zunächst einmal lernst du deinen Körper besser kennen, weil du ihm ungewohnte Bewegung gönnst. Das gilt insbesondere, wenn du achtsam in ihn hineinlauschst und darauf achtest, wie sich die Muskeln und die Bewegungen anfühlen. Du führst deinen Körper langsam an regelmäßiges Training heran. Dabei verbrennst du Fett, baust Muskeln auf und stärkst dein Herz-Kreislaufsystem. Darüber hinaus werden die Gelenke im Vergleich zu intensiveren Trainings geschont und das Verletzungsrisiko ist relativ gering. Außerdem hilft das LISS-Training beim Abbau von  Stress, was in unserer schnelllebigen, leistungsorientierten Welt ein wunderschöner Nebeneffekt ist! 😉

 


Hast du schon einmal etwas von LISS gehört? Oder hast du schon nach dem Prinzip trainiert? Vielleicht probierst du es auch aus und möchtest uns davon berichten?

Ich freue mich auf deine Erfahrungen und Gedanken zu dem Thema 🙂




Foto & Bearbeitung: Nerd Hexe



Barfuß Füße

Sperrst auch du deine Füße zu oft ein?

Die Geschichte der Füße

In dem Post „Willkommen im Experiment“ haben wir festgestellt, dass die Entwicklung des aufrechten Ganges einen ganz entscheidenden Schritt in der Evolution des modernen Menschen darstellte. Ab diesem Zeitpunkt hatte der Mensch die Möglichkeit mit den Händen zu arbeiten, da sie nun nicht mehr zur Fortbewegung benötigt wurden. Gleichzeitig war aber auch eine Weiterentwicklung der menschlichen Füße notwendig, denn der aufrechte Gang stellte ganz neue Ansprüche an sie:

  • Das gesamte Körpergewicht liegt nicht mehr auf vier, sondern eben auf zwei Füßen.
  • Der Körperschwerpunkt verlagert sich und es ist schwieriger das Gleichgewicht zu halten.

Man kann also sagen, dass unsere Füße evolutionstechnisch noch gar nicht so alt sind. Besonders gut sieht man den Unterschied auch bei einem Vergleich der menschlichen Füße mit denen der Schimpansen. Ihre Fußgewölbe („Stoßdämpfer“) sind viel flacher als unsere. Sie laufen aber auch sehr viel seltener auf zwei Beinen und benötigen daher auch weniger Dämpfung unter den Füßen.

Außerdem stellen unsere Füße ein wichtiges Sinnesorgan dar. Warum? Sie sind beim aufrechten Gang der einzige Kontakt zum Boden. Daher nehmen sie Informationen über seine Beschaffenheit, aber auch über unsere Bewegung und Geschwindigkeit auf. Diese Informationen – zusammen mit denen der Augen, des Gleichgewichtsorganes und der Muskeln – ermöglichen es uns überhaupt erst, auf zwei Beinen durch die Weltgeschichte zu marschieren.

Alles in allem sind unsere Füße also extrem wichtige Körperteile! …auch, wenn uns das vielleicht nicht immer bewusst ist und die Allgemeinheit sie meist kaum zu schätzen weiß.

Schuhe sind ein Problem

Leider neigt der Mensch zur Bequemlichkeit und so wurden im Laufe der Zeit Schuhe erfunden. Das Tragen von Schuhen lässt uns den Boden weniger spüren, sodass das Laufen angenehmer ist. Man spürt eben nicht mehr jedes noch so kleine Steinchen. Aber warum ist das ein Problem? In der Natur gilt „Was nicht wächst, stirbt“. Das hat gewiss jeder schon einmal kennengelernt. Wer sein Köpfchen nicht regelmäßig trainiert tut sich mit dem Lernen schwer. Wer seinen Körper nicht trainiert, bemerkt früher oder später, dass seine Muskulatur abbaut. Beispiele gibt es viele und euch fällt bestimmt noch das ein oder andere dazu ein 🙂

Und so kommen unsere Füße aus dem Training, wenn wir sie ständig in „bequeme“ Schuhe packen. Die vielen kleinen und großen Fußmuskeln, wie auch die Sehnen und Bänder bilden sich ohne Training zurück und das kann zu Fehlstellungen führen. Laut Martin Engelhard (Chefarzt der Klinik für Orthopädie, Unfall- und Handchirurgie am Klinikum Osnabrück) hat die Mehrheit unserer Bevölkerung Fußdeformationen, also Knick-, Senk- oder Spreizfüße. Ist das nicht bedenklich? Naja, verwunderlich ist es jedenfalls nicht, wenn man bedenkt, dass es für uns „das Natürlichste der Welt“ ist, permanent Schuhe zu tragen.

Doch gerade beim Schuhkauf werden oft gravierende Fehler gemacht. Die Füße werden in zu enges oder schlecht sitzendes Schuhwerk gepackt, in dem sie oft kaum Luft bekommen. Das Ergebnis:  Schweißfüße, Fußpilz, eingewachsene Zehennägel, Hornhaut und Hühneraugen. Viel schlimmer aber sind Überlastung und Fehlhaltungen. Diese können die Knochen im Laufe der Jahre verformen und so zu Hammerzehen oder Hallux Valgus (Schiefstand der großen Zehe) führen.

Die Lösung: Öfter mal Barfuß laufen!

Wir können unserem Körper einen Gefallen tun, indem wir einfach mal unsere Schuhe weglassen und barfuß laufen. Zuhause ist das fast immer umsetzbar (ich bin selbst im Winter oft barfuß oder maximal mit Socken in der Wohnung unterwegs), aber besonders im Sommer bietet es sich an, auch draußen barfuß zu laufen. Und das hat so viele Vorteile! Wer das nicht mag, für den habe ich einen Tip: Es gibt mittlerweile ganz wunderbare „Barfuß-Schuhe“, die die Füße nicht einschränken 😉

Aber Achtung: Bei Diabetes und Polyneuropathie, wie auch bei Arthrose sollte vor einem „Barfuß-Experiment“ zunächst mit einem Arzt gesprochen werden, um keine Verletzungen zu riskieren! 

Was bringt es ab und an barfuß zu laufen?

Die Muskulatur, Sehnen und Bänder werden gestärkt

Ohne die Unterstützung des Fußgewölbes durch einen Schuh ist der Fuß gezwungen sich selbst zu halten, wodurch die Muskulatur entsprechend trainiert wird. Da die Fußmuskeln das Längs- und Quergewölbe des Fußes tragen, können so Fehlstellungen wie Platt-, Senk- und Spreizfüße oder Hallux Valgus vorgebeugt bzw. verringert werden.

Wir werden für unsere Lauftechnik sensibilisiert und schonen unsere Gelenke

Wenn wir barfuß gehen, setzen wir die Füße behutsamer auf. Fast automatisch werden Fersenläufer zu Mittelfußläufern – der Fuß wird nicht mehr mit der Ferse aufgesetzt und die Belastung auf den Vorder-/Mittelfuß verlagert. Probiert es einfach mal aus und schaut, wie sich der Gang verändert 😉

Dadurch werden die Kräfte, die auf die Fuß-, Knie- und Hüftgelenke wirken, reduziert. In einer amerikanischen Studie wurde festgestellt, dass bei dem Tragen von Laufschuhen die Belastung auf die Kniegelenke um 37{4b5a1efddd1131e9264afc9ccb9772ccfd0f2110e65c4acc83c087e70caaf1e7} und auf die Hüftgelenke sogar um 54{4b5a1efddd1131e9264afc9ccb9772ccfd0f2110e65c4acc83c087e70caaf1e7} höher ist als beim Barfußlaufen.

Die Haltung wird verbessert

Viele Probleme von Knien, Hüfte oder auch Rücken haben ihre Ursache bei unseren Füßen – ähnlich wie bei einem Haus mit instabilem Fundament. Das kann jeder bei sich selbst ganz einfach nachvollziehen:

Stell dich einfach hin und schau auf deine Knie. Wenn du jetzt das Gewicht erst auf die Fußinnenseite und dann auf die Außenseite verlagerst, wirst du feststellen, dass sich deine Knie mit bewegen. Diese Bewegung geht wie eine Kettenreaktion hoch bis in die Halswirbelsäule. Stehen die Füße korrekt, ist der komplette Aufbau nach oben ebenso korrekt ausgerichtet. Eine dauerhaften Fehlstellung der Füße führt im Gegenzug also auch zu einer dauerhaften Fehlhaltung nach oben hin, die entsprechende Probleme verursachen kann.

Der Tastsinn der Füße wird trainiert

Ohne eine dicke Sohle unter den Füßen spüren wir den Boden viel intensiver. Unebenheiten, Steinchen, Gras und ähnliches können mit den Füßen ertastet werden und auch hier gilt: Training stärkt und so lernen die Füße wieder viel mehr zu spüren. Wir nehmen unser Umfeld (insbesondere den Boden) achtsamer wahr und dieses bewusste Wahrnehmen kann ähnlich wie autogenes Training zur Reduktion von Stress beitragen.

Die Füße werden unempfindlicher

Durch die vermehrten Reize der Fußsohlen wird die Fettschicht unter der Epidermis dicker, sodass man Unebenheiten (z.B. Steinchen) zwar wahrnimmt, sie aber keinen Schmerz mehr verursachen. Keine Angst vor Hornhaut, denn diese entsteht durch Reibung und Feuchtigkeit – was beim Barfußlaufen höchst selten vorkommen sollte.

Das Immunsystem wird gestärkt

Durch die Unebenheiten des Bodens werden unsere Fußreflexzonen massiert und damit der gesamte Organismus angeregt, sowie der Blutdruck reguliert. Die stärkere Durchblutung der Füße und die Tatsache, dass sie vermehrt der frischen Luft ausgesetzt sind, schützt auch ganz nebenbei vor Pilzbefall. Man muss auch keine Angst vor Erkältungen haben, wenn man mal durch feuchte Wiesen geht…solange man in Bewegung ist, darf man ruhig ein wenig an den Füßen frieren. Wie schon Kneipp wusste: “Kältereiz ist Lebensreiz” und nicht umsonst ist seine Kneippkur zur Stärkung des Immunsystems so anerkannt 😉

Und zu guter Letzt:

Wer barfuß läuft, dem kann man nichts in die Schuhe schieben! 😛

 


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Anregungen, Verbesserungsvorschläge und liebe Worte sind übrigens immer herzlich willkommen!



Against Bodyshaming

Du siehst aber schlecht aus….!

Kennst du den Spruch, gefolgt von einer Liste was alles nicht in Ordnung ist? Hast du dich danach tatsächlich schlecht gefühlt, obwohl vorher alles ok war? Dann könntest du ein Opfer von Bodyshaming geworden sein…auch wenn das zugegebener Maßen sehr oft nicht einmal böse gemeint sein muss und ein gedankenlos geäußertes Zeichen von Sorge sein kann 😉

Nachdem es viele, viele Jahre lang gesellschaftlich akzeptiert war, andere für ihr Aussehen zu diskriminieren, gibt es in der letzten Zeit immer mehr Kampagnen gegen Körperscham (engl. Bodyshaming). Die meisten verbinden mit Bodyshaming die Diskriminierung von Übergewichtigen…vermutlich, weil sich die meisten auch genau mit dem Problem identifizieren können (laut statistischem Bundesamt waren 2013 in Deutschland insgesamt 52{4b5a1efddd1131e9264afc9ccb9772ccfd0f2110e65c4acc83c087e70caaf1e7} übergewichtig und 16{4b5a1efddd1131e9264afc9ccb9772ccfd0f2110e65c4acc83c087e70caaf1e7} sogar stark übergewichtig).

Das war auch meine erste Erfahrung mit Bodyshaming. Als Kind macht man sich wenig Gedanken über den eigenen Körper. Sobald sich Kinder dann aber als Person begreifen, setzt erstmals Körperscham ein. Eine Studie hat herausgefunden, dass diese Entwicklung bei den meisten Kindern im Alter von 5 Jahren einsetzt – spätestens jedoch mit 7 sind alle Kinder „in der Lage“, sich für ihren Körper zu schämen. Und spätestens dann sollte man keinem Menschen etwas sagen, das sein eigentlich positives Verhältnis zu seinem Körper ändern könnte!

„Du bist zu dick!“

Nachdem ich immer ein dünnes Kind war, legte ich in der Pubertät extrem zu bis ich kurz vor dem Knacken der 100kg-Marke stand. Ich erinnere mich an unzählige Shoppingtouren, bei denen ich superhübsche Klamotten anprobiert habe und wie eine Presswurst aussah – ich gefiel mir selbst nicht und das war richtig schlimm! Noch schlimmer aber waren die Kommentare der anderen, die der Meinung waren, man müsste mir auch noch sagen, dass ich „zu dick“ sei. …vielleicht, weil ich keine Augen oder keine Ahnung habe oder so. Ich war eben dicker als normale Teenager….aber Moment…

Was ist eigentlich NORMAL?

Wenn ich so zurückdenke, habe ich mich mein Leben lang den Bewertungen und dem Urteil anderer Menschen ausgesetzt gefühlt und habe mich manchmal schwer damit getan, was „man macht“ und was nicht oder was „normal“ ist. Denn das war für mich oft gar nicht nachvollziehbar.  Der Duden sagt, normal bedeutet

1.1)  der Norm entsprechend; vorschriftsmäßig
1.2) so [beschaffen, geartet], wie es sich die allgemeine Meinung als das Übliche, Richtige vorstellt
1.3) (umgangssprachlich) normalerweise
2) (veraltend) in [geistiger] Entwicklung und Wachstum keine ins Auge fallenden Abweichungen aufweisend

Die Natur wollte, dass ich nicht „normal“ bin und jeder kann es sehen…

„Du bist zu groß!“

…denn ich steche allein aufgrund meiner Körpergröße heraus. Während die deutsche Durchschnittsfrau irgendwo bei ca. 1,65m liegt, bringe ich es auf stolze 1,82m und da ich recht früh ausgewachsen war, war ich in meinem Leben schon oft „zu  groß“ und habe mich oft dafür geschämt. Ich war zu groß für Kinderfahrgeschäfte, zu groß für knöchellange Hosen, zu groß für Jungs, zu groß für Männer, zu groß für einen Job (ja, auch hier haben viele Männer und teilweise sogar Frauen Probleme damit, große Frauen zu akzeptieren)…trotzdem habe ich mich irgendwann daran gewöhnt, überall „die Größte“ zu sein und Menschen zu ignorieren, sofern sie ein Problem damit haben. Ich kann meine Größe nicht ändern und habe sie akzeptiert. Nein, eigentlich sogar mehr…ich habe die schönen Aspekte daran zu schätzen gelernt und finde es inzwischen schön so groß zu sein <3

Jede Medaille hat zwei Seiten: Du findest mich zu groß? Dann bist du ganz offenbar zu klein…denn du hast ja scheinbar ein Problem und nicht ich! 😉

Die gegenteilige Erfahrung habe ich leider nie machen können…zumindest würde mir spontan nicht eine einzige Gelegenheit einfallen, zu der ich „zu klein“ gewesen wäre. Trotzdem denke ich, dass viele kleinere Leute vermutlich ganz genauso mit ihrer Größe zu kämpfen haben werden. Vielleicht mag ja der ein oder andere seine Erlebnisse hier mit uns teilen? 🙂

„Du bist zu dünn!“

Ich habe die Extreme der Gewichtsskala für meinen Körper in beide Richtungen erlebt. So wie ich meinen Körper mit fast 100kg kennengelernt habe, kenne ich ihn auch mit 58kg. Und ebenso wie ich mit 99kg „zu dick“ war, war ich nach Unterschreiten der 70kg-Marke „zu dünn“.

Was hier wiederum ganz interessant ist: Bei dünnen Menschen denken viele, es sei ok, sie dafür zu diskriminieren. Das war eine ganz neue Erfahrung. Dicke Menschen darf man nicht darauf ansprechen – das ist unhöflich, große bzw. kleine Menschen können nichts dafür und haben kaum Einfluss auf ihre Größe, da halten sich viele zurück. Dünne Menschen hingegen müssen unbedingt etwas ändern und das muss man ihnen auf jeden Fall sagen. Auch das ist respektlos und fällt unter Bodyshaming! Oh, da schießt sie jetzt aber mit Kanonen auf Spatzen… Wirklich? Ist „du musst mehr essen, du bist zu dünn“ wirklich etwas ganz anderes als „du musst abnehmen, du bist zu dick“?

Was ist Bodyshaming?

Jede Kritik am Körper eines anderen Menschen, die diese Person dazu bringt, sich für ihren Körper zu schämen, fällt unter Bodyshaming! Es ist egal, ob es aufgrund der Größe, des Gewichtes,  wegen abstehenden Ohren, einer schiefen Nase, schielenden Augen..wasauchimmer ist! Es ist jede Art negativer Kritik am Körper einer anderen Person – und kommt meist ungefragt und ist meist verletzend. …besonders schlimm, wenn die betroffene Person unter einer Krankheit leiden sollte! 😉

Was kann man tun?

Vor ein paar Jahren war mein eigenes Unwohlsein für mich die Motivation, mich endlich mit meinem Körper zu beschäftigen und mich vernünftig zu informieren.

Mit der Entscheidung etwas zu ändern und der Bereitschaft zu lernen habe ich mir den größten Gefallen getan, den ich mir hätte tun können. Vorher habe ich mich kaum bewegt, Sport gab es nie und ich habe alles zu mir genommen, was schmeckte. In der Zwischenzeit habe ich die Bedürfnisse meines Körpers kennengelernt, verstehe seine Signale und kann darauf eingehen. Und ich weiß, was er leisten kann. Durch dieses gute Verhältnis zu meinem Körper bin ich nicht mehr auf das Urteil und die Akzeptanz anderer angewiesen. Das war ein ziemlich cooler Nebeneffekt, mit dem ich eigentlich gar nicht gerechnet hatte 😀

Mein Fazit:
Lernt man sich und seinen Körper kennen und erfüllt seine Bedürfnisse, wird er alles geben, sich von seiner besten Seite zu zeigen.  Man lernt seine Stärken schätzen, an Schwächen zu arbeiten, Unveränderliches zu akzeptieren und stärkt zudem sein Selbstbewusstsein 🙂

Um selbst niemanden in die blöde Situation zu bringen, hilft Klopfers Motto:

„Wenn man nichts nettes zu sagen hat, soll man den Mund halten“ (aus Bambi).

Man kann es ohnehin nie allen Recht machen, jeder muss sich selbst gefallen und niemandem sonst! <3

 


Foto & Bearbeitung: Trash-Art by Dionisio Martena




Mein Festival-Workout

Festival & Sport? Mein Festival-Workout!

Schon vor ein paar Wochen habe ich davon berichtet, dass es ich mir ganz viele Gedanken darüber gemacht habe, ob man Sport und Festivals sinnvoll miteinander verbinden kann und habe nach anfänglichen Zweifeln für mich entschieden:

JA, es geht! Es kommt nur darauf an, was man tut…und so entstand mein Festival-Workout 🙂

Leider kam ich bisher nicht dazu, etwas davon zu zeigen. Aber das Warten hat sich gelohnt…denn zwischenzeitlich hat sich hinter den Kulissen ein bisschen was getan und es gibt ganz tolle Neuigkeiten:

Nach der Erstellung und dem erfolgreichen Test habe ich mein Festival-Workout beim Chaospony Verlag eingereicht und ganz tolles Feedback dazu bekommen. Selbst Laien konnten alles prima nachvollziehen und jaaaa… Mein Workout hat es in die mein Festival-Tagebuch Sonderedition geschafft! Nächste Woche wollen wir uns mal darüber unterhalten, wie es weitergehen könnte. 🙂

Du wartest seit dem letzten Festival-Beitrag darauf, endlich etwas von dem Workout zu sehen? Kein Problem, das habe ich versprochen und das halte ich! Daher hier nun auch FÜR EUCH:

 

Mein Festival-Workout

Mein Festival-Workout ist eine Zusammenstellung aus hauptsächlich leichten Dehnübungen, die den Körper ein klein wenig bei der Regeneration von „Festivalschäden“ unterstützen können.

Klar muss man für das Workout nicht zwingend auf ein Festival fahren oder irgendwelche Beschwerden haben! Ich habe es in der letzten Zeit immer wieder mal selbst gemacht und empfand es besonders morgens zum Start-in-den-Tag total angenehm. 😉

Da immer alles in Bewegung ist,  habe ich inzwischen versucht, hübschere „Püppchen“ selbst zu zeichnen statt fertige Strichmännchen-Grafiken zu nutzen. Sagen wir mal, es ist jetzt künstlerisch wertvoll und wir werden die Entwicklung der Püppchen über die Zeit beobachen 😛


~ Wir wärmen die Rückenmuskulatur auf und lösen Verspannungen im Rücken und Nacken ~

Seitliches Dehnen

SeitwärtsBeuge

Stelle dich mit gegrätschten Beinen gerade hin, die Knie sind gestreckt. Strecke den rechten Arm nach oben aus und neige den Oberkörper nach links, die linke Hand fährt dabei am linken Oberschenkel entlang nach unten und stützt das Gewicht. Achtung: Keinen Druck auf das Kniegelenk ausüben!

⇒ Halte die Position für 4 tiefe Atemzüge, dann ist die andere Seite dran.

Vorbeuge & Aufrollen

Vorbeuge Stand

Stelle deine Füße hüftbreit auseinander und beuge dich nach vorn, deine Knie sind leicht gebeugt. Du kannst mit den Händen deine Waden umfassen, sie auf dem Boden auflegen oder aber die Arme in verschränkter Haltung baumeln gelassen. Die Dehnung nach unten erfolgt ohne Kraft und allein durch das Körpergewicht / die Schwerkraft, Kopf und Nacken hängen locker (jeder dehnt so weit er kommt, bitte nichts erzwingen.)

⇒ Halte die Position für 4 tiefe Atemzüge.

⇒ Rolle Wirbel für Wirbel nach oben zurück in den Stand und streck dich.


~ Wir wecken den Kreislauf und stimulieren das Nervensystem ~

„Swing & Twist“

Swing_Vorbereitung Twist

Auch diese Übung sind wird im Stand durchgeführt, die Beine gegrätscht und gestreckt. Neige deinen Oberkörper mit geradem Rücken nach vorn in die Waagrechte und strecke die Arme seitlich aus. Der Blick geht zum Boden.

Einatmen: Drehe deinen Oberkörper langsam nach links, der linke Arm zeigt zum Himmel – der rechte Arm zum Boden. Dein Blick folgt dem Arm Richtung Himmel.

Ausatmen: Zurück zur Ausgangsposition und mit dem nächsten Einatmen ist die andere Seite dran.

⇒ Führe diese Übung für –4 tiefe Atemzüge im Wechsel (li – re – li -re) durch.

„Zelt im Wind“ (herabschauender Hund – Brett)

Vierfussstand

Aus dem Stand heraus gehen wir nun auf alle Viere (Vierfußstand auf Händen und Knien – Hände unter den Schultern, Knie unter der Hüfte), der Rücken ist gerade.

Hund Brett

Einatmen: Stelle deine Zehenspitzen auf, die Knie werden angehoben und der Po nach oben gedrückt, bis deine Beine gestreckt sind. Die Finger sind gespreizt und drücken in den Boden. Dein Kopf befindet sich in der Verlängerung der Wirbelsäule, wobei  Oberarme und Ohren auf gleicher Höhe sind.  Der Körper bildet also ein umgedrehtes V, wobei der Po nach oben und die Fersen nach unten ziehen.

Ausatmen: Gleite mit dem Ausatmen nach vorn. Die Hände sind unter den Schultern, die Beine bleiben gestreckt und der gesamte Körper wird lang gemacht, wobei der Blick nach vorn gerichtet und der Rumpf angespannt ist.

⇒ Wiederhole die Übung für 4 tiefe Atemzüge und lege dich dann auf dem Bauch ab.


~ Wir mobilisieren und stärken die Wirbelsäule  ~

„War da was?“ (Baby Kobra)

Kobra_Vorbereitung Kobra

Du liegst mit gestreckten Beinen auf dem Bauch. Die Fußrücken liegen auf und deine Stirn berührt den Boden. Stelle deine Hände auf Brusthöhe dicht neben dem Körper auf (Fingerspitzen zeigen nach vorn) und winkle die Arme an.

Einatmen: Spanne die Muskulatur in Beinen und Po an und hebe den Oberkörper etwas an, sodass der Blick leicht nach vorn geht.

Ausatmen: Mit dem Ausatmen legen wir uns wieder zurück in die Ausgangsposition.

⇒ –Für 4 tiefe Atemzüge wiederholen und abschließend auf dem Bauch ablegen.

„Kotzende Katze“ nach Patric Heizmann

Vierfussstand

Ausgangsposition ist wieder der Vierfußstand auf Händen und Knien (Hände unter den Schultern, Knie unter der Hüfte), der Rücken ist gerade.

Kotzende Katze   Katze

Einatmen:  Ziehe die Wirbelsäule in die Länge und schaue leicht nach vorn, der Rücken „hängt etwas durch“.

Ausatmen: Ziehe deinen Bauch zur Wirbelsäule, der Rücken rundet sich dabei zu einem Katzenbuckel, das  Steißbein zieht nach unten und der Blick geht zum Körper.

⇒ –Wenn du die Übung für 4 tiefe Atemzüge wiederholt hast, geht es direkt weiter mit der nun folgenden Entspannungsübung.


~ Wir reduzieren Müdigkeit, Schwindel und Kopfschmerzen und beruhigen die Verdauungsorgane ~

Stellung des Kindes

Kind Kind2

Senke den Po aus dem Vierfußstand heraus langsam zu den Fersen ab. Die Stirn berührt den Boden, der Bauch drückt sanft gegen die Oberschenkel. Du kannst die Arme entweder nach vorn ausgestreckt liegen lassen oder sie neben dem Körper ablegen. Bleibe in dieser Position so lange es dir gut tut 🙂

 


Wie gefällt dir mein Festival-Workout? 🙂

Anregungen, Verbesserungsvorschläge und liebe Worte sind immer herzlich willkommen!

…außerdem würde ich mich wahnsinnig freuen, wenn du mein Festival-Workout ausprobierst und uns an deinen Erfahrungen teilhaben lässt 😉



Foto & Bearbeitung: Nerd Hexe



WaterByDioTenaTrashArt

Willst du knusprig sein?

Unser Durstempfinden wird zunehmend unterdrückt

Günter Wagner vom Deutschen Institut für Sporternährung warnt im Gespräch mit FOCUS Online: „Unser Durstempfinden wird zunehmend unterdrückt.“ Das liege insbesondere an unserem schnelllebigen Alltag. Weiter erklärt der Experte: „Oft trinken wir kein Wasser, weil wir denken, wir haben dafür keine Zeit. Oder wir verdrängen es.“ Der Körper gewöhne sich daran. Aber genau das sei fatal. Wagner ist sich sicher: „Wenn jeder morgens mindestens ein Glas Wasser trinken würde, wenn er aus dem Haus geht, würden sich weniger Autounfälle ereignen.“ Quelle

Unser schnelllebiger Alltag führt also dazu, dass wir nicht mehr auf unseren Körper hören und seine Bedürfnisse nicht erfüllen…

Meine Pflanzen sind nicht tot, sie wachsen nur knusprig!

Pflanzen bestehen zu 50 – 90 {4b5a1efddd1131e9264afc9ccb9772ccfd0f2110e65c4acc83c087e70caaf1e7} aus Wasser und jeder kennt das Ergebnis von zu wenig Wasser: „knusprige Pflanzen“. Der Mensch ist den Pflanzen gar nicht so unähnlich, auch er ist ein „Wasserwesen“ und besteht im Schnitt aus 65{4b5a1efddd1131e9264afc9ccb9772ccfd0f2110e65c4acc83c087e70caaf1e7} Wasser. Daher ist es nicht weiter erstaunlich, dass dieses für ihn auch wichtiger als Nahrung ist. (Ohne Wasserzufuhr kann ein Mensch unter „normalen“ Bedingungen nur vier Tage überleben, während er ohne Nahrung ganze 60 Tage überstehen kann.)

Der Körper dehydriert, wenn er mehr Flüssigkeit verliert, als in den Körper hereinkommt.

Menschen werden im Vergleich zu Pflanzen zwar nicht gleich „knusprig“, ein bisschen ähnlich finde ich Folgen einer Dehydration aber trotzdem: das Blut wird zähflüssiger, dementsprechend muss das Herz mehr arbeiten, das Herz-Kreislauf-System ist seiner Leistung gemindert und die allgemeine Leistung sinkt. Auch Kopfschmerzen, ein trockener Mund, Müdigkeit und fehlende Kraft können Symptome einer Dehydration sein und es lohnt sich durchaus, erst einmal seine Flüssigkeitszufuhr zu prüfen, bevor man zu Medikamenten greift. Das kann ich aus persönlicher Erfahrung bestätigen, denn ich habe ja alle Fehler selbst gemacht und irgendwann dann auch gelernt, wie oft meine damaligen Beschwerden mit Flüssigkeitsmangel zusammenhingen.

Wie viel sollte man trinken?

Die Empfehlungen reichen „von bis“ und variieren. Das ist erst einmal nicht weiter tragisch, Menschen sind individuell und die Empfehlungen müssen es entsprechend auch sein, um überhaupt sinnvoll sein zu können.

Die meisten Empfehlungen bewegen sich um die 2 Liter pro Tag für einen Erwachsenen. In der Vergangenheit wurde sogar mehr empfohlen, bis man in Studien herausfand, dass eine zu hohe Flüssigkeitszufuhr zu einem Salzmangel führen kann. Auf der Seite der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. habe ich eine Übersicht von Referenzwerten nach Alter gefunden und ich denke, man fährt damit als groben Richtwert auch ganz gut:

Ein Erwachsener sollte demnach ca. 1,5 l Flüssigkeit durch Getränke zu sich nehmen.

Faktoren, die neben dem Alter den Bedarf beeinflussen sind  beispielsweise auch das Aktivitätslevel, die Umwelt (Klima etc.) und die Ernährung. Hier erzähle ich sicher nichts neues! Menschen, die sehr aktiv sind oder aber in heissen Regionen leben, haben natürlich einen sehr viel höheren Wasserbedarf als Couchpotatoes in einem kühlen Klima (…und nein, das ist jetzt keine neue Ausrede dafür wenig trinken zu dürfen 😉 ).

War das zu wenig?

Wusstest du, dass du bereits dehydrierst, wenn du Durst hast? Es ist tatsächlich so, dass dein Körper eben nicht jetzt gerade Wasser benötigt – er benötigt es schon seit einer Weile und das ist sein Weg, dir das zu zeigen. Trinkst du genug, wirst du an dem Tag keinen Durst haben. Fällt dir hingegen auf, dass du heute schon ein paar Mal durstig warst, könntest du zu wenig getrunken haben.

Ein weiterer Indikator für den Flüssigkeitshaushalt, den vermutlich jeder kennt, ist die Farbe des Urins. Während ein helles Gelb ein Zeichen für eine gute Wasserversorgung ist, wird die Farbe immer dunkler je dehydrierter der Körper ist.

Meine Methode

Ich schaue immer wieder nach neuen Dingen, die mir meinen Alltag erleichtern und mein Wohlbefinden steigern könnten. So stolperte ich eines Tages über die japanische Wassertherapie. Hier geht es darum, morgens zunächst auf nüchternen Magen 4 Gläser warmes Wasser nach und nach (nicht auf einmal!) zu trinken, dann weitere 45 Minuten nichts zu essen und nach dem gewohnten Frühstück wiederum zwei Stunden nichts zu essen.

Das passte gut in meine Morgenroutine, da ich ohnehin nicht gleich nach dem Aufstehen etwas essen kann. Zusätzlich versprach die Wassertherapie positive Nebenwirkungen:

  • Anregung von Kreislauf und Stoffwechsel (Anstieg der Stoffwechselrate um bis zu 24 {4b5a1efddd1131e9264afc9ccb9772ccfd0f2110e65c4acc83c087e70caaf1e7})
  • Einleitung von Entgiftungsprozessen
  • Vorbeugen gegen Sodbrennen und Magenverstimmung durch Verdünnung des Säuregehalts im Magen

Vor dem Hintergrund, dass ein Erwachsener pro Nacht ca. 0,5 Liter Flüssigkeit durch Schweiß verliert, machte es für mich Sinn das morgens gleich wieder aufzufüllen und ich beschloss, die Methode einfach mal zu testen.  Ich passte die Methode für mich an und so gab es jeden Morgen einen halben Liter warmes Wasser auf nüchternen Magen. Das fand ich besonders anfangs extrem gewöhnungsbedürftig…außerdem konnte ich selbst nach ein paar Wochen keine wirkliche Wirkung für mich feststellen. Eines Tages habe ich es einfach wieder gelassen und da passierte etwas interessantes: ich fühlte mich komisch und irgendwas stimmte nicht.

Am nächsten Tag habe ich es wieder mit meinem warmen Wasser versucht und fühlte mich wieder gut. Das habe ich ein bisschen hin und her getestet und ich muss sagen: Mir geht es damit tatsächlich besser! …davon mal ganz abgesehen, dass ich so schon einen großen Teil meines Tagesbedarfs gleich schon morgens gedeckt habe und die Chance auf das Erreichen meines Tagesziels rasant steigt 😉

Also?

Achte möglichst darauf, ausreichend Flüssigkeit zu dir zu nehmen, um deinem Körper die Symptome einer Dehydration zu ersparen. Wenn du dir nicht sicher bist, wieviel Wasser du trinken solltest, starte mit 1,5l am Tag. Dein Durst und dein Urin geben dir Hinweise darauf, ob du ausreichend getrunken hast. Experimentiere ein wenig und über die Zeit wirst du herausfinden, wieviel dein Körper braucht.  Und je länger du darauf achtest, umso stärker wirst du Zusammenhänge zwischen Wasserzufuhr und Wohlbefinden feststellen. Vielleicht bist du auch neugierig auf meine Form der Wassertherapie geworden und möchtest das mal ausprobieren? Ich würde mich freuen, wenn du mich an deinen Erfahrungen teilhaben lässt! 🙂

Achja…last but not least: Die beste Flüssigkeitsquelle ist selbstverständlich Wasser – keine Limonade, kein Eistee, kein Kaffee, keine Energydrinks, kein Alkohol, kein Saft! Einfach nur Wasser 😉

 


Mich interessieren deine Erfahrungen und Gedanken zu dem Thema!

Wie viel trinkst du? Hast du gute Tipps und Tricks, die du mit uns teilen magst? 🙂


 


Foto & Bearbeitung: Trash-Art by Dionisio Martena




SabrinaGarreFestival

Festival, Festival, Festival…und Sport?

Es ist eine Woche vor Pfingsten,  die Festival-Saison steht an und der ein oder andere freut sich sicher schon auf das heiß ersehnte Wochenende, an dem das Festival seiner Wahl stattfindet…

Nachdem ich mich schon echt lange gar nicht mehr mit dem Thema beschäftigt hatte, kam ich zufällig doch noch einmal dazu. Was ist passiert?

Das Chaospony und „Mein Festival-Tagebuch“

Der Chaospony Verlag hat vor nicht allzu langer Zeit ein ziemlich cooles Festival-Tagebuch herausgebracht. Die Beschreibung des Büchlein kann ich einfach nicht besser machen und da sie schon ein bisschen den Charakter des Tagebuchs zeigt, habe ich sie gleich mal bei Amazon geklaut:

Mein Festival-Tagebuch hält alles für dich fest – vom Einkaufszettel bei den allerersten Vorbereitungen über deine persönliche Packliste und Bandplanung bis hin zur Erinnerung daran, wer dir noch Geld schuldet. Es hilft bei der Suche nach dem perfekten Zeltplatz, merkt sich die Namen deiner Festivalbekanntschaften und bewahrt Fotos und Autogramme auf.  Mit einem Augenzwinkern begleitet dich das Büchlein auf ein Festival deiner Wahl und sucht sich hinterher einen Platz in deinem Bücherregal, um deine Erinnerungen an die tolle Zeit für dich festzuhalten. Lediglich beim Zeltauf- und Abbau ist es leider nicht behilflich.

Macht Sport auf Festivals Sinn?

Nachdem ich mich mit Sandra vom Chaospony Verlag vor einiger Zeit über das Festival-Tagebuch unterhalten hatte, habe ich mich gefragt, inwieweit Sport und Festivals überhaupt zusammen passen oder ob man während dieser Zeit besser nichts tut. Spontan würden viele sagen: „Ein Workout auf einem Festival – das passt doch überhaupt nicht!“. Mhm, ja! Ich glaube, das ist die normale Reaktion…

Aber fragen wir doch mal anders…“Warum denn nicht?“. Es gibt so viele Arten von Festivals *mittlerweile ja sogar Sport-Festivals* und belohnt man seinen Körper nicht eher durch Bewegung? Es muss natürlich die richtige Bewegung sein!

Als große Frau, die viele Jahre lang überhaupt keinen Sport gemacht und dafür umso mehr gearbeitet hat, hatte ich oft mit höllischen Kopfschmerzen zu kämpfen. Die Empfehlung: Wärme drauf und ab ins Bett schonen.  Wie schon auf meiner Über mich Seite beschrieben, musste ich mich irgendwann zwangsläufig mit Sport beschäftigen, um mich wohlzufühlen. So habe ich über die Zeit immer mehr über meinen Körper gelernt. Ich habe ihn besser gespürt und Zusammenhänge zwischen dem Training und meinem Wohlbefinden feststellen können. Ich habe gelernt, wie sich welches Training auf mich auswirkt und irgendwann waren sie wieder da: diese wahnsinnigen Kopfschmerzen. Aber dieses Mal war etwas anders…ich war anders und so habe ich mich zum allerersten Mal in diesem Zustand an Bewegung herangetraut und ein sanftes Yoga Workout gemacht. Und siehe da: Es hat mir gleich viel mehr gebracht als Wärme im Bett!

Was könnte man da machen?

Darum hat es mich furchtbar gefuchst! Also habe ich mir Gedanken darüber gemacht, was wohl bei so ziemlich allen Festivals gleich sein wird. Aus meiner eigenen Festivalerfahrung: Ich war ungewohnt lange auf den Beinen und bin ungewohnt viel gelaufen, ich habe den ganzen Tag laute Musik gehört, mein Rücken ächzt beim Gedanken an die viel zu kurzen Nächte mit Schlafsack und Isomatte mit einem Stein im Kreuz (der findet sich immer!), es gab Dosenravioli und viel zu viele ungesunde Getränke, sodass mir am nächsten Tag gerne mal die Haare weh getan haben. Leider kann ich mein schönstes Festival-Erinnerungsfoto nicht mehr finden – wenn ich es noch irgendwie bekommen sollte, werde ich es auf jeden Fall posten 😀

Das mag jetzt natürlich nicht repräsentativ sein. Ich könnte mir aber vorstellen, dass einige Leute zumindest eines der Wehwehchen kennen oder sich ohnehin sportlich betätigen und sich die Zeit für das Heraussuchen sparen mögen. So habe ich zunächst Übungen herausgesucht, die die von mir definierten Anforderungen erfüllen:

  • Fokus: Mobilisierung und Dehnung der Wirbelsäule gegen Rückenschmerzen, Aktivierung des Kreislaufs und der inneren Organe (insbesondere der Leber) gegen Kopfschmerzen und zum Alkoholabbau
  • Ausführung im Stand auf zwei Beinen oder in Bodennähe (-> geringes Schwank-/Sturzpotential, da die Koordinations- und Reaktionsfähigkeit unter Alkoholeinfluss *auch Restalkohol* nachlässt und man zudem nicht ausschließen kann, dass doch irgendein lustiger Mensch in stark aloholisiertem Zustand irgendetwas ausprobieren möchte)
  • Einfache Übungen, die möglichst jeder ausführen kann und die jeder so oder in abgewandelter Form kennt, um sie möglichst fehlerfrei durchführen zu können
  • Schonung des Kreislaufs durch langsame Übungen und tiefe Atemzüge als „Zeitgeber“

Ein Festival-Workout?

Aus dem daraus entstanden Set habe ich dann eine – aus meiner Sicht – hübsche Zusammenstellung aus hauptsächlich leichten Dehnübungen gezaubert, die den Körper ein klein wenig bei der Regeneration von „Festivalschäden“ unterstützen sollen. Sicherlich tun die Übungen ebenso gut, wenn sie im normalen Alltag gegen Kopf- und Rückenschmerzen und zur Stimulation der inneren Organe durchgeführt werden. 😉

Ich wollte alles auf möglichst ein, zwei Seiten packen – niemand will beim Sport viel rumblättern. So konnte ich also keine umfassende Beschreibung jeder Übung inklusive aller möglichen Fehler verfassen. War es trotzdem gut? Ein Test musste her! Der „glückliche“ Testkandidat war mein Partner, der überhaupt nichts von der ganzen Geschichte mitbekommen hatte. Übung für Übung wurde ihm ein Strichmännchen unter die Nase gehalten und der dazugehörige Text vorgelesen…und es war super! Die meisten Sachen kannte er zumindest vom Sehen und mit Bild inklusive Anleitung konnte er fast alles prima ausführen.

Dort wo Infos fehlten, wurden sie umgehend ergänzt. „Mein Festival-Workout“ war geboren.

Ja, aber…

Ein Workout auf einem Festival passt für mich mittlerweile ganz hervorragend. Es ist natürlich absolut wichtig, dass jeder auf sich selbst aufpasst! Trotzdem möchte ich schnell noch ein paar wichtige beachtenswerte Punkte erwähnen:

  • Körperliche Betätigung sollte nur nach einem (zumindest kleinen) Frühstück erfolgen. …und das Trinken nicht vergessen, am besten Wasser.
  • Wenn dein Körper angeschlagen ist, solltest du ihn schonend unterstützen und bitte nicht stark belasten.
  • Bei Schmerzen, Schwindel, Übelkeit oder Ähnlichem bitte sofort mit der Übung aufhören bzw. gar nicht erst damit anfangen! Was sich nicht gut anfühlt, tut nicht gut.
  • Wer einen richtigen Kater hat, sollte von sportlicher Betätigung absehen. Der Fachbegriff für „Kater“ ist Alkoholintoxikation – man hat Symptome einer zumindest leichten Alkoholvergiftung und damit hat der Körper dann genug  zu tun.
  • Während allen Übungen das ATMEN nicht vergessen!
Eigentlich wollte ich noch so viel mehr davon erzählen und schon einmal etwas zeigen, aber dann geht der Post heute vermutlich auch nimmer online…
Da kommt aber auf jeden Fall noch was. Versprochen!  😉

 


Was denkst du? Passten Festivals und Workouts zusammen? Welche Erfahrungen hast du gemacht?

ACHTUNG: Bis Montag, den 29.05.2017 um 20.00 Uhr hast du die die Gelegenheit ein Exemplar des Festival-Tagebuchs auf der Chaospony-Seite zu gewinnen: HierGehtsLang



Foto & Bearbeitung: Nerd Hexe



SabrinaGarreBodyMindSoul

Warum du bist, was du isst…

Du bist, was du isst!

Wer hat diesen uralten Spruch nicht schon tausendfach gehört? Mich hat er vermutlich mein ganzes Leben lang begleitet und ich habe ihn nie verstanden…
Wenn ich das hier so schreibe, komme ich mir fast schon ein bisschen doof vor. „Wie kann man einen so einfachen Satz nicht verstehen?“ Aber es geht in dem Fall nicht um verstehen können, sondern um verstehen wollen! Denn hätte ich den Satz verstehen wollen, hätte ich wohl ziemlich sicher darüber nachgedacht. Habe ich aber nicht…und das ist auch ok so. Die Erkenntnis kam somit spät, aber besser als nie und wie das so ist: Hinterher wundert man sich sowieso immer, warum man nicht früher darauf gekommen ist. 🙂

Warum könnte da etwas dran sein?

Entstanden aus einer einzigen winzig kleinen Zelle, besteht ein erwachsener Mensch aus durchschnittlich 100 Billionen (anschaulicher: 100 000 000 000 000) Zellen. Diese sind zum Teil sehr spezialisiert und funktionieren nur zusammen mit anderen, sodass die Zellen eines Körpers letztlich als ein einziges gigantisches Team zusammen arbeiten. Zwischen diesen beiden Zuständen muss etwas zu der ersten winzigen Zelle dazugekommen sein…also, allein von der Masse her, erwachsene Menschen sind ja nun mal deutlich größer als eine Zelle. Woher hat nun die erste Zelle, haben die ersten Zellen, hat der Körper die Bausubstanz für das Erschaffen neuer Zellen und Strukturen bekommen? Richtig: Aus der Nahrung.

Bist du wirklich, was du isst?

Bis zur Geburt ist das Menschlein nahrungstechnisch komplett auf die Mutter angewiesen (die Nährstoffe selbst kommen direkt über die Nabelschnur). Wer möchte, kann also sagen, der Mensch ist eigentlich erst einmal das, was seine Mutter isst. 😀
Mit der Geburt ist die körperliche Verbindung zur Mutter gekappt und das Menschlein beginnt, seine Nahrung über den Mund aufzunehmen. Es beginnt zu essen – auch wenn das in den ersten Monaten mit Milch und Brei vielleicht nicht jeder so wirklich als „essen“ bezeichnen mag…

An diesem Punkt frage ich mich jetzt gerade, was genau „essen“ überhaupt ist.
Der Duden bietet drei Bedeutungen: 1. [feste] Nahrung zu sich nehmen, 2. als Nahrung zu sich nehmen, verzehren und 3. durch Nahrungsaufnahme in einen bestimmten Zustand bringen. Bei fester Nahrung sind wir uns sicher alle einig, aber was ist jetzt mit flüssiger Nahrung? Gehe ich davon aus, dass ich Suppe esse, essen Babys dann nicht auch Milch?
Hierüber kann man wunderbar philosophieren und das überlasse ich gerne euch 🙂

Das Menschlein beginnt also zu essen und sein Körper verwertet die Nahrung selbst (statt die Nährstoffe angeliefert zu bekommen). Der Körper wächst und im Erwachsenenalter ist ein Großteil der körperlichen Entwicklung abgeschlossen – das Wachstum geht in die Breite statt in die Höhe 😉

Ja, du bist was du isst!

Um jetzt noch einmal die Kurve zu dem Eingangsstatement zu bekommen…
Der menschliche Körper befindet sich in einem Zustand permanenter Wartung bzw. Erneuerung. Pro Sekunde werden ca. 50.000 Zellen neu geschaffen und genauso viele sterben. Wie häufig sie ersetzt werden ist abhängig von der Art der Zellen.

Eindeutige, umfassende und wissenschaftlich fundierte Informationen über die Lebensdauer von menschlichen Zellen zu erhalten gestaltet sich teilweise schwierig. Bei sich schnell erneuernden Zellen, wie beispielsweise der Haut, liegen gesicherte Erkenntnisse vor. Für langlebige Zellen hingegen nicht – so ist noch nicht klar, wie schnell sich gewisse Stellen in Hirn oder Herz erneuern. Um diese Informationen zu erhalten, müsste man das Verfahren aus der Forschung mit Tieren auf den Menschen übertragen und Menschen schon bei der Geburt mit radioaktiven Markern versehen – was ganz sicher nicht so schnell geschehen wird! Einig scheint sich die Wissenschaft bisher darüber zu sein, dass sich der Körper „im Schnitt“ alle 7 bis 10 Jahre erneuert. Detailinformationen weichen jedoch je nach Quelle immer wieder von einander ab.

Dein Körper hat alle Zellen, aus denen du heute bestehst, aus der Nahrung gebaut, die du ihm gegeben hast.

You are what you eat! So don’t be fast, cheap, easy or fake. 😉

 


Foto & Bearbeitung: Nerd Hexe


SabrinaGarre BodyMindSoul WillkommenImExperiment

Willkommen im Experiment!

Ich gehöre zu den Teilnehmern eines gigantischen Experiments – eines Experiments, das es in diesem Rahmen noch nie gegeben hat. Du übrigens auch…warst du dir dessen bewusst?
Vor dem Experiment…

Im Laufe der Evolution hat sich der Körper unserer Vorfahren immer wieder verändert und sich an sich ändernde Umweltbedingungen und Nahrungsquellen angepasst. Ein ganz entscheidender Schritt in der Evolution des modernen Menschen war die Entwicklung des aufrechten Ganges. Dies ermöglichte uns den Gebrauch der Hände zur Feinmotorik und somit ein Leben als „Jäger und Sammler“. Die Stärksten *also die Fittesten* überlebten. Der Mensch entwickelte sich zu einem Dauerläufer, was ihm in der Jagd im Vergleich zu anderen Tieren Vorteile bescherte.

Seit dieser Zeit hat sich unsere Anatomie nicht mehr wesentlich geändert. Man kann also sagen, dass unser Körper mehr oder weniger aus der Steinzeit kommt. Bis zur Erfindung des Bürojobs war das auch überhaupt kein Problem, denn bis zu diesem Zeitpunkt galt das Prinzip „Körpereinsatz gegen Nahrung“. Wer sich nicht körperlich betätigte, hatte eben nichts zu essen und so war es normal, sich den ganzen Tag zur Nahrungsbeschaffung zu bewegen.

Ein Experiment mit unvorhersehbaren Konsequenzen…

Durch die rasante gesellschaftliche Entwicklung in den letzten paar hundert Jahren besitzen wir heutzutage Maschinen für nahezu jede denkbare Aufgabe. Menschen leisten vermehrt geistige statt körperlicher Arbeit und selbst ein großer Teil der Hausarbeit wird uns von Maschinen abgenommen. Wir müssen unseren Körper nicht mehr aktiv zur Nahrungsbeschaffung einsetzen und ein Großteil der Bevölkerung verbringt sowohl Arbeit als auch Freizeit im Sitzen, wodurch wir uns heute um zwei Drittel weniger als noch vor 100 Jahren bewegen.

Das Blöde daran ist nur, dass die körperliche Evolution überhaupt nicht mit dem Tempo der gesellschaftlichen Entwicklung Schritt halten kann. Auch heute ist der Mensch anatomisch noch immer ein Läufer und kein Sitzer. Wird er dem nicht gerecht, ist sein Körper chronisch unterfordert.

Da die Natur nach dem Prinzip „Was nicht wächst, stirbt“ arbeitet, baut unser Körper also ohne regelmäßige Bewegung immer weiter ab. Mangelnde Bewegung ist als ein Grund für viele Zivilisationskrankheiten bekannt und ein ernst zu nehmendes Thema. Diverse Studien belegen zusätzlich eine kontinuierliche Zunahme in BMI und Adipositas über alle gesellschaftlichen Gruppen hinweg – unabhängig von Rasse, Bildung und Einkommen. Das ist doch erschreckend, oder?

In der gesamten Evolution hat „kein Mensch“ so viel gesessen, wie der moderne Mensch heute…und wir beginnen gerade erst, die vollständigen Auswirkungen davon zu erfassen… Willkommen im Experiment! 

Und nun?

Kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken! Wer bis ins hohe Alter gesund und leistungsfähig sein möchte, kann etwas für sich tun. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt für Erwachsene eine intensive sportliche Betätigung von mindestens 150 Minuten pro Woche. Sie zählt aber auch Freizeitbeschäftigungen (z.B. Spazieren, Gartenarbeit, Tanzen…) und Arbeiten im Haushalt dazu.

Du musst also nicht gleich zum Leistungssportler mutieren! Schon 30 Minuten sportliche Betätigung an 3 – 5 Tagen in der Woche können Jahre zur Lebenserwartung beitragen. Ich weiß, wie schwer es ist, sich gerade am Anfang dazu zu motivieren. Vermutlich kenne ich jede erdenkliche Ausrede von mir selbst. Meine Erfahrung hat mir aber gezeigt, dass es sich auf jeden Fall lohnt und *ohne Quatsch* tatsächlich irgendwann richtig viel Spaß macht! 😉


Mich interessieren deine Erfahrungen und Gedanken zu dem Thema 🙂

Bist du Arbeit- / Freizeit-„Sitzer“? Wie viel intensive sportliche Betätigung schaffst du pro Woche?


Body - Mind - Soul

Warum „Body – Mind – Soul“?

Typisch ich, habe ich mir unendlich viele Gedanken über den Namen meines Blogs gemacht. Ich habe Ideen gesammelt, mit vielen Leuten gesprochen, viel gelesen und sehr viel liebe Unterstützung bekommen. Nachdem einige Wochen mit der Namenssuche vergingen, waren einige ganz coole Namen gefunden. Trotzdem war irgendwie nichts dabei, bei dem ein „Genau, das ist es!“ aufkam. Was hatte ich an diesen ganzen Namen auszusetzen? Ich konnte mich nicht damit identifizieren, sie waren nicht ich.

Ja und so bin ich einfach ich: Sabrina Garre. In Kombination mit dem, was mich meiner Meinung nach ausmacht.
Mit dem, was mich interessiert und fesselt – zusammengefasst in drei Begriffen: Body – Mind – Soul.

Warum „Body – Mind – Soul“?

Body

Seit ca. 4 Jahren beschäftige ich intensiv mit den Themen Fitness und gesunde Ernährung – aus einer Not heraus. Mein langjähriges Gewichts-Jojo, mit dessen Hilfe ich mich immer trotz extremer Unsportlichkeit in einem gewissen Wohlfühl-Rahmen bewegte, hat mich mit einem Mal verlassen. Schleichend hat sich Kilo um Kilo angesiedelt, bis ich ein ernsthaftes Klamottenproblem bekam (mein Kleiderschrank umfasste zu dem Zeitpunkt alles von Größe 34 bis 42). Es war mir zu teuer alles noch einmal in der nächsten Größe zu kaufen und so richtig wohl fühlte ich mich auch nicht. Ich musste an mir arbeiten!

Eine Lösung musste her, die ich gut in meinen Alltag als Beraterin mit deutschlandweitem Einsatz integrieren konnte und das ging für mich am besten in Eigenverantwortung. So habe ich unzählige Stunden in Recherche investiert, nach über 15 Jahren wieder mit Sport begonnen, diverse Sportarten/-programme und Ernährungsstile ausprobiert…und mein Ziel erreicht.  🙂 Du möchtest gern wissen, was ich alles ausprobiert habe und welche Erfahrungen ich damit sammeln durfte? Kein Problem! Die Posts, die sich mit diesen Themen befassen, kommen nach und nach in die Kategorie „BODY“ hinein.

Mind

Mein Leben lang habe ich mich schon für Psychologie interessiert – mit Fokus auf Persönlichkeitsentwicklung, Selbstoptimierung und Glücklich sein. In den vergangenen Jahren habe ich mich dann verstärkt mit verschiedensten psychologischen Erkrankungen und Heilmethoden beschäftigt. Dieses Wissen hilft mir zum einen,  meine eigenen Päckchen besser zu tragen und andere beim Tragen ihrer Päckchen zu unterstützen. Zum anderen war es mir möglich zusätzliche Erkenntnisse darüber zu gewinnen, warum Menschen wie ticken und wie stark sich der Geist auf den Körper auswirkt.

Es ist ein wirklich wahnsinnig spannendes Thema und es fesselt mich immer wieder, wie stark man doch auf sich selbst und sein Wohlbefinden Einfluss nehmen kann. Somit dürfte sich die Kategorie „MIND“ fast selbst erklärt haben 😉

Soul

In meiner Welt kann man nur glücklich sein, wenn es Körper, Geist und Seele gut geht und so habe ich immer wieder einmal kleine Dinge, die ich für meine Seele tue. Als kleiner Träumer *insbesondere was Tiere, Umwelt und ein freundliches Miteinander angeht*  ist es manchmal nicht ganz einfach, Verständnis für „die Welt da draußen“ zu haben. So versuche ich, sie immer wieder ein kleines bisschen besser zu machen. Meine *zugegebenermaßen manchmal recht ungewöhnlichen* „Seelen-Projekte“ und meinen Gedanken dazu werden sich im Laufe der Zeit in der Kategorie „SOUL“ tummeln.

Body – Mind – Soul ergibt für mich ein rundes Bild – Gesundheit und Wohlbefinden für Körper, Geist und Seele!
Nach meinem Empfinden spiegelt es mich und das, was mich bewegt und über das ich bloggen möchte sehr gut wider. 🙂

 


An dieser Stelle noch ein ganz großes Dankeschön an die lieben Leute, die sich Zeit genommen haben, um mich zu unterstützen:

  • meinen Partner und Fotografie-Lehrer DioTena
  • das Chaospony, das mich überhaupt erst zu meinem Blog ermutigt hat und mir während der ganzen Zeit beistand – ohne dich wäre das hier nie entstanden!
  • meine Fotografin und Bearbeitungsguru, die Nerd Hexe
  • meine Schwester und ihre Ohana-Gruppe für das Brainstormen und Feedback

Ihr seid die Besten :-*


 

 


Foto: Trash-Art by Dionisio Martena


 

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