Stehst du morgens gerne auf?

Für mich ist es zur Zeit eine wahre Wonne morgens aufzustehen. Warum? Unsere kleine Tochter macht ihre Augen auf und begrüßt jeden neuen Tag mit einem Strahlen im Gesicht. Das ist wunderschön anzusehen und ich hoffe, dass sie das für ihr ganzes Leben beibehalten wird. <3

Dieser Gedanke gab für mich den Ausschlag, darüber nachzudenken, weshalb es wohl bei den meisten Menschen eben gerade nicht so ist. Und ich habe mich an etwas erinnert, das mir ganz besonders während meiner Ausbildung zur Yogalehrerin aufgefallen ist: die meisten Menschen machen kein glückliches Gesicht. Früher war ich selbst meist gestresst und habe wenig auf meine Mitmenschen geachtet. Wenn ich beispielsweise einkaufen ging, kam es oft genug vor, dass ich an Bekannten glatt vorbeigelaufen bin, weil ich sie schlichtweg nicht wahrgenommen habe. Ich habe mich auf mich und das was ich gerade tat konzentriert, für mehr war kein Platz. Doch durch die erhöhte Achtsamkeit nahm ich irgendwann mehr von meiner Umwelt wahr und sah immer öfter in die Gesichter der anderen.

Hast du schon einmal bewusst darauf geachtet, was deine Mitmenschen für ein Gesicht machen?

Sehr viele Menschen sehen traurig aus oder gucken sogar richtig böse. Geht man dann mit einem Lächeln im Gesicht an ihnen vorbei und schaut sie an, reagieren sie oft irrtiert. Freundlichkeit Fremden gegenüber ist scheinbar seltsam. Sogar Kinder sind es nicht gewohnt, von Fremden freundlich behandelt zu werden. Letztens hat ein Kind den Einkaufswagen seiner Mutter geschoben und machte mir Platz, wofür ich mich ganz selbstverständlich bedankte. Ihr hättet mal die Überraschung in dem kleinen Gesicht sehen müssen…

Und so kam es, dass ich mit ein paar lieben Leuten aus meiner Ausbildung darüber sprach und witziger Weise haben sie dieselbe Erfahrung gemacht. Eine Kollegin ist immer zur Ausbildung gependelt und erzählte von den Menschen in der Bahn. Auch ihr fiel auf, wie böse die Menschen gucken und wie unfreundlich sie oft behandelt wurde – und das grundlos. Also fragten wir uns, wieso das wohl so ist.

Warum ist das so?

Letztlich kamen wir zu der Vermutung, dass einfach extrem viele Menschen total unzufrieden mit ihrem Leben sind. Vermutlich machen viele einen Job, der ihnen nicht gefällt, um ihre Rechnungen zu bezahlen. Ein Kollege beklagte sich irgendwann einmal bei mir, dass er ja wenig Perspektiven habe. Schließlich sei er Familienvater und müsse das Geld ranschaffen, um das Haus, das Auto und alles weitere für seine Familie bezahlen zu können. Und so macht er eben seinen Job – glücklich erschien er mir aber nicht. Das passt ganz gut zu meinem letzten Blogbeitrag (Glück kann sich jeder leisten). Ich glaube, er wäre mit einem kleineren Haus und einem kleineren Auto sehr viel glücklicher, wenn er dafür einen Job machen könnte, der ihn mit Freude erfüllt. Oft sind es gerade die Prestigeobjekte, für die wir uns in wahnsinnige Unkosten stürzen ohne sie wirklich zu benötigen. Man kauft Dinge, die man nicht braucht – mit Geld, das man nicht hat – um Leute zu beindrucken, die man nicht mag. Statt sich einfach nur darauf zu besinnen, was einem persönlich wirklich wichtig ist. Und das ist nicht zwingend die Limousine deutscher Markenhersteller. Wahrscheinlich geht es aber vielen Menschen so wie meinem lieben Kollegen. Und so laufen sie in ihrem Hamsterrad und zählen die Jahre bis zur Rente.

Das würde dann auch erklären, warum es so viele Sprüche gibt, die den Montag verteufeln und das Wochenende feiern. „Endlich Freitag!“…“Fre:)tag“…“Fri-Yay“…“Montags könnt ich kotzen!“…“Montag – das F steht für Freude!“…“Ich fühl mich krank – ich glaub, ich hab Montag!“…

Es fängt in der Schulzeit an…

Ich kann mich daran erinnern, dass es mir schon in der Schulzeit so ging. Man quält sich durch die Woche, um das Wochenende zu genießen. Eigentlich ist das richtig schlimm. Warum wird Kindern in der Schule nicht vermittelt, dass Lernen wahnsinnig toll sein kann? Unsere Welt strotzt nur so vor kleinen Wundern. Die Naturwissenschaften sind doch eigentlich total spannend, weil sie diese Wunder zu erklären versuchen. Sprachen ermöglichen uns die Kommunikation mit anderen Menschen und durch das Erlernen von Fremdsprachen können wir mit so viel mehr interessanten Menschen sprechen. Künstlerische Fächer zeigen uns, wie wunderschön Dinge sein können oder über welche interessanten Fragen andere bereits philosophiert haben. Sport ist dazu ein toller Ausgleich und die Kinder lernen, auf wie viele Arten ihr Körper etwas leisten kann.

…und geht mit der Arbeit weiter

Die Arbeitswelt ist ähnlich spannend und mit dem richtigen Job geht man auch gerne arbeiten. Wenn ich zum Beispiel eine Yogastunde geben darf, freue ich mich schon vorher richtig darauf. Danach bin ich glücklich, weil ich meinen Teilnehmern mit der Stunde etwas Gutes tun konnte und ich ihnen ansehe, dass meine Arbeit etwas zum Positiven verändert. Ich sehe einen Sinn darin.

Es gibt nur leider das Problem, dass niemand die Kinder auf das Arbeitsleben vorbereitet. Sie kennen ihre Stärken und Schwächen nicht und haben im seltensten Fall eine gute Persönlichkeitsentwicklung hinter sich. Sie entscheiden mit 16 oder 19, welchen Weg sie einschlagen wollen. Und so lernen sie irgendwas, was ihnen vielleicht gefallen könnte und machen dann im schlimmsten Fall irgendwann einen Job, der sie nicht erfüllt und der überhaupt nicht zu ihnen passt. Aber Sicherheit ist wichtig, ebenso wie ein gerader Lebenslauf – wer stellt dich denn sonst noch ein? Und so sind die Kinder dann erwachsen und müssen ihren Job bis zur Rente machen, um Rechnungen zu bezahlen für Dinge, die man eben so haben muss als erfolgreicher Mensch… Das war schon immer so und schließlich machen es alle so.

Wir sollten alle viel öfter hinterfragen, ob etwas wirklich richtig ist, nur weil es alle tun und unsere ganz eigenen Prioritäten setzen.
Dann gäbe es vermutlich viel mehr lächelnde Gesichter da draußen – und das sogar Montags morgens. 😉
SabrinaGarre Glück

Glück kann sich jeder leisten!

Wer kennt das nicht – die ewige Suche nach dem Glück…

Wenn ich diesen Job habe, bin ich glücklich. Wenn ich dieses Einkommen habe, bin ich glücklich. Wenn ich dieses Auto habe, bin ich glücklich. Wenn ich diese Wohnung / dieses Haus habe, bin ich glücklich. Wenn ich mir diesen Urlaub leisten kann, bin ich glücklich. Wenn, wenn, wenn….und wann ist man tatsächlich glücklich?

In meinem Leben habe ich schon viele tolle Dinge genießen dürfen – nicht zuletzt dank meines Jobs in der Unternehmensberatung. Ich habe gut verdient, konnte mir neben dem was man sich im Alltag so wünscht einen grandiosen dreieinhalbwöchigen Urlaub in Thailand leisten und habe viele wirklich tolle Städte gesehen. Ich wohnte in den besten 5-Sterne-Hotels, in denen man mir jeden Wunsch erfüllte. Dazu bin ich komfortabel gereist – entweder im Flieger, erster Klasse im ICE, ich habe mir einen Wagen gemietet (den ich mir selbst niemals leisten kann) oder wurde sogar von einem Chauffeur gefahren.

Das war alles wirklich richtig klasse und ich habe es sehr genossen! Aber macht es wirklich glücklich?

Was ist Glück?

Laut Duden ist Glück eine „angenehme und freudige Gemütsverfassung, in der man sich befindet, wenn man in den Besitz oder Genuss von etwas kommt, was man sich gewünscht hat; Zustand der inneren Befriedigung und Hochstimmung„.

Bedürfnisse

Jeder Mensch hat Bedürfnisse. Das heißt: Man verspürt einen Mangel und möchte diesen beseitigen. Nun gibt es verschiedene Arten der Einteilung von Bedürfnissen. Für unsere Betrachtung konzentrieren wir uns auf die Unterscheidung nach der Materialität. So unterscheiden wirmaterielle und immaterielle bzw. soziale Bedürfnisse.

Materielle Bedürfnisse

Materielle Bedürfnisse sind Wünsche nach Besitz oder Nutzung von Dingen, die man mit Geld kaufen kann.

Das Blöde bei der Erfüllung dieser Bedürfnisse ist nur, dass die dabei entstehenden Glücksgefühle im Normalfall nur von kurzer Dauer sind. Man gewöhnt sich an das, was man besitzt und verlangt immer mehr. Das führt aber letztlich nur dazu, dass man seinem Glück immer weiter hinterher jagt und keine Chance hat jemals für eine längere Zeit wirklich glücklich zu sein. Das kennt sicher jeder. Ich bin beispielsweise anfangs bei dem Anblick meiner Hotelzimmer absolut aus dem Häuschen geraten. Nach einiger Zeit war es dann ganz normal so zu wohnen und irgendwann fand sich selbst bei dem tollsten Hotel etwas zu meckern.

Statistiken zeigen, dass Geld nur glücklich macht, wenn man wirklich arm ist. Hat man aber genug, um seine Grundbedürfnisse (einfache, auch bei geringen Ansprüchen zum Leben notwendige Bedürfnisse, wie z.B. Nahrung oder Kleidung) zu erfüllen, führt mehr Geld keineswegs zu mehr Glück.

Würde der Konsum materieller Dinge wirklich glücklich machen, müssten ja alle Reichen und Schönen glücklich sein. Sie haben viel Geld, tolle Häuser, grandiose Karrieren, viel Macht und sie können sich alles leisten. Doch genau über diese Menschen liest man immer wieder, dass sie Probleme mit Depressionen haben, Alkohol und Drogen missbrauchen oder sich im schlimmsten Fall sogar das Leben nehmen. Ganz überraschend ist das nicht. Wenn man alle Dinge bekommen hat, die man sich jemals wünschen könnte und plötzlich feststellt, dass man noch immer nicht glücklich ist…was dann?

Immaterielle Bedürfnisse

Immaterielle Bedürfnisse entsprechen dem Wunsch nach Sicherheit, Geborgenheit, Liebe, Ansehen oder eben auch Glück.

Zwischen beiden Arten von Bedürfnissen gibt es eine enge Verbindung. Oft werden immaterielle Bedürfnisse (insbesondere die nach Anerkennung und Zugehörigkeit) durch den Besitz materieller Dinge befriedigt. Beispielsweise wird Kleidung nicht nur gekauft, um etwas zum Anziehen zu haben. Statt dessen leistet man sich teure Designerkleidung für das Gefühl zu einer angesehenen Bevölkerungsschicht zu gehören und so das eigene Selbstbewusstsein zu stärken.Um nachhaltig glücklich zu werden, hilft das aber leider nur bedingt.

Denn besitzt man erst einmal ausreichend Geld zur Erfüllung der Grundbedürfnisse, zählen immaterielle Dinge weitaus mehr für das menschliche Glück. Zu den wichtigsten Glücksfaktoren zählen gemäß den World Happiness Reports z.B. eine stabile Beziehung, Kinder, Freundschaft, Geselligkeit, Gesundheit oder auch ein den eigenen Fähigkeiten entsprechender Beruf. Außerdem halten im Vergleich zu den materiellen Bedürfnissen die Glücksgefühle bei der Erfüllung solcher immaterieller Bedürfnisse länger an.

Was macht mich glücklich?

Ich kann das aus persönlicher Erfahrung nur bestätigten. Während ich so viele tolle materielle Dinge genoss, war ich wirklich glücklich. Doch das war ich nur für eine kurze Zeit. Nach ein paar Jahren habe ich mit Freude das schönste 5-Sterne-Hotel für eine Übernachtung im eigenen Bett getauscht. Ich gebe dem simpelsten selbst gekochen Gericht den Vorzug vor jedem noch so schicken Restaurant. Ich tausche aufwändige Veranstaltungen gegen Zeit mit Freunden. Denn was bringt mir das schönste Zimmer, das herausragendste Gericht oder die größte Veranstaltung, wenn ich es nicht mit einem geliebten Menschen teilen kann?

Mein allergrößtes Glück habe ich in diesem Jahr gefunden: Ich habe die Liebe meines Lebens geheiratet und mit ihm eine Tochter bekommen. Diese beiden Menschen machen mich glücklicher als alles andere auf der Welt und insbesondere durch unsere Tochter lernte ich, zu wieviel Liebe ein Mensch fähig ist. #Mutterliebe

Hattest du schon einmal etwas angesehen und Tränen in den Augen, weil es dich so unendlich glücklich macht? Dein Haus, dein Auto, deinen Arbeitsplatz, deine Gehaltsabrechnung, deine Urlaubsbuchung….?

Glück kann man nicht kaufen!

Was einen Menschen nachhaltig glücklich macht sind also gar keine Dinge. Man kann Glück nicht kaufen – egal wieviel Geld man investiert. Und das bedeutet, dass es sich wirklich jeder leisten kann. Denn für das, was wirklich nachhaltig glücklich macht, muss man Zeit investieren. Für die Pflege einer guten Partnerschaft, für Treffen mit Freunden, für eine gesunde Ernährung und Sport, für das Besinnen auf die eigenen Fähigkeiten etc.. Und wir haben alle gleich viel Zeit – nämlich 24 Stunden am Tag. Es liegt ganz bei uns, wie wir sie nutzen.

Viele werden sich jetzt denken: „Die hat gut reden, ich muss meine Schulden abtragen, mein Haus und mein Auto abbezahlen und so weiter. Dafür muss ich viel arbeiten, um genug Geld zu verdienen.“ In dem Fall kann man sich aber auch einfach mal fragen, ob man wirklich das große Haus und das teure Auto benötigt und ob es nicht vielleicht doch eine kleinere Version auch tut. Oftmals braucht man materielle Dinge gar nicht wirklich und besitzt sie nur, um andere zu beeindrucken und zu zeigen, dass man „es geschafft hat“.

Also:
Frage dich, was dich wirklich glücklich macht und nutze deine Zeit doch lieber dazu, glücklich zu sein statt teure, leblose Dinge anzuhäufen! <3

 


Foto: beloved little Sister

Bearbeitung: TrashArt


 

Krieger2_SGarre

Wünsche sind da, um erfüllt zu werden!

„…was, wenn es nicht funktioniert?“

Wie jeder Mensch, habe ich Dinge, die ich sehr liebe, und Wünsche, die ich seit Jahren mit mir herumtrage. Sie umzusetzen war aber mit der sehr ängstlichen und negativen Einstellung, die ich früher hatte, so gut wie unmöglich! Alles wurde immer bis ins kleinste Detail geplant und für alle Eventualitäten musste es einen Plan B geben. Ich habe immer versucht, alles „richtig“ zu machen…für eigene Wünsche außerhalb der Norm war kein Platz!

Abitur, Ausbildung mit Weiterbildung (statt Bühnenbildner lerne ich lieber was sicheres und gehe ins Büro), Bachelor-Studium (selbst wenn man grad mal eine CD brennen kann, muss man unbedingt was mit Informatik studieren – weil zukunftsorientiert!), ein guter Job in der Unternehmensberatung – dann parallel dazu noch ein Master-Studium (IT) in Teilzeit…und natürlich müssen die Noten immer hervorragend sein, denn sonst hat man ja auf dem Arbeitsmarkt gar keine Chance! An dieser Stelle  mal ein dickes Sorry an alle lieben Kommilitonen, die meinen Perfektionismus jahrelang klaglos ertragen haben – ich danke euch für eure Geduld! <3
Das Aussehen musste immer schön dem Kontext angepasst sein, bloß nicht auffallen und aus der Rolle fallen! Immer schön mitspielen, so wie es von einem erwartet wird! …nur, um mal ein paar Beispiele zu nennen 😉

…und was passiert, wenn man alles „richtig“ (im Sinne der Gesellschaft) macht?

Ganz genau, man lebt ein Leben, das allen gefällt – außer einem selbst!

„Nichts ändert sich, bis man sich selbst ändert. Und plötzlich ändert sich alles!“

Ihr wisst, dass ich im vergangenen Jahr sehr viel an mir, meinen Glaubenssätzen und Wertvorstellungen gearbeitet habe. Ich habe erkannt, dass extrem viele Dinge, die  ich als wichtig angesehen habe, für mich persönlich eigentlich gar nicht so wichtig sind. (Davon habe ich hier ja auch schon mal erzählt.) Es waren Dinge, die „man“ so macht und ich habe sie bis zu diesem Zeitpunkt nie in Frage gestellt. Glücklicherweise kam aber dann doch der Moment, an dem ich anfing, mir mein ganz persönliches Wertesystem zu erstellen und mir ganz eigene Ziele im Leben zu setzen! Ich habe mich sehr verändert. Dazu gehörte verdammt viel Mut und es war definitiv nicht leicht. Aber ich durfte lernen, dass es völlig ok ist, nicht immer alles komplett durchzuplanen. Und ich habe bisher nur positive Erfahrungen mit dieser neuen und sehr positiven Lebenseinstellung gemacht und bin sehr viel glücklicher!

…und was passiert, wenn man sich verändert?

Das gefällt vielen Leuten, für die man immer funktioniert hat, leider nicht – dafür aber einem selbst! 😉

„…was, wenn es funktioniert?“

Ich habe eine sehr positive Lebenseinstellung entwickelt und ein gewisses Vertrauen in mich und *wasauchimmer* (Schicksal, Universum, höhere Macht…keine Ahnung!) gewonnen. Dazu habe ich gelernt, dass man vielen Dingen einfach ihren Lauf lassen darf. Und das fast schon erschreckende Ergebnis: Alles fügt sich irgendwie und wendet sich zum Guten! Ihr wollt ein Beispiel?

Im vergangenen Jahr habe ich nach ewigen Zeiten meine kreative Seite wiederentdeckt und bastel seitdem mit riesiger Freude an Bildern herum. Zum einen darf ich die Bildbearbeitung bei TrashArt unterstützen und gewinne total interessante Einblicke in die Fotografie. Zum anderen gab mir der Chaospony Verlag die Gelegenheit, mich an Buchcovern und dem dazugehörigen Werbematerial auszuprobieren. Ich bin wirklich stolz auf ersten veröffentlichten Ergebnisse, die ihr euch hier ansehen könnt…

…und so kam es, dass ich zwischenzeitlich ein Nebengewerbe angemeldet habe und meine Werke zukünftig sogar verkaufen werde.

Wünsche sind da, um erfüllt zu werden!

Wie eingangs schon erwähnt, gibt es ein paar Dinge, die ich mir schon seit langer, langer Zeit von Herzen wünsche und mich trotzdem nie gewagt habe, ihre Umsetzung anzugehen. Das hat sich jetzt geändert, denn Wünsche sind nicht nur zum Träumen da – sie sind da, um erfüllt zu werden! Und wer wird sie mir erfüllen, wenn nicht ich selbst?

Einen sehr großen Herzenswunsch habe ich mir dieses Jahr schon erfüllt:

Ich beschäftige mich schon seit Jahren in meiner Freizeit mit allem was Körper, Geist und Seele glücklich macht und möchte, dass viele Menschen die tollen Erfahrungen, die ich machen durfte, auch erleben können.

Nun habe ich eine Ausbildung zur Yogalehrerin absolviert und darf euch ganz offiziell auf eurem Weg zu einem besseren Wohlbefinden begleiten!!! *strahl*

In der Ausbildung hatte ich eine wundervolle Zeit mit ganz fantastischen Menschen, in der der ich wahnsinnig viel lernen und teilweise echt Erstaunliches erleben durfte!

Man kann den Wert von Yoga nicht beschreiben, man muss ihn erfahren! B. K. S. Iyengar

In absehbarer Zeit werde ich euch also ermöglichen, den Wert von Yoga zu erfahren, indem ich auch Yogastunden anbiete und meine Blog-Seite um die entsprechenden Infos erweitere . Sobald es losgeht, gebe ich auf Facebook und Instagram Bescheid. Wer ganz sicher sein möchte, das sofort mitzubekommen, kann sich sehr gerne für meinen Newsletter anmelden (da gehen alle Infos immer zuerst raus 😉 )

Das alles zu planen und umzusetzen war gar nicht so leicht und hat extrem viel Zeit in Anspruch genommen (vor allem der ganze rechtliche Kram ist ein echter Zeitfresser!). Aber es ist ein großer Traum, der wahr werden will und da nicht alles auf einmal geht, muss man manchmal Prioritäten setzen – auch wenn es in diesem Fall leider bedeutete, dass ich mich so gut wie gar nicht um meinen Blog kümmern konnte. Die wichtigsten Schritte sind jetzt getan und ich blicke ganz gespannt in die Zukunft  🙂

Ein zweiter ganz, ganz großer Herzenswunsch wird im Sommer in Erfüllung gehen…doch dazu ein ander Mal mehr!

Das beste Projekt, an dem du arbeiten kannst, bist du selbst!

Ich kann jedem nur dazu raten, an der Erfüllung seiner Wünsche zu arbeiten. Wenn du dich nicht selbst darum kümmerst, wird es niemand tun und nichts ist trauriger, als irgendwann auf sein Leben zurückzublicken und festzustellen, dass man es mehr für andere als für sich selbst gelebt hat!

Du hast nur ein Leben – mach das Beste daraus! 😉

 


Mich interessieren deinen Gedanken zu meinem Beitrag…

Hast auch du Wünsche, an deren Verwirklichung du dich noch nicht heran getraut hast?
Oder hast du vielleicht schon einmal Yoga ausprobiert und möchtest deine Erfahrungen mit uns teilen?

Dir hat der Artikel gefallen? Dann sei doch so nett und teile ihn 🙂


 


Foto & Bearbeitung: Trash-Art by Dionisio Martena



 

Dankbarkeit SabrinaGarre

In einem dankbaren Herzen herrscht ewiger Sommer

Das Jahr geht zu Ende und überall gibt es Jahresrückblicke auf 2017 zu sehen. In diesen geht es meist darum, was in dem Jahr alles so passiert ist. Für Fernsehsendungen etc. ist das sinnvoll, doch im Privatleben sollte man doch nicht einfach nur eine Liste der Ereignisse im Leben abarbeiten, oder? Sollte man nicht lieber einen Schritt weiter gehen und den Ereignissen eine Bedeutung geben? Denn jedes Ereignis, hat zwei Seiten – eine gute und eine schlechte. Auch, wenn es nicht immer einfach ist, das Gute zu erkennen, ist es immer da und ich habe ja auch schon mehrmals davon berichtet, wie wichtig eine positive Einstellung im Leben ist. Darum geht es heute um Dankbarkeit.

Wofür Dankbarkeit?

Was Dankbarkeit ist, brauche ich wohl kaum zu erläutern. Das Gefühl kennt sicher jeder. Aber wusstest du, dass Dankbarkeit tatsächlich glücklicher macht? Robert Emmons und Michael McCullough haben im Jahr 2003 die Ergebnisse ihrer Studien zu den Auswirkungen von Dankbarkeit veröffentlicht.

In ihren Studien teilten sie die Probanden (Teilnehmer) in drei Gruppen auf, die eine Art Tagebuch führen sollten:

  • eine Gruppe schrieb 5 Dinge auf, für die sie dankbar war
  • die zweite schrieb 5 Dinge auf, die schlecht gelaufen waren
  • und die dritte Gruppe berichtete neutral über ihre Erlebnisse.

In einem ersten Versuch sollten die Probanden über 10 Wochen einmal wöchentlich Tagebuch führen, in einem zweiten Versuch sollten sie es über 2 Wochen täglich tun.

Die Forscher kamen zu dem deutlichen Ergebnis, dass Dankbarkeit zu messbar mehr Optimismus führt. Die Probanden erlebten mehr positive Gefühle, waren hilfsbereiter und fühlten sich sozial verbundener. Auch ihr Schlaf hatte sich verbessert (sie schliefen länger und besser). Zudem erlebten die Dankbarkeits-Probanden im 10-Wochen-Versuch sogar physische Verbesserungen – sie fühlten sich gesünder, körperliche Beschwerden ließen nach und sie trieben mehr Sport.

Warum ist so wichtig bewusst dankbar zu sein?

Unser Gehirn fokussiert sich naturgemäß auf das Negative, auf Unregelmäßigkeiten, Gefahren und Probleme. Das macht vor dem Hintergrund der Evolution auch absolut Sinn. In der Natur geht es um das Überleben und der Mensch ist Teil der Natur. Es ist also nicht weiter verwunderlich, dass es im Sinne der Selbsterhaltung viel wichtiger ist, sich Gefahren anstelle von Freude zu merken. Tritt eine bereits erlebte Gefahr erneut ein, kann der Mensch seine Erinnerung daran abrufen und somit schneller handeln.

Heute sind wir Menschen natürlich nicht mehr in demselben Maße tödlichen Gefahren ausgesetzt, wie wir es noch vor Urzeiten waren. Trotzdem blieb dieser Instinkt erhalten und so konzentrieren auch wir uns (oft unbewusst) mehr auf die negativen als auf die positiven Dinge in unserem Leben. Das passiert zumindest so lange, bis wir bewußt an einem positiven Denken arbeiten. Welche Folgen das haben kann und was uns positives Denken bringt, haben wir uns ja schon vor einiger Zeit angesehen (hier).

Nicht jeder Tag ist gut, aber jeder Tag hat etwas Gutes!

Dankbarkeit für die schlimmen Dinge im Leben…

Alles hat zwei Seiten. Das ist das Gute am Schlechten und das Schlechte am Guten.

Auch, wenn es in der akuten Situation ein schwacher Trost ist, doch selbst die wirklich schlimmen Tage im Leben haben somit auch etwas Gutes. Das zu sehen, erfordert in der Regel Mühe und meist kann man das Gute daran erst nach einiger Zeit erkennen. So findet manch einer nach einer Kündigung seinen Traumjob; ein wichtiger Termin platzt und man fährt nicht auf der Strecke, auf der ein tragischer Unfall passiert; eine geliebte Person stirbt, die sich andernfalls mit Schmerzen hätte quälen müssen; eine Krankheit oder ein Unfall bringt einen dazu, sein Leben zu überdenken, zu erkennen, was wirklich wichtig ist und so endlich glücklich zu werden…

Dankbarkeit für die kleinen Dinge im Leben…

Meist sind es aber die kleinen Dinge, die das Leben schön und lebenswert machen. Und oft sind diese für uns so selbstverständlich, dass wir sie gar nicht mehr wahr nehmen. Die wenigsten von uns müssen sich Sorgen um die Erfüllung ihrer Grundbedürfnisse, wie beispielsweise Nahrung oder ein Dach über dem Kopf, machen. Wir sind so aufgewachsen, es war also immer so und wir haben nie mit einem Mangel an wirklich lebenswichtigen Dingen kämpfen müssen. Nichtsdestotrotz sind diese Dinge halt eben nicht selbstverständlich – was man insbesondere dann erkennt, wenn man in manch andere Region der Erde schaut!

Manchmal sind wir aber auch einfach zu beschäftigt, um die schönen Dinge im Leben wahrzunehmen. Wer in Gedanken permanent Probleme wälzt oder geistig schon im nächsten Termin steckt wird kaum die schönen Blumen am Wegesrand beachten und sich daran erfreuen. Das Zauberwort heißt hier: Achtsamkeit.

Kleine, alltägliche Dinge für die wir dankbar sein können, sind beispielsweise liebe Menschen in unserem Umfeld, unsere Haustiere, ein schönes Zuhause, Gesundheit, eine erfüllende Arbeit, nette Kollegen, der Gesang der Vögel, die Farbenpracht der Blumen, ein strahlender Himmel, ein leckeres Getränk oder Essen, oder oder oder…

Dankbarkeit ist gar nicht schwer…

Mit Hilfe von Achtsamkeit kann jeder Dankbarkeit lernen und üben. Und wer auf diesem Weg lernt, mit offenen Augen durch das Leben zu gehen, achtsam mit sich und seiner Umwelt umzugehen, der findet ganz sicher viele wundervolle kleine und „unwichtige“ Dinge, an denen er sich erfreuen kann.

In diesem Sinne verabschiede ich mich für dieses Jahr von euch und wünsche euch einen guten Rutsch in ein fantastisches 2018!
Ich danke jedem einzelnen von euch von Herzen für eure Treue und Unterstützung! <3

 


Foto & Bearbeitung: Trash-Art by Dionisio Martena



Meditation

Meditation als Workout für den Geist

Vor ein paar Tagen habe ich mich mit einer Freundin über Meditationen unterhalten und darüber, ob sie wohl etwas bringen oder nicht.

Sie schilderte mir, dass sie ein Problem damit hat, Meditationen ernst zu nehmen und nicht dabei zu lachen. Das erinnerte mich an meine ersten Erfahrungen mit Meditationen…

Ein blödes Gefühl…

Meine erste Meditation habe ich im Fitnessstudio durchgeführt – mehr aus Gruppenzwang als aus echtem Interesse heraus. Die Meditation gehörte mit zum Programm und es kam mir zu blöd vor, einfach zu gehen während alle anderen blieben. Und so wollte ich der Sache eine Chance geben – ich kam ja eh nicht drum herum. Es war eine geführte Meditation, bei der die Teilnehmer sich mit geschlossenene Augen auf den Boden legten und sich verschiedenes vorstellen sollten. Und so lag ich da, kam mir so richtig blöd vor und linste immer wieder durch die „geschlossenen Augen“, ob nicht irgendeiner guckt und ob alle mitmachen und fragte mich, warum sich die anderen nicht komisch dabei fühlten. Die Augen geschlossen zu halten fiel mir extrem schwer und ich konnte mich nicht wirklich auf die Meditation einlassen.

…das irgendwann geht!

Auch die nächsten Male blieb ich für die Meditation zum Abschluss des Trainings. Und da ich ohnehin 15 Minuten ruhig liegen musste, versuchte ich mitzumachen (egal wie doof ich mir dabei vorkam). Über die Zeit wurde es dann immer einfacher und ich habe mich an die Situation gewöhnt. Es ist auch wirklich nicht einfach, sich in einem fremden Raum mit lauter fremden Leuten einfach so hinzulegen und die Augen zu schließen!

An diesem Punkt angekommen, wurde die Meditation immer einfacher für mich und ich konnte positive Veränderungen feststellen. Das Training war immer recht anspruchsvoll. Doch im Laufe der Zeit habe ich für mich festgestellt, dass ich durch die abschließende Meditation trotzdem ganz entspannnt nach Hause fuhr. Es fühlte sich überhaupt nicht so an, als hätte ich Sport gemacht – obwohl ich ein gutes Training absolviert hatte.

Meditation als Workout für den Geist

Auch wenn es unterschiedliche Arten von Meditationen gibt, handelt es sich dabei in der Regel um Konzentrations- und Achtsamkeitsübungen. Diese trainieren den Geist und nehmen so Einfluss auf unser Leben. Daß die innere Einstellung extrem viel Einfluss auf unser Leben hat, haben wir ja bereits festgestellt (hier).

Obwohl ich anfangs nicht wirklich gut bei den Meditationen mitgemacht hatte, konnte ich also nach einiger Zeit eine positive Veränderung an mir feststellen. Ab diesem Moment habe ich erst so richtig Gefallen an Meditationen gefunden und sie auch außerhalb des Fitnessstudios für mich eingesetzt. Da ich schon immer ein „Vor-dem-Schlafen-Grübler“ war, haben sie mir beim Einschlafen sehr dabei geholfen, aus dem Gedankenkarussell auszusteigen. Außerdem habe ich gelernt, dass ich mit Hilfe von Meditationen sowohl konzentrierter als auch entspannter sein und so Einfluss auf mein Gefühlsleben nehmen kann.

Dieses Jahr habe ich gleich zwei Mal das Wanderlust-Festival besuchen dürfen, ein großes Yoga-Event bei dem eine einstündige Meditation mit allen Teilnehmern durchführt wird. Was für ein Erlebnis! Ganz im Gegensatz zu meinen meditativen Anfängen kann ich mich heute sehr gut darauf einlassen. Und es war ein ganz unglaubliches Gefühl mit einer so großen Gruppe zu meditieren!

Vorteile von Meditationen

Mittlerweile kennt ihr mich ja recht gut und wisst, dass ich nicht nur von meinen eigenen Erfahrungen erzählen möchte. Das ist zwar ganz bestimmt für den ein oder anderen sehr hilfreich – allein schon, um zu sehen, dass man nicht allein mit Problemen kämpft und andere in einer ähnlichen Situation sind / waren – aber ein paar wissenschaftliche Fakten gehören für mich irgendwie auch dazu. Also findet ihr nachfolgend ein paar wissenschaftlich belegte Vorteile von Meditationen:

Meditation stärkt die Psyche und wirkt gegen Stress

Meditation hilft dabei, Ruhe zu finden, sich zu entspannen und ein Gefühl von Zufriedenheit zu erlangen. Da körperliches und emotionales Stressempfinden eng an die Ausschüttung von Stresshormonen gekoppelt ist, die nachweislich durch Meditation gesenkt wird, wirkt Meditation zusätzlich gegen Stress (Quelle). Wie Stress sich auf den Menschen auswirkt, kannst du übrigens hier nachlesen.

Meditation hilft gegen Depression und Angststörungen

Wissenschaftler aus Schweden haben sogar herausgefunden, dass Meditation bei Depression und Angststörungen ebenso wirksam ist, wie eine kognitive Verhaltenstherapie (Quelle).

Das Gehirn altert langsamer

Eine Studie aus dem Jahre 2005 brachte das Ergebnis, dass Menschen die täglich 40 Minuten meditierten eine dickere Großhirnrinde haben, wodurch ihr Gehirn langsamer altert (Quelle).

Schmerzen werden gelindert

In einer Studie der Wake Forest Baptist University konnte belegt werden, dass Meditation das Schmerzempfinden um bis zu 40{4b5a1efddd1131e9264afc9ccb9772ccfd0f2110e65c4acc83c087e70caaf1e7} senken kann (Quelle). Zum Vergleich: Morphium und andere Schmerzmittel erreichen nur ca. 25{4b5a1efddd1131e9264afc9ccb9772ccfd0f2110e65c4acc83c087e70caaf1e7} Schmerzsenkung.

Man wird zu einem bessereren Menschen

Nicht nur wir selbst profitieren davon, wenn wir meditieren. Nach einer Studie der Harvard University sind meditierende Menschen mitfühlender und haben ein ausgeprägteres Bedürfnis Gutes zu tun (Quelle).

Jetzt bist du dran!

Bei all den Vorteilen und dazu noch den positiven Erfahrungen, von denen ich erzählt habe, spricht doch eigentlich alles dafür, Meditationen auszuprobieren, oder?

Wenn du dir (so wie ich) anfangs total blöd dabei vorkommst, kann ich dir einen sogenannten Bodyscan ans Herz legen. Den kannst du ganz für dich allein durchführen und er ist nicht so „spirituell“ wie manch andere Meditation. Hierbei geht es darum, den Körper Stück für Stück bewusst zu spüren und zu entspannen.

Solange man keine wirkliche Übung darin hat, kann man einen geführten Bodyscan durchführen, in dem man durch die komplette Übung geleitet wird. Im Internet findet man wahnsinnig viele geführte Bodyscans. Empfehlungen bringen hier wahrscheinlich wenig, da jederMensch individuelle Vorlieben hat. Allein schon der Sprecher der Meditation macht unglaublich viel aus und nicht jeder empfindet jede Stimme als angenehm. Vielleicht klickst du dich einfach mal durch und suchst dir etwas passendes für dich aus 🙂

 


Welche Erfahrungen hast du mit Meditationen gemacht? Ich bin total gespannt zu erfahren, ob es dir vielleicht ähnlich wie mir ging!

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Foto & Bearbeitung: Trash-Art by Dionisio Martena



Stress lass nach!

Wer hat etwas von dem ganzen Stress – oder auch nicht?

Alles und jeder wird optimiert oder optimiert sich selbst, man muss immer schneller und immer besser werden… Ich denke, die Beschleunigung und Optimierung der Gesellschaft kommt zu einem großen Teil den Unternehmen und Konzernen zugute. Die freuen sich fürchterlich über ihre Angestellten, die mit Hilfe von Technik sehr viel leisten können und das auch tun. Mit ein wenig Glück verschaffen sie ihnen so vielleicht sogar einen Wettbewerbsvorteil vor der Konkurrenz. Der Beste und der Schnellste gewinnt. Ich habe gelesen, dass ein normaler Arbeitnehmer heute so viel schafft, wie 4-5 vor ungefähr 50 Jahren. Damals wurde fast alles von Hand geschrieben, es gab kaum Maschinen. Natürlich dauerte alles länger. Heute geht alles total schnell, innerhalb kürzester Zeit werden verschiedenste Dinge nacheinander abgearbeitet und das auf verschiedensten Kommunikationskanälen, da muss der Kopf erstmal hinterherkommen. „In Ruhe Arbeiten“ gibt es kaum noch.

Außerdem ist jeder jederzeit erreichbar, das Firmenhandy klingelt auch noch abends um 10 oder teilweise noch später…und viele schauen nach, ob es vielleicht etwas wichtiges war. Damit ist die Erholung im Feierabend gegessen. Morgens geht der erste Blick auf’s Smartphone, die Arbeit beginnt schon bevor man überhaupt das Haus verlassen hat. Irgendwo angerechnet werden diese Zeiten oft nicht, dann ist das Mails-Checken quasi ein Hobby, weil Freizeit. So richtig abzuschalten haben viele verlernt….und die Unternehmen freuen sich über ihre fleißigen Bienchen, denn sie verdienen ja daran.

Selbst schuld?

Die Geiz-ist-geil-Mentalität bestärkt die Unternehmen noch in ihrem Beschleunigungs- und Optimierungswahn. Kaum jemand möchte viel Geld für ein handgemachtes, qualitativ hochwertiges Produkt zahlen, wenn er es genausogut viel billiger irgendwo anders bekommt. Gebrauchte Dinge haben heute keinen Wert mehr, kaum etwas wird noch repariert (denn neu kaufen ist ja oft billiger) und gar etwas gebrauchtes von jemand anderem kaufen kommt in vielen Fällen so überhaupt nicht in Frage! Die Unternehmen versuchen also immer billiger zu produzieren…

Haben sie wirklich was davon?

Beschleunigung und Optimierung – zusammen mit der Globalisierung – ermöglichen es ja auch tatsächlich immer billiger zu produzieren. Und zumindest vermeintlich profitieren die Unternehmen auch von der Selbstausbeute ihrer Mitarbeiter. Letztlich zeigen aber die Gesundheitsreports der DAK Gesundheit (mehr dazu hier)  sehr deutlich, dass Stress den Menschen einfach nicht gut tut und immer mehr Leute mit psychischen Problemen kämpfen. Und langfristig könnte die steigende Zahl der entsprechenden Krankschreibungen dann auch für die Unternehmen ein immer bedrohlicheres Problem darstellen…

Was willst du überhaupt?

Ich glaube viele merken, dass es so einfach nicht mehr lange weitergehen kann. Das Wertegerüst wackelt und ich habe den Eindruck, dass wir so langsam an einem Punkt angekommen sind, an dem die breite Masse der Gesellschaft zu einem Umdenken kommt. Muss man echt perfekt sein, um glücklich sein zu dürfen? Brauche ich „mein Haus, mein Auto, mein Boot“ wirklich? Was brauche ICH tatsächlich, um glücklich zu sein?

Für mich war eine Überprüfung meiner Glaubenssätze Gold wert. Glaubenssätze sind Gedanken und Überzeugungen, die wir entweder im Laufe unseres Lebens mitgeteilt bekamen oder aber durch Abgucken von anderen übernommen haben.  Am meisten lernen wir  – wen überrascht es? – durch Abschauen. Sieht man viele Filme, oder stöbert häufig in den sozialen Medien herum, prägt das dort oft verzerrt dargestellte Bild der Realität die eigenen Werte. Da gibt es dann auch die erfolgreiche supermodel Business-Powerfrau mit ihrer perfekten Familie, die ganz nebenbei den perfekten Haushalt schmeißt, die interessantesten Hobbies pflegt, die Welt bereist, sich sozial engagiert…. ahja, und Wagen, Hund und Häuschen in der Vorstadt nicht vergessen!

Ich habe mich also gefragt, ob ich wirklich alles so machen MUSS wie ich immer dachte…und ich hatte extrem hohe Erwartungen an mich selbst, die ich gerne auch auf mein Umfeld übertragen habe (das das dann meist irgendwie nicht so toll fand). 😉

„Aber was sollen denn die Leute denken?“

Ich habe mich ganz bewusst von „Was sollen denn die Leute denken?“ abgewandt und mir überlegt, was für mich persönlich wirklich wichtig ist. Jetzt lebe ich nach meinen eigenen Prioritäten und tue genau das, was ich selbst für richtig und wichtig halte. Was „die Leute“ denken ist mir mittlerweile relativ egal, denn eigentlich ist es so, dass die meisten Leute ja ohnehin schon genug mit sich selbst zu tun haben. Sie sind im Stress mit ihren eigenen Dingen und dass du heute im Supermarkt mal nicht perfekt gestyled warst, haben sie sowieso schon wieder vergessen. Davon mal ganz abgesehen finden böse Zungen auch an perfekten Dingen etwas zu meckern (und wenn es einfach nur „zu perfekt“ ist)  und andere wiederum verurteilen niemanden wegen ein paar Kleinigkeiten…und das sind ja schließlich die Leute, auf die es ankommt! <3

Ein Beispiel von vielen: Meine Wohnung MUSS nicht immer picobello aufgeräumt und geputzt sein, nur weil das bei meiner Mutter immer so war. Wenn ich mit anderen Dingen beschäftigt bin, dann darf auch einfach mal was liegen bleiben.  Und das ist nicht einmal schlimm, wenn Besuch kommt. Wer mich besucht, möchte ja schließlich mich sehen und keine blitzblanke Musterhauswohnung…das hätte es vor ein paar Jahren noch nicht gegeben. Da wurde ganz brav für jeden einzelnen Menschen, der die Wohnung betrat, aufgeräumt.

Ich wette, der ein oder andere schmunzelt jetzt in sich hinein und fühlt sich ertappt, weil auch er ständig für den Besuch aufräumt und eigentlich auch in einer ganz normalen Wohnung lebt, der man auch mal ansieht, dass in ihr gelebt wird. 🙂

Vom MÜSSEN und WOLLEN…

Auch wenn ich das eigentlich eher unbewusst umgesetzt hatte, hatte ich mich mit dem Überdenken meiner Glaubenssätze von sehr viel Druck befreit. Das passt sehr gut zu Reginas Hinweis bei meinem Blogpost Ich lass mir meine schlechte Laune (nicht) verderben! (danke Regina 😉 ), denn auch hier geht es darum, Druck zu reduzieren.

Ein kluger Mann hat einmal gesagt: Wenn man die Wörter MUSS und ABER aus seinem Wortschatz verbannen würde, wäre das der richtige Weg, um glücklicher zu werden – hm, auch dies wäre einen Versuch wert.

In den letzten Wochen habe ich das einmal ganz bewusst aufprobiert. Es macht wirklich einen großen Unterschied, ob man etwas WILL oder MUSS! „Muss“ ist ein Wörtchen, das man am besten schnellstmöglich aus seinem Wortschatz streichen sollte. Wenn man in seinem Leben hauptsächlich Dinge tun MUSS, dann MUSS man daran etwas ändern 😛

Oftmals will man ja sogar die Dinge, von denen man behauptet, dass man sie muss. Schauen wir uns mal ein ganz einfaches Beispiel an. Aus einem „Ich muss noch die Küche aufräumen.“ kann schnell ein „Ich WILL noch die Küche aufräumen, damit ich heute Abend gleich mit dem Kochen loslegen kann.“ werden. Alles was wir tun oder lassen hat seine Konsequenzen. Ich MUSS strenggenommen gar nicht arbeiten, eigentlich WILL ich es, denn ich möchte mir verschiedenes leisten können. Ich MUSS die Wäsche nicht waschen, ich MÖCHTE es aber, um keine wandelnde Stinkwolke zu werden…

Um negative Konsequenzen zu vermeiden oder etwas tolles zu erreichen, MÖCHTE man eigentlich relativ viel.  Allein durch die veränderte Wortwahl haben wir uns hier aber selbst *aktiv* dafür oder dagegen entschieden, es wurde uns kein Zwang auferlegt durch den wir etwas fremdbestimmt erledigen „müssen“. Genauso räume ich meine Wohnung gerne auf, wenn ich Zeit dafür habe – denn ich mag es sauber und aufgeräumt. Da ich es aber nicht mehr MUSS, verliert diese Aufgabe enorm viel Druck und wenn ich es mal nicht mache, ist das auch nicht schlimm 🙂

Stress lass nach…

Natürlich kann es immer wieder Phasen geben, in denen viel los ist und es gibt diverse Techniken zum Abbau von akutem Stress. Du kannst einfach mal danach im Internet suchen oder abwarten, bis sie demnächst hier im Blog ihr Plätzchen finden.

Wenn man aber

  • an seiner inneren Einstellung arbeitet und sich bewusst macht,  wie viel man von dem was man MUSS tatsächlich eigentlich möchte,
  • eigene Prioritäten setzt und
  • „Fünfe auch mal grade“ sein lässt (vor allem dann, wenn man es eh nicht ändern kann)

kann man seinen Stresslevel insgesamt schon drastisch reduzieren…und darüber, wie viel schon eine positive Einstellung bringen kann, haben wir uns ja erst letztens (hier) unterhalten 🙂

Wenn das alles nicht hilft, ist es übrigens auch keine Schande, sich professionelle Hilfe zu holen…denn dafür ist sie ja da 😉


Ich hoffe, der Beitrag wird seinen Teil dazu beitragen auch dein Leben ein wenig entspannter zu machen!

Was sind deine Erfahrungen zu dem Thema? Hast du vielleicht sogar ein paar schöne Tipps für uns alle? 🙂

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Stress

Schwer im Stress?

Stressbedingte physische Erkrankungen

Wie bereits im letzten Artikel (hier) beschrieben, entsteht Stress im Kopf. Er wirkt sich aber auf den Körper aus und so kann dauerhafter Stress sogar richtig krank machen. Typische durch Stress verursachte Erkrankungen sind Herz-Kreislauf-Probleme, Schlafstörungen, Appetitverlust, Verdauungsprobleme, nachlassende Libido, oder Kopf- und Rückenschmerzen.

Meine Stresssymptome…

Bestimmt kennen einige von euch das Problem, trotz Gesundheit körperliche Beschwerden zu haben, sei es ein nervöser Magen, Kopfschmerzen, Rückenbeschwerden, oder oder oder. Zunächst sucht man die Ursache in einem körperlichen Problem und nach einer Reihe von Untersuchungen sind sich alle Ärzte darüber einig, dass man kerngesund ist. Erst dann zieht man in Erwägung , dass vielleicht einfach nur der Kopf „dran schuld“ sein könnte.

Ich selbst habe ewig gebraucht, bis ich meine Stresssymptome als solche verstanden hatte. Vielleicht sollte ich kurz erwähnen, dass ich immer ein extrem ehrgeiziger und leistungsorientierter „Kopfmensch“ war. Selbst wenn es mir nicht immer gut ging, konnte ich trotzdem hervorragend „funktionieren“. Jahrelang hatte ich in unregelmäßigen Abständen an Nackenproblemen gelitten (es sieht dann so aus, als hätten sich die Halswirbel verschoben), die zu wahnsinnigen Kopfschmerzen führten. Diese waren so schlimm, dass ich mir teilweise nicht mehr zu helfen wusste. Trotz starker Schmerzmittel war es nicht auszuhalten und ich presste beide Händen mit aller Kraft gegen meinen Kopf, um die Schmerzen irgendwie zu ertragen.

Klar musste da mal geschaut werden was los war und ich habe eine richtige Ärzte-Odyssee hinter mich gebracht

Ich war beim Augenarzt, beim Orthopäden, habe ein Belastungs- und ein Langzeit-EKG gemacht, es wurde die Leitfähigkeit der Nerven getestet, ein MRT vom Kopf gemacht und so weiter und so fort. Das Ergebnis: „Sie sind gesund!“ Nach einiger Zeit hatte ich so meine Taktiken parat. Ich spürte recht frühzeitig, wenn es wieder losging. Zudem hatte ich meinen Weg gefunden, mit den akuten Schmerzen umzugehen ohne daran zu verzweifeln. Lange Jahre zogen ins Land und ich kämpfte mich so durch. Durch den Sport fing ich langsam an, genauer in meinen Körper hineinzuspüren und besser auf ihn zu achten, was ich vorher nie so wirklich getan hatte. Und heute weiß ich, dass mir mein Körper auf diesem Weg einfach nur sagt, dass alles zu viel wird und ich mich zurücknehmen muss. Der Kopfmensch hat gelernt, dass der Körper ihm wahnsinnig viel erzählt, wenn er ihm einfach nur vernünftig zuhört 😉

Stressbedingte psychische Erkrankungen

Für Dauerstress bekommen wir also oftmals die Quittung in Form von Erkrankungen. Neben den bereits oben aufgeführten stressbedingten physischen Erkrankungen kann Stress aber auch eine Reihe psychischer Erkrankungen auslösen. Typische Beispiele hierfür sind Depressionen, psycho-physische Erschöpfungszustände („Burnout“ ist keine anerkannte Diagnose 😉 ), Angst und Angststörungen, Nervosität und Unruhe oder Konzentrationsstörungen.

Schaut man sich die Auswertung der DAK Gesundheit (Gesundheitsreport 2016 und 2017) an, sieht man, dass psychische Krankheiten allein im letzten Jahr von Platz 3 auf Platz 2 in der Liste der wichtigsten Krankheitsarten gerutscht sind. Sie bekommen also scheinbar einen immer höheren Stellenwert.

Weiterhin erkennt man eine wirklich besorgniserregende Entwicklung der psychischen Erkrankungen im Verlauf der letzten 20 Jahre. Die Kurve der folgenden Grafik zeigt einen ganz deutlichen Aufwärtstrend. Heute haben wir mehr als die dreifache Anzahl von AU-Tagen und -Fällen verglichen mit 1997.

Wie kommt es zu diesen Zahlen?

Man darf sich natürlich nicht von den reinen Zahlen in die Irre führen lassen. Die Zunahme der AU-Tage und -Fälle liegt nicht allein daran, dass immer mehr Menschen psychisch erkranken. Die wachsende Zahl liegt auch mit darin begründet, dass sich die Forschung immer weiterentwickelt hat. Somit werden viel mehr Diagnosen gestellt, die man früher nicht immer als solche erkannte. Früher wurden oftmals einfach die Folgen psychischer Erkrankungen diagnostiziert und behandelt, wie beispielsweise psychisch bedingte Magen-Darm-Probleme.

Außerdem finden psychische Erkrankungen immer mehr Akzeptanz innerhalb der Gesellschaft. Nicht jeder denkt an Menschen mit Zwangsjacken in Irrenanstalten (die ja in Gruselfilmen sehr beliebt sind), wenn man ihm sagt, dass eine Psychotherapie angemessen ist. Ich begrüße diese Entwicklung sehr, denn meiner Meinung nach sollten psychische Krankheiten den physischen Krankheiten gleichgestellt werden. Die Erkrankten leiden an beiden gleichermaßen und haben in beiden Fällen ernstzunehmende Beschwerden.

Letztlich ist es vermutlich eine Kombination aus allen drei Faktoren: Es gibt immer mehr psychische Erkrankungen, diese werden immer besser diagnostiziert und die Menschen gehen offener damit um (wodurch sie ebenfalls besser diagnostiziert werden können). Nichtsdestotrotz finde ich die Entwicklung wirklich besorgniserregend…

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Stress mich nicht

Puh…was’n Stress!

Hast du Stress? Vermutlich schon…hat ja heute irgendwie jeder, oder?

Woher kommt der Stress?

Vielleicht ist das einfach so eine geschichtliche Sache, dass unsere Vorfahren (teilweise sogar noch unsere Eltern) die entsetzliche Armut des Krieges kannten und durch die aufkommenden Möglichkeiten in einer relativ langen Friedenszeit eine Art Euphorie ausbrach: Alles wurde optimiert, perfektioniert  – es ging immer mehr, immer schneller, immer höher, immer weiter…

Wir sind nun in einer extrem schnelllebigen Zeit angekommen. Veränderungen geschehen in rasantem Tempo. Was gestern noch neu war, ist heute schon Standard und morgen ein „alter Hut“. Daran haben wir uns schon gewöhnt, uns angepasst und wehe etwas funktioniert mal nicht so schnell wie gewohnt! Außerdem leben wir in einer Leistungsgesellschaft, in der Einkommen und Status durch die individuelle Leistung bestimmt werden. Wer erfolgreich sein möchte, muss also nur genug leisten. Wer keinen Erfolg hat, hat sich halt nicht genug angestrengt oder ist schlichtweg *Achtung Schimpfwort* faul!

Optimierung und Effizienz sind Zauberworte, die helfen sollen sowohl Schnelligkeit als auch Leistung unter einen Hut zu bekommen. Ohne Rücksicht auf Verluste werden also Erde, Tiere und Menschen immer weiter ausgebeutet und viele von uns schrecken nicht einmal davor zurück, sich zudem auch noch selbst auszubeuten. Leistung um jeden Preis…

Überzogene Anforderungen

Die Medien, ganz besonders Filme und soziale Netzwerke, gaukeln uns vor, dass wir die verschiedensten Anforderungen erfüllen können und müssen, um ein glückliches und erfolgreiches Leben zu führen. Diese sind natürlich total überzogen, hier mal eine kleine Auflistung:

  • Zunächst einmal muss ich eine steile Karriere in einen Job machen, für den ich mich mit herausragenden Noten in Schule und Ausbildung / Studium qualifiziert habe, dass Überstunden dazu gehören ist selbstredend
  • Ich habe eine perfekte Beziehung mit einem wunderschönen und sehr gebildeten Menschen, dort herrschen Harmonie und Glückseligkeit
  • Meine Kinder und/oder Haustiere werden immer gut versorgt und trotz extremer Intelligenz hervorragend weiter gefördert
  • Besuche bei den Eltern und Großeltern gehören zum Pflichtprogramm, Familie ist wichtig!
  • Ich treffe mich regelmäßig mit Leuten aus meinem großen Freundeskreis, wir unternehmen die abgefahrensten Dinge
  • Ganz nebenbei bin ich selbstverständlich immer gepflegt und super gestyled
  • Mein Körper gleicht dem eines Fitnessmodels
  • Ich habe wahnsinnig interessante und ausgefallene Hobbies
  • Außerdem reise ich viel und habe die halbe Welt bereits gesehen
  • Mein Haushalt muss jederzeit glänzen
  • Ah, und das hübsche Häuschen mit englischem Rasen und den schicken (stets gewaschenen und polierten) Wagen vor der Türe dürfen wir natürlich nicht vergessen!

Nicht alle davon betreffen jeden, doch in ein paar dieser Anforderungen wird sich bestimmt jeder wiedererkennen.

Schaffst du es, all diese Anforderungen zu erfüllen?  Ich glaube, das ist schlichtweg nicht machbar. Der Tag hat 24 Stunden. Ziehe ich davon 8 Stunden Schlaf und 10 Stunden Arbeit ab, bleiben 6 Stunden für Partner, Kinder, Haustiere, Freunde, Hausarbeit, Einkaufen, Gartenarbeit, Styling und Sport. Selbst wenn ich mal so überhaupt keine Ruhezeit für mich einplane, bleibt da doch irgendwas auf der Strecke. Und das obwohl ich permanent durcharbeite und im Stress bin.

Was ist Stress?

Christina Aichinger definiert Stress in „Arbeitszeit und Subjektive Gesundheitsaspekte“ folgendermaßen

Stress ist definiert als ein Spannungszustand, der durch die Befürchtung entsteht, dass eine stark aversive, zeitlich nahe oder bereits eingetretene subjektiv lang andauernde Situation als nicht vollständig kontrollierbar erlebt wird, deren Vermeidung aber subjektiv wichtig erscheint.

Ähnlich definiert Klaus Jürgen Becker in „Erfolg ohne Stress“

Stress ist ein biochemischer Vorgang der nur im Kopf stattfindet, wird hervorgerufen durch die Angst etwas nicht schaffen zu können. Stress wird nicht von jemand anderen hervorgerufen sondern immer nur von der gestressten Person selbst.

Unser Alltags-Stress ist also eigentlich nichts anderes als das subjektive Empfinden, den gestellten Anforderungen nicht mit den verfügbaren Ressourcen gerecht werden zu können. Man hat Angst nicht alles zu schaffen.

Wie reagiert der Körper?

Stress entsteht im Kopf, doch der Körper reagiert darauf und „denkt“ einer gefährlichen Situation ausgesetzt zu sein. Es werden alle notwendigen Kräfte für Kampf oder Flucht aktiviert und der Körper in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt. Dabei laufen messbare Prozesse im Körper ab: die Stresshormone Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol werden ausgeschüttet. Herzschlag, Puls und Atemfrequenz werden beschleunigt, um den Körper mit mehr Sauerstoff zu versorgen. Zusätzlich sorgen sie dafür, dass die Sinne geschärft und die Schmerzempfindlichkeit reduziert werden. Die Leber setzt Zucker frei, sodass Hirn und Muskeln mehr Energie zur Verfügung steht. Man fängt an zu schwitzen, sodass der Körper vor Überhitzung geschützt ist und die Blutgerinnungsfaktoren erhöhen sich, um im Fall einer Verletzung nicht zu verbluten. Alle nicht benötigten Funktionen werden heruntergefahren, so beispielsweise die Verdauung oder der Sexualtrieb.

Kurzzeitig macht das auch heute noch Sinn, obwohl wir im Normalfall weder kämpfen noch flüchten müssen. So zum Beispiel, wenn man im Straßenverkehr in einer brenzligen Situation schnell reagieren muss. Im Normalfall reguliert der Körper nach der Gefahrensituation oder aber einer kurzen Stressphase alles wieder auf die normalen Werte zurück.  Hat man aber über einen längeren Zeitraum oder gar dauerhaft Stress, ist die permanente Alarmbereitschaft schädlich und macht krank. Der Regulierungsmechanismus stupft ab und da niemand dauerhaft 150{4b5a1efddd1131e9264afc9ccb9772ccfd0f2110e65c4acc83c087e70caaf1e7} seiner Leistung bringen kann, können diverse Erkrankungen folgen. Beispiele hierfür sind Bluthochdruck und erhöhter Blutzuckerspiegel/Insulinbelastung (fördert die Verfettung), schnelleres Altern von Immunsystem und Haut, verringerte Bildung von Geschlechtshormonen oder Abbau von Knochen- und Muskelmasse.

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negative Gedanken

Ich lass mir meine schlechte Laune (nicht) verderben!

Jeder von uns hat schlechte Tage, an denen so gar nichts funktionieren möchte. Man hat verschlafen, bekommt schlechte Laune, verschüttet in der Eile seinen Kaffee, dann kommt ein Stau auf dem Weg zur Arbeit, wir haben Kopfschmerzen, die Kollegen oder der Chef wollen unmögliche Dinge von uns…die ganze Welt hat sich gegen uns verschworen! Aber ist das wirklich so? Ich denke, eher nicht!

Die rosarote…oder auch die schwarze Brille

Ein Teil unseres Problems liegt in unserer Wahrnehmung. Das menschliche Gehirn filtert bei der Informationsverarbeitung alles heraus, was nicht zu unseren Annahmen passt. Sind wir verliebt, sehen wir alles durch die rosarote Brille…die Welt ist einfach nur schön! Haben wir aber einen richtig miesen Tag, tragen wir eine schwarze Brille. Wenn wir also nur Negatives erwarten, nehmen wir die strahlende Sonne, die schönen Blumen am Wegesrand, das nette Lächeln mancher Kollegen überhaupt nicht wahr. Die schönen Dinge passen einfach nicht zur Tagesstimmung – man will sich „seine schlechte Laune nicht verderben lassen“. 😉

Was bringen mir negative Gedanken?

Auch ich war lange Zeit ein Opfer der bösen Welt da draußen und habe mich fürchterlich über alles Mögliche aufgeregt. Vermutlich kennt ihr alle den Spruch:

Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

Ich kannte ihn schon sehr lange und habe ihn nie wirklich verinnerlicht, bis ich ein Beispiel des Persönlichkeits-Trainers Christian Bischoff dazu gehört habe. In dem Beispiel ging es um die steigenden Benzinpreise, über die sich jeder ständig aufregt. Aber kann ich es ändern, dass die Preise steigen? Nein! Ändert es die Preise, wenn ich mich darüber aufrege? Nein! Es bleibt mir also nur, die gegebenen Preise hinzunehmen. ABER: Ich kann mir überlegen, wie ich mehr Geld verdienen kann, sodass mir die gestiegenen Preise nichts mehr ausmachen. Denn das ist etwas, das ich tatsächlich ändern kann. Ab da habe ich endlich kapiert, dass mir all die Aufregung einfach rein gar nichts bringt…außer eben schlechter Laune!

Negativität zieht Negativität an

Ein weiterer Teil des Problems richtig mieser Tage liegt in unserer inneren Einstellung. Francis Galton, ein Cousin Darwins und unter anderem Begründer der Differenzialpsychologie, hat ein sehr interessantes Experiment im Bezug auf die innere Einstellung durchgeführt:

Eines Tages hat er sich vor seinem allmorgendlichen Spaziergang intensiv vorgestellt, der meistgehasste Mensch Englands zu sein. Er hat diese Vorstellung ganz tief verinnerlicht und sich auf seinen Weg gemacht. Im Gegensatz zu sonst reagierte seine Umwelt an diesem Tag plötzlich ganz anders auf ihn. Die Menschen auf der Straße beschimpften ihn oder wandten sich in Abscheu von ihm ab. Ein Hafenarbeiter rempelte ihn an, sodass er fiel. Doch damit nicht genug! Selbst auf Tiere hat sich seine innere Einstellung übertragen und ein Droschkengaul schlug nach ihm aus, traf ihn schmerzhaft an der Hüfte und er fiel erneut. Das führte zu einem Volksauflauf. Doch statt ihn zu unterstützen ergriffen die Menschen Partei für das Pferd und er beeilte sich nur noch schnell nach Hause zu kommen.

Dieses Experiment wurde als „Francis Galtons famous walk“ bekannt und zeigt uns zwei Dinge:

  1. Der Mensch wird, was er denkt und
  2. Er muss seiner Umwelt nicht einmal seine innere Einstellung mitteilen, denn sie spürt es und reagiert darauf.

An dieser Stelle sei jeder dazu eingeladen, dass Experiment selbst nachzumachen! Aber vorsicht, bitte erschreckt euch nicht über die Reaktionen 🙂

Was sagt der Körper dazu?

Nachdem sie lange Zeit getrennt voneinander betrachtet wurden hat die moderne Medizin inzwischen anerkannt, dass Körper und Geist untrennbar miteinander verbunden sind. Im medizinischen Kontext gibt es beispielsweise den Placebo-Effekt. Er beschreibt eine Verbesserung körperlicher Beschwerden allein durch den Glauben an die Wirksamkeit einer „Pille“.  Zudem gibt es den entsprechend gegensätzlichen Nocebo-Effekt (Glaube an die negative Wirkung eines Medikaments und körperliche Verschlechterung).

Aber auch im Alltag kann man die Auswirkungen von Gedanken auf den Körper erkennen. Schaut man in die Gesichter seiner Mitmenschen, sieht man es besonders bei älteren Menschen. Überwiegend positive Gedanken lassen sich beispielsweise an Lachfalten erkennen. Haben aber negative Gedanken ihr Leben bestimmt, erkennt man Sorgen- oder Zornesfalten etc..

Ein Experiment zur Verbundenheit von Geist und Körper, das jeder ganz schnell nachmachen kann, ist das folgende: Schließe die Augen und stelle dir eine saftige Zitrone vor. Nimm sie gedanklich in die Hand, rieche daran und schneide sie in zwei Hälften, sodass der Saft herausquillt. Dann beiße in Gedanken herzhaft hinein und beobachte die Reaktion deines Körpers. Die meisten werden feststellen, dass im Mund vermehrt Speichel produziert wird und sie das Gesicht verzogen haben, als hätten sie tatsächlich in die Zitrone gebissen.

Negative Gedanken wirken ebenso wie positive auf den menschlichen Körper,  können aber langfristig zu Beschwerden führen. Beispiele hierfür sind vermehrtes Schwitzen und Nervosität, Kopf- oder Rückenschmerzen, Schlaflosigkeit, Magen-Darm-Beschwerden oder ein geschwächtes Immunsystem. Sie können also durchaus krank machen!

Wie kann man negative Gedanken vermeiden?

Schon vor einiger Zeit hatte ich für mich beschlossen, mich nicht mehr so oft aufzuregen und das auch ganz passabel gemeistert. Da ich aber immer gerne neue Dinge ausprobiere, die eine Steigerung des Wohlbefindens versprechen, stolperte ich eines Tages über eine Idee von Pastor Will Bowen. Er wollte in seiner Kirchengemeinde das Jammern verringern und gab seinen Schäfchen lilafarbene Armbänder, die sie bei jedem Nörgeln, Beschweren oder Lästern von einem Handgelenk zum anderen wechseln sollten. Das Ziel war 21 Tage ohne einen Wechsel des Armbandes zu erreichen.

Die 21 Tage als Richtdauer für die Änderung von Gewohnheiten kamen daher, dass der Chirurg Maxwell Maltz in den 1950er Jahren feststellte, dass sich seine Patienten in der Regel innerhalb von 21 Tagen an die Veränderung nach einer OP gewöhnt haben. Eine Studie von Phillippa Lally und ihrem Team hat in 2009 gezeigt, dass die 96 Teilnehmer 18 bis 254 Tage für das Ändern einer Gewohnheit benötigten. Da sie im Durchschnitt 66 Tage brauchten, geht man heute von 66 Tagen als Richtwert aus.

Ich habe eine etwas abgewandelte Version von Bowens Idee ausprobiert

  1. Zum einen habe ich jeden, wirklich absolut jeden negativen Gedanken eingeschlossen. Jedes Jammern, Schimpfen, Beschweren, Lästern, Selbstzweifel, Ungeduld, Genervt sein…einfach alles! Ich habe gelesen, dass sich im Schnitt jeder ca. 10-30 Mal pro Tag beschwert. Trotz meiner „Vorarbeit“ hinsichtlich des Nicht-Aufregens war ich aber extrem überrascht, wie viele negative Gedanken ich tatsächlich hatte. Ich habe keine Ahnung woher die Zahlen kamen, aber an durchschnittlich 10-30 Mal glaube ich nicht wirklich, die Zahl muss sehr viel höher sein…
  2. Zum anderen habe ich einen Wechsel zum anderen Handgelenk auch ohne negative Gedanken genutzt. Ich trage mein Armband lieber am rechten Arm und nach Bowens Methode hätte nur ein weiterer negativer Gedanke einen Wechsel von links nach rechts ermöglicht. Das ist natürlich kontraproduktiv. Um trotzdem wechseln zu dürfen, musste ich an etwas denken, wofür ich dankbar bin.

Meine Erkenntnisse

  • Durch Achtsamkeit bemerkt man erst einmal, wie negativ man unbewusst tatsächlich ist. (Das war erschreckend!)
  • Mich hat es anfangs extrem genervt, ständig das Armband wechseln zu müssen!
  • Es ist möglich, die negativen Gedanken extrem zu reduzieren, wenn man erst einmal bewusst darauf achtet.
  • Es gibt sehr viel mehr Dinge für die ich dankbar bin, als ich dachte.
  • Ich weiß auch viele sehr kleine Dinge zu schätzen. (Mein Leben ist wirklich schön, auch wenn es nicht immer optimal läuft!)
  • Der gesamte Fokus ändert sich. Mir fallen immer mehr Sachen auf, die das Leben schön und lebenswert machen und über die ich mich freue. …und sei es nur eine süße kleine Schnecke im Garten oder ein hübsches Blümchen am Wegesrand 😉

Eine zeitliche Begrenzung habe ich mir nicht gesetzt, genauso wenig ein Ziel von X Tagen. Ich habe die positiven Effekte festgestellt und es einfach so gut wie möglich dauerhaft in mein Leben integriert. Das klappt manchmal besser, manchmal schlechter…aber so ist das Leben eben 🙂


Ich hoffe, der Beitrag wird seinen Teil dazu beitragen auch dein Leben ein wenig positiver zu machen! 

Bist auch du oft zu negativ eingestellt? Oder hast du eines der Experimente ausprobiert?
Lass uns doch an deinen Gedanken teilhaben! 🙂

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Against Bodyshaming

Du siehst aber schlecht aus….!

Kennst du den Spruch, gefolgt von einer Liste was alles nicht in Ordnung ist? Hast du dich danach tatsächlich schlecht gefühlt, obwohl vorher alles ok war? Dann könntest du ein Opfer von Bodyshaming geworden sein…auch wenn das zugegebener Maßen sehr oft nicht einmal böse gemeint sein muss und ein gedankenlos geäußertes Zeichen von Sorge sein kann 😉

Nachdem es viele, viele Jahre lang gesellschaftlich akzeptiert war, andere für ihr Aussehen zu diskriminieren, gibt es in der letzten Zeit immer mehr Kampagnen gegen Körperscham (engl. Bodyshaming). Die meisten verbinden mit Bodyshaming die Diskriminierung von Übergewichtigen…vermutlich, weil sich die meisten auch genau mit dem Problem identifizieren können (laut statistischem Bundesamt waren 2013 in Deutschland insgesamt 52{4b5a1efddd1131e9264afc9ccb9772ccfd0f2110e65c4acc83c087e70caaf1e7} übergewichtig und 16{4b5a1efddd1131e9264afc9ccb9772ccfd0f2110e65c4acc83c087e70caaf1e7} sogar stark übergewichtig).

Das war auch meine erste Erfahrung mit Bodyshaming. Als Kind macht man sich wenig Gedanken über den eigenen Körper. Sobald sich Kinder dann aber als Person begreifen, setzt erstmals Körperscham ein. Eine Studie hat herausgefunden, dass diese Entwicklung bei den meisten Kindern im Alter von 5 Jahren einsetzt – spätestens jedoch mit 7 sind alle Kinder „in der Lage“, sich für ihren Körper zu schämen. Und spätestens dann sollte man keinem Menschen etwas sagen, das sein eigentlich positives Verhältnis zu seinem Körper ändern könnte!

„Du bist zu dick!“

Nachdem ich immer ein dünnes Kind war, legte ich in der Pubertät extrem zu bis ich kurz vor dem Knacken der 100kg-Marke stand. Ich erinnere mich an unzählige Shoppingtouren, bei denen ich superhübsche Klamotten anprobiert habe und wie eine Presswurst aussah – ich gefiel mir selbst nicht und das war richtig schlimm! Noch schlimmer aber waren die Kommentare der anderen, die der Meinung waren, man müsste mir auch noch sagen, dass ich „zu dick“ sei. …vielleicht, weil ich keine Augen oder keine Ahnung habe oder so. Ich war eben dicker als normale Teenager….aber Moment…

Was ist eigentlich NORMAL?

Wenn ich so zurückdenke, habe ich mich mein Leben lang den Bewertungen und dem Urteil anderer Menschen ausgesetzt gefühlt und habe mich manchmal schwer damit getan, was „man macht“ und was nicht oder was „normal“ ist. Denn das war für mich oft gar nicht nachvollziehbar.  Der Duden sagt, normal bedeutet

1.1)  der Norm entsprechend; vorschriftsmäßig
1.2) so [beschaffen, geartet], wie es sich die allgemeine Meinung als das Übliche, Richtige vorstellt
1.3) (umgangssprachlich) normalerweise
2) (veraltend) in [geistiger] Entwicklung und Wachstum keine ins Auge fallenden Abweichungen aufweisend

Die Natur wollte, dass ich nicht „normal“ bin und jeder kann es sehen…

„Du bist zu groß!“

…denn ich steche allein aufgrund meiner Körpergröße heraus. Während die deutsche Durchschnittsfrau irgendwo bei ca. 1,65m liegt, bringe ich es auf stolze 1,82m und da ich recht früh ausgewachsen war, war ich in meinem Leben schon oft „zu  groß“ und habe mich oft dafür geschämt. Ich war zu groß für Kinderfahrgeschäfte, zu groß für knöchellange Hosen, zu groß für Jungs, zu groß für Männer, zu groß für einen Job (ja, auch hier haben viele Männer und teilweise sogar Frauen Probleme damit, große Frauen zu akzeptieren)…trotzdem habe ich mich irgendwann daran gewöhnt, überall „die Größte“ zu sein und Menschen zu ignorieren, sofern sie ein Problem damit haben. Ich kann meine Größe nicht ändern und habe sie akzeptiert. Nein, eigentlich sogar mehr…ich habe die schönen Aspekte daran zu schätzen gelernt und finde es inzwischen schön so groß zu sein <3

Jede Medaille hat zwei Seiten: Du findest mich zu groß? Dann bist du ganz offenbar zu klein…denn du hast ja scheinbar ein Problem und nicht ich! 😉

Die gegenteilige Erfahrung habe ich leider nie machen können…zumindest würde mir spontan nicht eine einzige Gelegenheit einfallen, zu der ich „zu klein“ gewesen wäre. Trotzdem denke ich, dass viele kleinere Leute vermutlich ganz genauso mit ihrer Größe zu kämpfen haben werden. Vielleicht mag ja der ein oder andere seine Erlebnisse hier mit uns teilen? 🙂

„Du bist zu dünn!“

Ich habe die Extreme der Gewichtsskala für meinen Körper in beide Richtungen erlebt. So wie ich meinen Körper mit fast 100kg kennengelernt habe, kenne ich ihn auch mit 58kg. Und ebenso wie ich mit 99kg „zu dick“ war, war ich nach Unterschreiten der 70kg-Marke „zu dünn“.

Was hier wiederum ganz interessant ist: Bei dünnen Menschen denken viele, es sei ok, sie dafür zu diskriminieren. Das war eine ganz neue Erfahrung. Dicke Menschen darf man nicht darauf ansprechen – das ist unhöflich, große bzw. kleine Menschen können nichts dafür und haben kaum Einfluss auf ihre Größe, da halten sich viele zurück. Dünne Menschen hingegen müssen unbedingt etwas ändern und das muss man ihnen auf jeden Fall sagen. Auch das ist respektlos und fällt unter Bodyshaming! Oh, da schießt sie jetzt aber mit Kanonen auf Spatzen… Wirklich? Ist „du musst mehr essen, du bist zu dünn“ wirklich etwas ganz anderes als „du musst abnehmen, du bist zu dick“?

Was ist Bodyshaming?

Jede Kritik am Körper eines anderen Menschen, die diese Person dazu bringt, sich für ihren Körper zu schämen, fällt unter Bodyshaming! Es ist egal, ob es aufgrund der Größe, des Gewichtes,  wegen abstehenden Ohren, einer schiefen Nase, schielenden Augen..wasauchimmer ist! Es ist jede Art negativer Kritik am Körper einer anderen Person – und kommt meist ungefragt und ist meist verletzend. …besonders schlimm, wenn die betroffene Person unter einer Krankheit leiden sollte! 😉

Was kann man tun?

Vor ein paar Jahren war mein eigenes Unwohlsein für mich die Motivation, mich endlich mit meinem Körper zu beschäftigen und mich vernünftig zu informieren.

Mit der Entscheidung etwas zu ändern und der Bereitschaft zu lernen habe ich mir den größten Gefallen getan, den ich mir hätte tun können. Vorher habe ich mich kaum bewegt, Sport gab es nie und ich habe alles zu mir genommen, was schmeckte. In der Zwischenzeit habe ich die Bedürfnisse meines Körpers kennengelernt, verstehe seine Signale und kann darauf eingehen. Und ich weiß, was er leisten kann. Durch dieses gute Verhältnis zu meinem Körper bin ich nicht mehr auf das Urteil und die Akzeptanz anderer angewiesen. Das war ein ziemlich cooler Nebeneffekt, mit dem ich eigentlich gar nicht gerechnet hatte 😀

Mein Fazit:
Lernt man sich und seinen Körper kennen und erfüllt seine Bedürfnisse, wird er alles geben, sich von seiner besten Seite zu zeigen.  Man lernt seine Stärken schätzen, an Schwächen zu arbeiten, Unveränderliches zu akzeptieren und stärkt zudem sein Selbstbewusstsein 🙂

Um selbst niemanden in die blöde Situation zu bringen, hilft Klopfers Motto:

„Wenn man nichts nettes zu sagen hat, soll man den Mund halten“ (aus Bambi).

Man kann es ohnehin nie allen Recht machen, jeder muss sich selbst gefallen und niemandem sonst! <3

 


Foto & Bearbeitung: Trash-Art by Dionisio Martena




Body - Mind - Soul

Warum „Body – Mind – Soul“?

Typisch ich, habe ich mir unendlich viele Gedanken über den Namen meines Blogs gemacht. Ich habe Ideen gesammelt, mit vielen Leuten gesprochen, viel gelesen und sehr viel liebe Unterstützung bekommen. Nachdem einige Wochen mit der Namenssuche vergingen, waren einige ganz coole Namen gefunden. Trotzdem war irgendwie nichts dabei, bei dem ein „Genau, das ist es!“ aufkam. Was hatte ich an diesen ganzen Namen auszusetzen? Ich konnte mich nicht damit identifizieren, sie waren nicht ich.

Ja und so bin ich einfach ich: Sabrina Garre. In Kombination mit dem, was mich meiner Meinung nach ausmacht.
Mit dem, was mich interessiert und fesselt – zusammengefasst in drei Begriffen: Body – Mind – Soul.

Warum „Body – Mind – Soul“?

Body

Seit ca. 4 Jahren beschäftige ich intensiv mit den Themen Fitness und gesunde Ernährung – aus einer Not heraus. Mein langjähriges Gewichts-Jojo, mit dessen Hilfe ich mich immer trotz extremer Unsportlichkeit in einem gewissen Wohlfühl-Rahmen bewegte, hat mich mit einem Mal verlassen. Schleichend hat sich Kilo um Kilo angesiedelt, bis ich ein ernsthaftes Klamottenproblem bekam (mein Kleiderschrank umfasste zu dem Zeitpunkt alles von Größe 34 bis 42). Es war mir zu teuer alles noch einmal in der nächsten Größe zu kaufen und so richtig wohl fühlte ich mich auch nicht. Ich musste an mir arbeiten!

Eine Lösung musste her, die ich gut in meinen Alltag als Beraterin mit deutschlandweitem Einsatz integrieren konnte und das ging für mich am besten in Eigenverantwortung. So habe ich unzählige Stunden in Recherche investiert, nach über 15 Jahren wieder mit Sport begonnen, diverse Sportarten/-programme und Ernährungsstile ausprobiert…und mein Ziel erreicht.  🙂 Du möchtest gern wissen, was ich alles ausprobiert habe und welche Erfahrungen ich damit sammeln durfte? Kein Problem! Die Posts, die sich mit diesen Themen befassen, kommen nach und nach in die Kategorie „BODY“ hinein.

Mind

Mein Leben lang habe ich mich schon für Psychologie interessiert – mit Fokus auf Persönlichkeitsentwicklung, Selbstoptimierung und Glücklich sein. In den vergangenen Jahren habe ich mich dann verstärkt mit verschiedensten psychologischen Erkrankungen und Heilmethoden beschäftigt. Dieses Wissen hilft mir zum einen,  meine eigenen Päckchen besser zu tragen und andere beim Tragen ihrer Päckchen zu unterstützen. Zum anderen war es mir möglich zusätzliche Erkenntnisse darüber zu gewinnen, warum Menschen wie ticken und wie stark sich der Geist auf den Körper auswirkt.

Es ist ein wirklich wahnsinnig spannendes Thema und es fesselt mich immer wieder, wie stark man doch auf sich selbst und sein Wohlbefinden Einfluss nehmen kann. Somit dürfte sich die Kategorie „MIND“ fast selbst erklärt haben 😉

Soul

In meiner Welt kann man nur glücklich sein, wenn es Körper, Geist und Seele gut geht und so habe ich immer wieder einmal kleine Dinge, die ich für meine Seele tue. Als kleiner Träumer *insbesondere was Tiere, Umwelt und ein freundliches Miteinander angeht*  ist es manchmal nicht ganz einfach, Verständnis für „die Welt da draußen“ zu haben. So versuche ich, sie immer wieder ein kleines bisschen besser zu machen. Meine *zugegebenermaßen manchmal recht ungewöhnlichen* „Seelen-Projekte“ und meinen Gedanken dazu werden sich im Laufe der Zeit in der Kategorie „SOUL“ tummeln.

Body – Mind – Soul ergibt für mich ein rundes Bild – Gesundheit und Wohlbefinden für Körper, Geist und Seele!
Nach meinem Empfinden spiegelt es mich und das, was mich bewegt und über das ich bloggen möchte sehr gut wider. 🙂

 


An dieser Stelle noch ein ganz großes Dankeschön an die lieben Leute, die sich Zeit genommen haben, um mich zu unterstützen:

  • meinen Partner und Fotografie-Lehrer DioTena
  • das Chaospony, das mich überhaupt erst zu meinem Blog ermutigt hat und mir während der ganzen Zeit beistand – ohne dich wäre das hier nie entstanden!
  • meine Fotografin und Bearbeitungsguru, die Nerd Hexe
  • meine Schwester und ihre Ohana-Gruppe für das Brainstormen und Feedback

Ihr seid die Besten :-*


 

 


Foto: Trash-Art by Dionisio Martena


 

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